Canet (Aude)

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Canet
Wappen von Canet
Canet (Frankreich)
Canet
Region Okzitanien
Département Aude
Arrondissement Narbonne
Kanton Le Sud-Minervois
Gemeindeverband Communauté de communes Région Lézignanaise, Corbières et Minervois
Koordinaten 43° 14′ N, 2° 51′ OKoordinaten: 43° 14′ N, 2° 51′ O
Höhe 18–37 m
Fläche 14,04 km2
Einwohner 1.671 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 119 Einw./km2
Postleitzahl 11200
INSEE-Code

Canet – Église Saint-Martin

Canet (okzitanisch: gleichlautend) ist ein Ort und eine Gemeinde mit 1.671 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Süden Frankreichs im Département Aude in der Region Okzitanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Canet liegt etwa einen Kilometer südlich des Flusses Aude im Osten des Berglands der Corbières in einer Höhe von etwa 25 m. Die nächstgrößere Stadt, Narbonne, befindet sich ca. 16 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bischöfe von Narbonne waren vom frühen Mittelalter (782) an bis zur Französischen Revolution Grundherrn (seigneurs) von Canodo. Seit Beginn des 12. Jahrhunderts hatten auch die Grafen von Carcassonne Grundbesitz in Canet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2012
Einwohner 1.030 910 837 939 1.072 1.203 1.546

Im 19. Jahrhundert stieg die Zahl der Einwohner von etwa 500 auf über 1.400 Personen an. Die Reblauskrise im Weinbau und die Mechanisierung der Landwirtschaft führten seitdem zu einem kontinuierlichen Bevölkerungsrückgang. Die Nähe zur Großstadt Narbonne hat in den letzten Jahrzehnten wieder zu einem Anstieg der Einwohnerzahlen geführt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Großteil der landwirtschaftlichen Flächen ist dem Weinbau vorbehalten. Einige der hügeligen Weinfelder liegen innerhalb der geschützten Herkunftsbezeichnung Corbières (AOC); andere werden über die Appellationen Aude, Languedoc, Pays Cathare sowie Pays d’Oc vermarktet. Einige leerstehende Häuser sind zu Ferienwohnungen (gîtes) umgewandelt worden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von der mittelalterlichen Burg (château) sind nach den Zerstörungen während und nach der Französischen Revolution nur spärliche Reste geblieben.
  • Die örtliche Pfarrkirche (Église Saint-Martin) macht einen ländlich gotischen Eindruck und dürfte aus dem 13./14. Jahrhundert stammen. Der im romanischen Stil errichtete Glockenturm ist dagegen ein Werk des 19. Jahrhunderts.
  • Die Kapelle Notre-Dame des Vignes stammt aus dem Jahr 1858 und war ursprünglich die Grablege der wohlhabenden Familie Roussignol-Jaloux; nach der Erweiterung des örtlichen Friedhofs wurden deren Gebeine dorthin verbracht.
Umgebung
  • Eine dem Bischof von Narbonne gehörende Mühle wird bereits im Jahr 1237 erwähnt; der viereckige Wehrturm könnte noch aus dieser Zeit stammen. Später wurde das Obergeschoss des Turms in ein Taubenhaus (pigeonnier) umgewandelt. Der in Ruinen liegende heutige Bau ist überwiegend ins 18. Jahrhundert zu datieren; er ist seit dem Jahr 1948 als Monument historique[1] anerkannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Canet (Aude) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Moulin fortifiée, Canet in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)