Campolara (Burgos)

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Gemeinde Campolara
Campolara – Iglesia de Santa Catalina
Campolara – Iglesia de Santa Catalina
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Campolara (Burgos) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Sierra de la Demanda (Comarca)
Koordinaten 42° 7′ N, 3° 19′ WKoordinaten: 42° 7′ N, 3° 19′ W
Höhe: 970 msnm
Fläche: 13,24 km²
Einwohner: 61 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 4,61 Einw./km²
Postleitzahl: 09650
Gemeindenummer (INE): 09066 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Campolara

Campolara ist ein Ort und eine zur bevölkerungsarmen Region der Serranía Celtibérica gehörende Gemeinde (municipio) mit nur noch 61 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Süden der spanischen Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kleine Bergdorf Campolara liegt auf etwa 970 m Höhe am südwestlichen Rand der Berglandschaft der Sierra de la Demanda im Süden der Provinz Burgos. Die Entfernung nach Burgos beträgt ca. 41 km (Fahrtstrecke) in nordwestlicher Richtung; der nächstgrößere Ort ist die etwa 23 km südlich gelegene Kleinstadt Salas de los Infantes; sehenswert sind auch die Ruinen des Klosters San Pedro de Arlanza (knapp 15 km südwestlich), das mittelalterliche Städtchen Covarrubias (ca. 22 km südwestlich) und die nur ca. 6 km westlich gelegene westgotische Kirche Santa María de Quintanilla de las Viñas. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 560 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2018
Einwohner 316 335 361 97 61[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe haben seit den 1950er Jahren zu einem Mangel an Arbeitsplätzen und in der Folge zu einer Abwanderung eines Großteils der Bevölkerung in die größeren Städte geführt (Landflucht).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner von Campolara leben im Wesentlichen von der Viehzucht, d. h. von der Milch- und Käsewirtschaft; Ackerbau war und ist aufgrund der kalten und felsigen Höhenlage nur in begrenztem Umfang möglich. In den letzten Jahrzehnten spielt auch der Tourismus (Tagesausflügler und Vermietung von Ferienwohnungen) eine zunehmend wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der kleinen Berggemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Geschichte Campolaras ist kaum etwas bekannt. Der Ort war wahrscheinlich schon im Mittelalter besiedelt; er gehörte zur historisch bedeutsamen Landschaft der Tierra de Lara.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche des Ortes ist der hl. Katharina von Alexandrien geweiht. Der schlichte nahezu fensterlose Bau hat einen Glockenturm (campanario) im Westen und ein einfaches Renaissance-Portal auf der Südseite.
  • Am Ortsrand befindet sich eine Quelle mit zwei hintereinander in den Boden eingelassenen Waschplätzen (lavaderos), die aber auch als Viehtränken (abrevaderos) genutzt wurden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Campolara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Campolara – Klimatabellen
  3. Campolara – Bevölkerungsentwicklung
  4. Tierra de Lara – Dörfer