Calorguen

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Calorguen
Kerorgen
Wappen von Calorguen
Calorguen (Frankreich)
Calorguen
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor
Arrondissement Dinan
Kanton Lanvallay
Gemeindeverband Dinan Agglomération
Koordinaten 48° 25′ N, 2° 2′ WKoordinaten: 48° 25′ N, 2° 2′ W
Höhe 7–87 m
Fläche 8,48 km2
Einwohner 721 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 85 Einw./km2
Postleitzahl 22100
INSEE-Code

Calorguen (bretonisch Kerorgen) ist eine französische Gemeinde mit 721 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Dinan und zum Kanton Lanvallay. Die Bewohner nennen sich Calorguennais(es).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Calorguen liegt etwa 27 Kilometer südlich von Saint-Malo und rund 42 Kilometer nordwestlich von Rennes im Osten des Départements Côtes-d’Armor.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus der Bronzezeit belegen eine frühe Besiedlung. So wurden im Jahr 1863 360 Äxte aus der Bronzezeit ausgegraben. Die Kirchgemeinde wird im Jahr 1182 als zur Priorei Saint-Magloire de Léhon zugehörig erwähnt. Im Jahr 1360 weigerte sich der Ort, den englischen Besatzern ein Lösegeld zu bezahlen. Noch 1422 sprechen die Bewohner mehrheitlich Bretonisch. Erst danach wechselten die Einwohner zum Gallo. Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum District Dinan. Zudem war sie von 1793 bis 1801 Teil des Kantons Evran und von 1801 bis 2015 Teil des Kantons Dinan-Ouest. Seit 1801 ist Calorguen verwaltungstechnisch dem Arrondissement Dinan zugeteilt. Erste namentliche Erwähnung von Calorguen als Carorguen in einer Urkunde der Priorei von Léhon im Jahr 1182.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1821 1851 1886 1911 1921 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 857 775 918 873 699 617 507 506 450 497 508 523 610 687
Quellen: Cassini und INSEE

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und die hohe Anzahl Gefallener des Ersten Weltkriegs führten zu einem Absinken der Einwohnerzahlen bis auf die Tiefststände in neuerer Zeit.

Sehenswürdigkeiten[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Hubert (erbaut 1584, restauriert 1788, grunderneuert 1838)
  • Herrenhäuser Manoir de la Ferronnays (auch Ferronnais; 14.–16. Jahrhundert) und Manoir de Boutron (14. Jahrhundert)
  • zahlreiche Kreuze und Wegkreuze aus dem 12.–17. Jahrhundert
  • mehrere alte Häuser in La Giraudais (17. Jahrhundert), La Huballerie (erbaut 1660) und La Roussais (17./18. Jahrhundert)
  • Waschhaus (Lavoir) mit 10 Waschplätzen in La Huballerie
  • Denkmal für die Gefallenen[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 229–230.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Calorguen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung der Sehenswürdigkeiten (französisch) (Memento des Originals vom 18. September 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fr.topic-topos.com
  2. Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege