Cam’ron

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Cam’ron bei einem Auftritt

Cam’ron (* 4. Februar 1974 oder 1976 in Harlem, New York; bürgerlich Cameron Ezike Giles), auch Killa Cam, ist ein US-amerikanischer Rapper.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giles wuchs in Harlem/New York auf. In Harlem gründete er mit den Rappern Ma$e (damals Murder Mase), Big L und Bloodshed die Gruppe Children of the Corn.[1] Sie trennte sich aber nach kurzer Zeit, nachdem Bloodshed bei einem Autounfall starb.[2]

Über Mase lernte Giles jedoch The Notorious B.I.G. kennen, der ihn seinem Geschäftspartner Lance „Un“ Riviera vorstellte. Dieser gab Giles einen Plattenvertrag bei seinem Label Untertainment, dessen Veröffentlichungen von Epic Records vertrieben wurden. Unter dem Namen Cam’ron erschienen ab Mai 1998 einige Singles, von denen Horse & Carriage featuring Mase die erfolgreichste war. Später im selben Jahr wurde Cam’rons Debütalbum Confessions of Fire veröffentlicht, das von der RIAA mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2000 folgte sein zweiter Langspieler, S.D.E., wobei die Abkürzung für „Sports, Drugs and Entertainment“, also für „Sport, Drogen und Unterhaltung“ steht.

Anschließend wechselte Cam’ron zu Jay-Zs Roc-a-Fella Records und veröffentlichte dort sein erfolgreichstes Album Come Home with Me, das von der RIAA Platin erhielt. Im Zuge dieses Erfolgs etablierte sich auch sein Kollektiv The Diplomats in der Hip-Hop-Szene, um das Mitte der 2000er ein Hype entstand und das mit eigenen Kleidungs- und Rapstilen einige Trends setzte, wovon kommerziell vor allem Jim Jones und Juelz Santana profitierten.[3]

Nach der Veröffentlichung von Cam’rons viertem Studioalbum Purple Haze kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit Jay-Z und Cam’ron verließ Roc-a-Fella. Für Aufsehen sorgte dann 2006 zum Einen ein Vorfall, bei dem Cam’ron bei einem auf ihn verübten Carjacking-Versuch angeschossen wurde, es jedoch noch schaffte mit einer Schusswunde im Arm selbst zum Krankenhaus zu fahren und zum Anderen der Diss You Gotta Love It, der sich an Jay-Z richtete. Obwohl letzterer in Internetforen und auf Mixtapes große Resonanz hervorrief, konnte das zugehörige Album Killa Season – das von einem gleichnamigen Direct-to-DVD-Film begleitet wurde – sich zwar noch auf Rang 2 der Billboard 200 positionieren, jedoch nicht die Verkaufszahlen der Vorgänger erreichen.

Diese Entwicklung setzte sich mit dem 2009 erschienenen Werk Crime Pays fort und anschließend brachte Cam’ron nur noch 2010 und 2011 die zwei Kollaboalben Heat in Here, Vol. 1 und Gunz n’ Butta mit Vado heraus.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1998 Confessions of Fire 95
(1 Wo.)
6 Gold
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juli 1998
Verkäufe US: 500.000+
2000 S.D.E. 14
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. September 2000
2002 Come Home with Me 87
(3 Wo.)
2 Platin
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Mai 2002
Verkäufe US: 1.000.000+
2004 Purple Haze 20 Gold
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2004
Verkäufe US: 500.000+
2006 Killa Season 2
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Mai 2006
2009 Crime Pays 3
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2009

Kollaboalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2010 Heat in Here Vol. 1 146
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Mai 2010
mit Vado
2011 Gunz n’ Butta 78
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. April 2011
mit Vado

EPs und Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: The Purple Mixtape of Rocafella’s Rap
  • 2004: Purple Haze Mixtape
  • 2007: 50 Killa Season
  • 2007: Public Enemy #1
  • 2009: Boss of All Bosses (mit DJ Drama & Vado)
  • 2010: Boss of All Bosses 2 (mit DJ Drama & Vado)
  • 2010: Boss of All Bosses 2.5 (mit DJ Drama & Vado)
  • 2011: Boss of All Bosses 3 (mit DJ Drama & Vado)
  • 2012: UNLostFiles (mit Vado)
  • 2012: UNLostFiles 2 (mit Vado)
  • 2013: Ghetto Heaven, Vol. 1
  • 2014: 1st of the Month, Vol. 1
  • 2014: 1st of the Month, Vol. 2
  • 2014: 1st of the Month, Vol. 3
  • 2014: 1st of the Month, Vol. 4
  • 2014: 1st of the Month, Vol. 5
  • 2014: 1st of the Month, Vol. 6
  • 2015: Berner & Cam'Ron "Contraband"

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1998 Horse & Carriage
Confessions of Fire
12
(4 Wo.)
41
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. April 1998
feat. Mase
1999 Let Me Know
S.D.E.
99
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1999
2000 What Means the World to You
S.D.E.
83
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 2000
2002 Oh Boy
Come Home with Me
70
(4 Wo.)
13
(9 Wo.)
4
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. April 2002
feat. Juelz Santana
Hey Ma
Come Home with Me
58
(7 Wo.)
81
(1 Wo.)
8
(10 Wo.)
3
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. August 2002
feat. Juelz Santana
2004 Girls
Purple Haze
25
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2004
feat. Mona Lisa
2005 Down and Out
Purple Haze
94
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Januar 2005
feat. Kanye West und Syleena Johnson

ohne Chartplatzierung (Auswahl)

  • Welcome to New York City – feat. Jay-Z und Juelz Santana
  • Touch It or Not – feat. Lil Wayne
  • Killa Cam
  • Killa Season – feat. Juelz Santana
  • Wet Wipes – Jay-Z Diss
  • Get'em Daddy
  • Purple Haze Remix – feat. Lloyd Banks und Jadakiss
  • Curtis – 50 Cent Diss
  • Glitter
  • Get in Ohio
  • My Job
  • Cookies ’n’ Apple Juice
  • Dipsh*ts – feat. A-Trak
  • So Bad – feat. Nicki Minaj und Yummy Bingham

Singles als Gastmusiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2003 Boy (I Need You)
Charmbracelet
73
(3 Wo.)
78
(7 Wo.)
17
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. März 2003
feat. Mariah Carey
2005 Gone
Late Registration
18
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. August 2005
feat. Kanye West und Consequence

ohne Chartplatzierung (Auswahl)

  • Certified Gangstas RMX – Jim Jones feat. The Game, Cam’Ron und Bezel
  • Fantastic Four – DJ Clue feat. Cam’Ron, Big Punisher, Noreaga und Canibus

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 1998: für das Album „Confessions of Fire“
    • 2005: für das Album „Purple Haze“

Platin-Schallplatte

Land Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Quellen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2 1 riaa.com
Insgesamt 2 1

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Die Straßen Harlems
  • 2005: State Property 2 (Nebenrolle)
  • 2006: Killa Season
  • 2013: Percentage

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cam’ron – laut.de-Biographie. laut.de, abgerufen am 5. Februar 2017.
  2. Steve Huey: Mase – Artist Biography. AllMusic, abgerufen am 5. Februar 2017 (englisch).
  3. The Diplomats – laut.de-Biographie. laut.de, abgerufen am 5. Februar 2017.
  4. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]