Canaletto-Blick (Wien)

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Bellotos Bild Wien, vom Belvedere aus gesehen aus 1758–61
Eine moderne Variante des Wiener Canaletto-Blicks

Beim sogenannten Canaletto-Blick auf Wien handelt es sich um eine Perspektive der Wiener Innenstadt vom oberen Schloss Belvedere aus, die von Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, populär gemacht wurde. Die originale Bildvorlage zeigt die Stadt Wien um die Mitte des 18. Jahrhunderts, die Kuppel der Karlskirche, der Turm des Stephansdoms und die Kuppel der Salesianerinnenkirche stellen vertikale Dominanten. Im Vordergrund sieht man die Gärten des Belvedere. Weitere auf Bellottos Ölgemälde sichtbare und bis heute bestehende Sehenswürdigkeiten sind das Palais Schwarzenberg und das Untere Belvedere.

Ungeachtet des Wachstums Wiens im 19. Jahrhundert und der Entfestigung der Stadt blieb der Gesamteindruck des Canaletto-Blicks weitgehend intakt und wurde von zahlreichen Künstlern nachgestaltet. Auch der Bau des Hotels Intercontinental führte hier nur zu marginalen Veränderungen. Die wiederholt auftretenden Pläne, nahe dem historischen Zentrum Wiens Hochhäuser zu errichten, wurden und werden allerdings stets im Zusammenhang mit dem Canaletto-Blick diskutiert (Umgebungsschutz). Deshalb spielt er auch im Wiener Hochhauskonzept eine Rolle.

Bellottos Originalgemälde befindet sich heute im Kunsthistorischen Museum. Einen weiteren Canaletto-Blick auf der Basis einer Stadtansicht von Bernardo Bellotto findet man in Dresden. Auch diese Vedute des linksseitigen Elbeufers spielte eine wesentliche Rolle im Rahmen stadtplanerischer Diskussionen, nämlich in der Debatte um die Art des Wiederaufbaus des schwer zerstörten Stadtzentrums von Dresden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Canaletto-Blick (Wien) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien