Calida

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Calida Holding AG
CALIDA logo-yellow
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN CH0009018133
Gründung CALIDA 1941 / Holding 1986
Sitz Sursee, Schweiz
Leitung Felix Sulzberger
(Vorsitzender der Geschäftsleitung)
Thomas Lustenberger
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 1'600 (2013)
Umsatz 203 Mio. CHF (2012)
Branche Unter-, Damenwäsche, Bade- und Strandkleidung
Website www.calidagroup.com

Die Calida Gruppe ist ein international tätiges Wäscheunternehmen mit Sitz in Sursee. Neben der Schweizer Stammmarke Calida gehört auch die 2005 übernommene französische Marke Aubade mit Sitz in Paris zur Gruppe. Die beiden Marken sind hauptsächlich auf luxuriöse Lingerie sowie Tag- und Nachtwäsche spezialisiert. In rund 70 Ländern werden beide Marken über den gehobenen Fachhandel, Warenhäuser sowie in den Heimmärkten Schweiz und Deutschland, respektive Frankreich, über eigene Verkaufsläden vertrieben. Die Gruppe beschäftigt 2013 insgesamt rund 1'600 Mitarbeiter und erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von rund 95,7 Mio. Schweizer Franken (ca. 77 Mio. Euro). Die CALIDA Holding AG ist am SIX Swiss Exchange in Zürich kotiert.

Nachdem Calida zur Jahrtausendwende in finanzielle Schieflage geraten war, konnte sie durch einen Führungs- und Strategiewechsel sowie Restrukturierungsmassnahmen, die auch die Schliessung der Produktion in der Schweiz beinhalteten, wieder auf Kurs gebracht werden. Das 2005 übernommene, damals angeschlagene Unternehmen Aubade wurde ebenfalls restrukturiert und trägt heute zu über einem Viertel zum Umsatz bei. 2013 wurde zudem angekündigt, den französischen Sportbekleidungs-Hersteller Lafuma übernehmen zu wollen, an dem es bereits eine Beteiligung gibt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etikett auf einem Männerunterhemd der Marke Calida mit Aufschrift „Designed in Switzerland“

Das Unternehmen wird 1941 als Strickwarenfabrik Sursee A.G. von Max Kellenberger und Hans Joachim Palmers gegründet. 1946 wird die bereits 1929 im Handelsregister eingetragene Wortmarke Calida an die Strickwarenfabrik Sursee AG übertragen und dann die Firma selbst in Calida AG umbenannt.

In der Kriegs- und Nachkriegszeit wird zunächst funktionale Damenunterwäsche produziert. Calida gewährt eine „Wäsche Garantie“ und repariert beschädigte Wäsche kostenlos. In den 50er Jahren rücken vermehrt auch modische Aspekte ins Zentrum. Calida wird unter anderem bekannt für ihren nahtlosen Damenslip, der zu einer schlanken Silhouette verhelfen soll und ihrem Pyjama mit Patentbund, welcher das Hochrutschen verhindern soll.[1]

Anlässlich des 1987 erfolgten Börsengangs an der Schweizer Börse SWX Swiss Exchange organisiert sich das Unternehmen neu als Holdinggesellschaft, wobei zunächst 70 % des Kapitals bei den Gründerfamilien verbleibt.

Krise um die Jahrtausendwende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1990er Jahren werden Investitionen in eine Strickerei und ein vollautomatisiertes Vertriebszentrum in der Schweiz getätigt. Ausserdem werden in Ungarn und in Portugal je eine Näherei sowie eine Fabrik in Indien in Betrieb genommen. Während andere Hersteller im Zuge der Globalisierung ihr Garn von Auftragsherstellern aus Osteuropa oder Asien beziehen oder auch gleich die ganze Produktion von diesen besorgen lassen, investiert Calida also in eigene Produktionsbetriebe an vier verschiedenen Standorten. Neben den daraus resultierenden, vergleichsweise hohen Produktionskosten macht dem Unternehmen auch das angestaubte Image und fehlendes Wachstum Mühe. Obwohl zwei Drittel der Produktion auf Dessous, Unterwäsche und Sportwäsche entfällt, ist das Image der Firma vor allem durch Pyjamas und funktionale Wäsche geprägt.

Nachdem 1999 der erste Verlust der Unternehmensgeschichte eingefahren wird, verlässt die Familie Palmers ein Jahr später das Unternehmen und die Familie Kellenberger übernimmt die Mehrheitsbeteiligung. Ein neuer Aufsichtsrat wird gewählt. Nach einem Rekordverlust von 43 Millionen bei einem Umsatz von 191 Millionen Franken im Jahr 2001, wird auch ein neues Management eingesetzt.[2] Neuer Konzernchef wird Felix Sulzberger. Der gebürtige Berner und studierte Ökonom war vorher unter anderem im Marketingbereich bei Philip Morris sowie im Management von Reebok und Levi's tätig und gilt als Marketingspezialist.

Restrukturierung und Ende der Produktion in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felix Sulzberger unterzieht die Firma einer grundlegenden Restrukturierung. Verlustbringende Produkte werden aus dem Sortiment genommen, Betriebs- und Investitionsausgaben zusammengestrichen, Vorräte an Ladenhütern abgeschrieben und die Anzahl an Verkaufspunkten reduziert. Calida investiert zudem in seinen Markenauftritt. Man will modisch und aktuell wirken und vermehrt Damenunterwäsche und Sportbekleidung in den Vordergrund rücken. Zudem werden die Produktionsbetriebe in Indien und Portugal veräussert und sowohl die Strickerei als auch Näherei in Sursee stillgelegt. Der neue Besitzer der Fabrik in Portugal produziert weiterhin als unabhängiger Zulieferer für Calida. Calida lässt ausserdem erstmals in grossem Umfang von Dritten in Osteuropa und Fernost produzieren.

Von den ehemals 1400 Mitarbeitern Calidas verbleiben gerade noch 600, die Hälfte davon in Sursee, 250 in Ungarn und der Rest in den Verkaufsläden. Im Januar 2003 verlässt das letzte in der Schweiz gefertigte Pyjama Calidas Fabrikhallen. Vorübergehend werden noch Musterkollektionen und Kleinserien sowie maschinell geschnittene Stoffteile zur Weiterverarbeitung im Ausland in Sursee gefertigt.

Der Umsatz schrumpft auf 140 Millionen Franken zusammen. Dafür kann Calida 2003 erstmals seit vier Jahren wieder Gewinn schreiben, verzeichnet einen positiven Cashflow und hat bald netto seine Schulden bereinigt. Obwohl Calida wieder Gewinn schreibt und steuerlich vom Gewinnvortrag profitiert, wird die Produktion in der Schweiz 2005 ganz eingestellt und auch die letzten 40 Mitarbeiter in der Produktion verlieren ihre Stelle. Seit 2010 lässt Calida nicht mehr in Portugal produzieren.[3][4][5]

In einem Interview mit der Berner Zeitung meint Sulzberger 2005, die Verlagerung habe auch mit der vollständigen Deregulierung des Textilmarktes infolge der Anfang des Jahres in Kraft getretenen neuen WTO-Regeln zu tun. Da es keine Zölle, Handelsbarrieren oder Quoten mehr gebe, sei man einem verschärften Konkurrenzkampf, besonders mit Asien, ausgesetzt. Die Produktion in der Schweiz koste vier Mal mehr als jene in Portugal und selbst diese sei für Calida nun zu teuer.[6]

Andere Schweizer Hersteller von Unterwäsche produzieren indes bis heute ganz oder teilweise in der Schweiz, so der renommierte Aarburger Hersteller von Luxusunterwäsche Zimmerli mit Schneiderei im Tessin oder der Premium Wäscheherstellerin Isa Bodywear, welche zwar Näharbeiten im Werk in Portugal ausführt, die anderen Produktionsschritte aber in der Schweiz besorgt.

Übernahme Aubades[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 übernimmt Calida den traditionsreichen französischen Hersteller von Luxus-Dessous Aubade mit Sitz in Paris. Die Mittel dafür stammen aus einer Kapitalerhöhung und aus Bankkrediten. Die im Luxussegment angesiedelten Produkte Aubades, vornehmlich Dessous, sind wesentlich teurer als die im Premiumsegment positionierte Tag- und Nachtwäsche Calidas und sollen so das Sortiment erweitern. Während bei Calida je rund 40 % des Absatzes auf die Schweiz und Deutschland entfällt, setzt Aubade etwa 60 % in Frankreich ab und vertreibt unter anderem auch in Spanien und Russland. Die Übernahme soll also auch eine Ausweitung und Internationalisierung der Absatzmärkte und Synergien bei Vertrieb und Logistik schaffen. Aubade liegt mit einem Umsatz von 75 Mio. Franken bezogen auf das Jahr 2004 hinter Calidas Ergebnis von 138 Mio. Franken Umsatz im selben Zeitraum zurück, verfügt aber über eine deutlich höhere Marge. Die Familie Pasquier, seit 1939 Besitzerin Aubades, begründet den Verkauf damit, sich finanziell und personell vom Unternehmen lösen zu wollen. Zudem soll durch den Zusammenschluss die kritische Grösse für das Überleben im zunehmenden Verdrängungswettkampf erreicht werden.[7]

Restrukturierung und Ende der Produktion in Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen werden 2006 zunächst die Näharbeiten vollständig aus Frankreich ausgelagert. Sie werden neu in Tunesien ausgeführt wo bereits rund 70 % der Stücke genäht werden, zur Hälfte in einer eigenen Fabrik und zur Hälfte bei Zulieferern. Mit der Schliessung des Werkes im Dorf La Trimouille im Westen Frankreichs verlieren rund 180 Angestellte ihren Arbeitsplatz und die Region den weitaus grössten Arbeitgeber. Der Zuschnitt der Einzelteile verbleibt derweil noch in Frankreich. Da die Anzahl der Fachhändler abnimmt, nimmt Aubade mit eigenen Verkaufsläden wie bei Calida den Vertrieb teilweise selber in die Hand.[8]

Der durch die Wirtschaftskrise verursachte Nachfrageeinbruch setzt Aubade zu. Im ersten Halbjahr 2009 beschert Aubade der Calida-Gruppe mit einem Verlust von über 50 Mio. Franken rote Zahlen. Den Sparmassnahmen fallen 104 Arbeitsplätze am Standort St. Savin zum Opfer, der nur noch als Logistikplattform dient. Während die technische Entwicklung und die vorindustriellen Arbeitsprozesse am Hauptsitz in Paris zusammengezogen werden, werden der Zuschnitt und die Mustergestaltung nach Tunesien ausgelagert.[9]

Laut einem 2013 in Frankreich gefällten Urteil, waren Entlassungen 2009 missbräuchlich. Laut der Berufungsinstanz soll Calida mit 2.1 Mio. Euro gebüsst werden. Calida zieht das Urteil weiter und hat bereits Rückstellungen gebildet. Das Ende des Prozesses wird nicht vor 2015 erwartet.[10]

Nach einer mehrjährigen Restrukturierungsphase sowie Abschreibungen in zweistelliger Millionenhöhe findet Aubade zurück in die Gewinnzone und wird zu einem bedeutenden Wachstumstreiber der Gruppe.[11]

Übernahme Lafumas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2004 sitzt Calidas Konzernchef Felix Sulzberger im Verwaltungsrat Lafumas, eines französischen Herstellers von Sportbekleidung und -geräten sowie Gartenmöbeln. 2011 übernimmt er zudem die operative Leitung von seinem Vorgänger Philippe Joffards, welcher ein Enkel eines der Gründungsmitglieder Lafumas ist. 2013 beteiligt Calida sich mit 17,5 Mio bei Lafuma und wird damit Minderheitsaktionärin mit rund 15.3 % der Anteile. Im Oktober des gleichen Jahres wird bekannt gegeben, die Mehrheit der Anteile übernehmen zu wollen. Eine ausserordentliche Generalversammlung stimmt im Dezember einer Kapitalerhöhung zu, welche die Voraussetzung für die Übernahme bildet. Der Umsatz der Lafuma Gruppe belief sich 2012 auf 225 Mio. Euro, womit er jenen der Calida Gruppe übertrifft. Auch die Verkäufe liegen über dem Niveau Calidas. Jedoch wurde im gleichen Zeitraum ein Verlust von 15 Mio. Euro eingefahren. In der ersten Hälfte des Jahres 2013 betrug dieser sogar 60 Mio., weshalb bereits Restrukturierungsmassnahmen angekündigt wurden. Während bei der Calida Gruppe nur rund ein Fünftel des Absatzes auf Frankreich entfällt, beträgt dieser Anteil bei Lafuma über die Hälfte.[12][13][14]

Anteile der Länder an der Gesamtproduktion für die Marke Calida 2011[15]
Anteile der Länder an der Materialbeschaffung für die Marke Calida 2011[15] (Als Material gelten: Stoff, Faden, Spitzen, Gummi, Knüpfe, Verpackungen etc.)

Calida heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marke Calida[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Marke Calida wird ein breites Nachtwäsche-Sortiment, mit Tagwäsche, Loungewear, Funktionswäsche, Shirts und Strickteilen sowie Swim- und Beachwear vertrieben. Der Vertrieb findet über rund 125 Marken-Stores in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Frankreich, Luxembourg und den Niederlanden, aber auch über den Fach- sowie Versandhandel und in Warenhäusern statt. Mit 3'000 Vertriebspartnern weltweit verkauft Calida täglich mehr als 20'000 Produkte. Von den 855 direkt für Calida Bodywear arbeitenden Angestellten, sind rund 400 in der Schweiz und etwa 310 in der Produktion im Hauptwerk in Ungarn tätig. Rund 120 Mitarbeiter sind im Verkauf in Deutschland tätig. Die restlichen Angestellten sind in verschiedenen europäischen Ländern tätig.[15]

Heute entfällt rund zwei Dritteln der Produktion Calida Bodywears auf Europa, während ein Drittel in Asien hergestellt wird. Etwa 40 % der Produktion entfällt auf das firmeneigene Werk in Ungarn, der Rest wird von Zuliefererbetrieben zugekauft und nicht selber produziert. Calida arbeiter hierzu mit etwa 19 Partnern in Europa und Asien zusammen.

Etwa 29 % der verarbeiteten Materialien stammen aus der Schweiz. Sowohl das Entwerfen neuer Kollektionen wie auch die Stoffauswahl und das Erstellen der Passformen findet in der Schweiz statt. Auch das Zentrallager wird hierzulande unterhalten.[15]

Die Marke Aubade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Marke Aubade werden hochpreisige Lingerieprodukte vertrieben. Die Kampagne „Leçons de seduction“ geniesst in Frankreich Kultstatus. Produziert wird in Tunesien, teils in einem eigenen Werk, teils bei Auftragsherstellern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.calida.com/history Offizieller Webauftritt der Marke Calida, abgerufen am 3. Dezember 2013
  2. http://www.calidagroup.com/cadila-group/facts-history.aspx?sc_lang=de-DE/text/ Offizieller Webauftritt der Calida Gruppe, abgerufen am 3. Dezember 2013
  3. NZZ am Sonntag; 6. August 2006, Ausgaben-Nr. 32 Seite 77
  4. ProLitteris / Biswas Chanchal; 12. Dezember 2004, Ausgaben-Nr. 50 Seite 51 Wirtschaft
  5. Der Bund; 26. Februar 2005, Ausgaben-Nr. Seite 37, Wirtschaft Der Bund
  6. http://www.wirtschaft.ch/Calida+Produktion+in+der+Schweiz+zu+teuer/204853/detail.htm/text/Artikel auf Wirtschaft.ch vom 26. Februar 2005: ‚Calida-Produktion in der Schweiz zu teuer‘, abgerufen am 20. Dezember 2013
  7. Neue Luzerner Zeitung vom 30. April 2005, Seite 13: ‚Calida legt sich Pariser Chic zu‘
  8. Tages-Anzeiger vom 5. Oktober 2006, Seite 25: ‚Calida bringt Dessous-Tochter in Form‘
  9. Neue Luzerner Zeitung vom 25. Juli 2009, Seite 13: ‚Calida schreibt tiefrote Zahlen‘
  10. Finanz und Wirtschaft vom 27. Juli 2013, Seite 11: ‚Calidas Mühe mit Frankreich‘
  11. Neue Zürcher Zeitung vom 21. November 2011, Ausgabennummer 272, Seite 23: ‚Im Land der Pyjamas‘
  12. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/calida-uebernimmt-franzoesischen-sportbekleidungshersteller-ganz-1.18161663/text/ Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung vom 20. Dezember 2013: ‚Calida übernimmt Lafuma ganz‘, abgerufen am 20. Dezember 2013 auf nzz.ch
  13. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/reflexe/spezialisierung-auf-kriselnde-firmen-aus-frankreich-1.18161943/text/ Kommentar von Christoph G. Schmutz auf nzz.ch vom 5. Oktober 2013: ‚Französische Sorgenkinder als Geschäftsmodell‘, abgerufen am 20. Dezember 2013 auf nzz.ch
  14. http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/Calida-Lafuma--Aktionaere-stimmen-Kapitalerhoehung-zu-und-machen-Uebernahme-moeglich-804537/text/ Artikel auf Finanzen.ch vom 20. Dezember 2012: ‚Lafuma-Aktionäre sagen ja zu Calida‘, abgerufen am 20. Dezember 2013
  15. a b c d Bericht zur gesellschaftlichen Verantwortung 2011 der CALIDA AG Seite 15, abgerufen am 17. November 2012 (PDF; 855 kB)

Koordinaten: 47° 9′ 48″ N, 8° 6′ 26″ O; CH1903: 650696 / 223812