Cala Falcó

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Strand der Cala Falcó
Cala Falcó 17.jpg
Lage Gemeinde Manacor
Geographische Lage 39° 30′ 14″ N, 3° 18′ 0″ OKoordinaten: 39° 30′ 14″ N, 3° 18′ 0″ O
Cala Falcó (Balearen)
Cala Falcó
Länge 20 m
Breite 15 m
Beschaffenheit Sand und Felsen
Wasser Seegrasablagerungen möglich
Umgebung naturbelassen
Tourismus
Besucherfrequenz wenig besucht
Parkplätze keine
Überwachung nein
FKK ja
nächstes Krankenhaus Hospital de Manacor (14,5 km)
nächster Hafen Porto Cristo (5,56 km)
Strände und Buchten auf Mallorca

Cala Falcó (‚Falkenbucht‘) ist eine kleine Bucht an der Ostküste der spanischen Baleareninsel Mallorca. Sie befindet sich im Südosten der Gemeinde Manacor zwischen den Orten Cales de Mallorca und S’Estany d’en Mas.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cala Falcó
Cova de Cala Falcó

Die Cala Falcó ist ein etwa 50 Meter langer und 70 Meter breiter felsiger Meereseinschnitt an der Steilküste von Manacor, ungefähr 10 Kilometer südöstlich des Hauptortes der Gemeinde. Die nach Nordwesten ausgerichtete Bucht wird im Südosten von der Halbinsel Punta d’en Barrufau begrenzt und geht nach Nordosten in die Küstenlinie von Sa des Forat über. Das unmittelbare Hinterland der Cala Falcó, die Marina de Cala Falcó, ist unbebaut.[1] Es ist Teil des 6,27 km² großen Naturgebiets von besonderem Wert (Àrea natural d’especial interès – ANAI) der Cales Verges de Manacor,[2][3] nach dem Naturraumgesetz (ANAI / ARIP) zum Schutz des Bodens vor Verbauung.

Das Gebiet um die Cala Falcó gehört zum Landgut Can Frasquet. Die Bucht ist deshalb nur eingeschränkt zu erreichen, da einige der über den Privatbesitz führenden Wege durch verschlossene Tore versperrt sind, so auch der Hauptzugangsweg von Südwesten. In unmittelbarer Umgebung der Cala Falcó gibt es mehrere Höhlensysteme, die teilweise zugänglich sind und unterirdische Seen besitzen. Dazu gehören westlich und nördlich der Bucht die Cova de sa Piqueta, die Cova des Pont, die Cova des Xots und die Cova des Pirata. An der Küste befinden sich nordöstlich die Cova des Moro und südöstlich die nur über das Wasser erreichbare Cova des Coloms. Direkt an der Nordseite der Bucht liegt der Eingang zur Cova de Cala Falcó, einer Karsthöhle, die wenige Meter hinter dem Eingang nicht mehr ausgeleuchtet ist.[4]

Die Ausmaße des Strandes der Cala Falcó schwanken stark. So kann die Sandfläche in manchen Jahren eine Länge von 20 und eine Breite von 15 Metern aufweisen,[5] aber auch nur 3 × 3 Meter betragen.[6] Die Bucht ist beidseitig von Felsen eingerahmt, die zum Inselinneren nur leicht ansteigen, an der Küste hingegen steiler aufragen. Durch die relativ offene Lage können sich an der Uferlinie Seegrasablagerungen bilden. Die unmittelbare Umgebung der Bucht ist vegetationsarm, neben niedrigen Büschen gibt es nur vereinzelt stehende Kiefern. Die Cala Falcó wird wenig besucht, sie ist jedoch Zwischenstopp für Wanderer und Höhleninteressierte.

Zugang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Straße MA-4014 zwischen Porto Cristo und Portocolom zweigt 6 Kilometer hinter Porto Cristo (kurz hinter Kilometerstein 10), etwa 150 Meter vor dem rechtsseitigen Abzweig der Straße MA-4015 nach Manacor, links ein befahrbarer Feldweg ab. Dieser führt nach 1350 Metern an ein mit einer Kette halb verschlossenes Eisentor. Ein zum Teil steiniger Pfad führt von dort nach etwa 800 Metern zum Strand der Cala Varques hinunter. Von dort gelangt man nordwärts auf ausgetretenen Pfaden über die Caló Blanc und vorbei an der Cova Marina des Pont, einer eingestürzten Küstenhöhle, zur Cala Falcó. Ein oberhalb der Bucht Richtung Nordosten verlaufender Wanderweg erreicht nach 1,6 Kilometern den Ort S’Estany d’en Mas (auch Cala Romàntica genannt).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bartomeu Amengual Gomila: Mallorcas Küsten aus der Luft. Ausführlicher und praktischer Reiseführer mit Luftaufnahmen von Mallorcas Küsten. 6. Auflage. Editorial GeoPlaneta, Barcelona 2000, ISBN 84-08-01821-3, Cala Varques, S. 66 (spanisch: Aeroguía del litoral de Mallorca. Übersetzt von Gabriele Grauwinkel und Susanne Pospiech).
  • Miguel Ángel Álvarez Alperi: Die ganzen Strände von Mallorca. 1. Auflage. Laluzenpapel, Gijón 2012, ISBN 978-84-938783-1-3, Strand von Cala Falcó, S. 180 (spanisch: Todas las playas de Mallorca. Übersetzt von Meike Schirmeister).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Senderisme a Mallorca. Consell de Mallorca, abgerufen am 21. Juli 2014 (Interaktive Karte).
  2. Islas Baleares – Area Natural de Especial Interés Calas de Manacor. www.porlibre.com, archiviert vom Original am 8. März 2013; abgerufen am 21. Juli 2014 (kastilisch).
  3. Escenaris de Biodiversitat a Manacor. Cales Verges de Manacor. Ajuntament de Manacor, 14. Juni 2011, S. 17, abgerufen am 21. Juli 2014 (katalanisch, PDF-Datei, 4467,52 KB).
  4. Cova de Cala Falcó. www.mallorcaverde.es, abgerufen am 21. Juli 2014 (kastilisch, Karte der Höhle).
  5. Guía de Playas. Cala Falco. (Nicht mehr online verfügbar.) Gobierno de España, Ministerio de Agricultura, Alimentación y Medio Ambiente, 2013, archiviert vom Original am 12. August 2014; abgerufen am 21. Juli 2014 (kastilisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sig.magrama.gob.es
  6. Miguel Ángel Álvarez Alperi: Die ganzen Strände von Mallorca. 1. Auflage. Laluzenpapel, Gijón 2012, ISBN 978-84-938783-1-3, Strand von Cala Falcó, S. 180 (spanisch: Todas las playas de Mallorca. Übersetzt von Meike Schirmeister).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cala Falcó – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien