Calvi dell’Umbria

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Calvi dell’Umbria
Kein Wappen vorhanden.
Calvi dell’Umbria (Italien)
Calvi dell’Umbria
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Terni (TR)
Koordinaten: 42° 24′ N, 12° 34′ O42.412.566666666667401Koordinaten: 42° 24′ 0″ N, 12° 34′ 0″ O
Höhe: 401 m s.l.m.
Fläche: 45,75 km²
Einwohner: 1.865 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einw./km²
Postleitzahl: 05032
Vorwahl: 0744
ISTAT-Nummer: 055008
Volksbezeichnung: Calvesi
Schutzpatron: San Pancrazio (12. Mai)
Website: Gemeinde Calvi dell’Umbria
Panorama von Calvi dell’Umbria
Panorama von Calvi dell’Umbria

Calvi dell’Umbria ist eine Gemeinde mit 1865 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Terni in der Region Umbrien in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Lage der Gemeinde Calvi dell’Umbria in der Provinz Terni

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 46 km². Sie liegt ca. 100 km südlich der Regionalhauptstadt Perugia und ca. 25 km südlich der Provinzhauptstadt Terni in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 2095 GR/G[2]. Sie ist die südlichste Gemeinde der Provinz Terni und damit auch die südlichste Gemeinde Umbriens.

Zu den Ortsteilen zählen Poggiolo (325 m, ca. 40 Einwohner) und Santa Maria della Neve (262 m, ca. 100 Einwohner). [3]

Die Nachbargemeinden sind Configni (RI), Gallese (VT), Magliano Sabina (RI), Montebuono (RI), Narni, Otricoli, Stroncone, Torri in Sabina (RI) und Vacone (RI).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde bereits in der Bronzezeit bewohnt. Danach bildeten die Römer unter dem Namen Carbium Siedlungen, der Ort entwickelte sich aber erst im Hochmittelalter weiter. Erstmals schriftlich erwähnt wurde Calvi 1036 unter dem Namen Fundus Carbinianus. Im 11. Jahrhundert unterstand der Ort dem Kloster Farfa aus Fara in Sabina. Im 13. Jahrhundert fiel Calvi unter die Herrschaft von Narni, danach wurde der Ort freie Kommune im Kirchenstaat, der Calvi als Lehen den Orsini, später dann den Anguillara überstellte. Vom 12. Jahrhundert bis 1860 gehörte die Burg des Ortes der Diözese Narni an. Der Ort ist hauptsächlich für seine Weihnachtskrippen bekannt, die älteste befindet sich in der Kirche Sant’Antonio und umfasst dreißig Keramikfiguren aus dem 16. Jahrhundert, die von den Brüdern Massimo und Raffaele da Montereale stammen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche Chiesa della Santissima Trinità
  • Chiesa della Santissima Trinità, Kirche im Ortskern, die im Jahr 1523 durch Rinaldo Iacovetti da Calvi entstand.[4]
  • Chiesa di Santa Maria Assunta, ehemalige Pfarrkirche im Ortskern nahe der Porta Ternana. Entstand im 13. Jahrhundert und wurde zwischen 1620 und 1650 erweitert. Der Hochaltar enthält das Leinwandgemälde Madonna Assunta e San Pancrazio” von Salvatore Pierella aus dem Jahr 1737. Weitere Werke in der Kirche sind die Gemälde Circonsione di Gesù von Calisto Calisti di Bagnaia (1640 gemalt) und Sposalizio della Vergine von Vincenzo Manenti.[4]
  • Chiesa di San Francesco, Kirche aus dem 13. Jahrhundert.
  • Chiesa di Sant’Antonio e Santa Brigida, Kirche im Ortskern und Bauwerk von Ferdinando Fuga. Entstand zwischen 1739 und 1743.[4]
  • Palazzo Ferrini, 1606 entstandener Palast, der dem Kloster anliegt. Hat heute im ersten Stock die Pinakothek des Museums.[4]
  • Monastero delle Suore Orsoline, von Ferdinando Fuga 1743 errichtetes Kloster. Beheimatet heute das Museum Museo del Monastero delle Orsoline.[4]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Der Ort unterhält Gemeindepartnerschaften mit:[5]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF; 330 kB), abgerufen am 2. Dezember 2012 (ital.)
  3. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Terni, abgerufen am 2. Dezember 2012 (ital.)
  4. a b c d e Calviturismo
  5. Calviturismo zu den Gemeindepartnerschaften, abgerufen am 25. Juli 2015 (italienisch)