Canillas de Esgueva

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Gemeinde Canillas de Esgueva
Canillas de Esgueva – Ortsansicht
Canillas de Esgueva – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Canillas de Esgueva (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Valladolid
Comarca: Páramos del Esgueva
Koordinaten 41° 45′ N, 4° 8′ WKoordinaten: 41° 45′ N, 4° 8′ W
Höhe: 795 msnm
Fläche: 23,52 km²
Einwohner: 72 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 3,06 Einw./km²
Postleitzahl: 47185
Gemeindenummer (INE): 47034 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Canillas de Esgueva

Canillas de Esgueva ist ein Ort und eine Gemeinde mit nur noch 72 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Valladolid in der Region Kastilien-León in Spanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Canillas de Esgueva liegt in der Iberischen Meseta auf dem Südufer des Río Esgueva knapp 60 km (Fahrtstrecke) östlich von Valladolid bzw. gut 21 km nördlich der sehenswerten Kleinstadt Peñafiel in einer Höhe von ca. 795 m. Das Klima im Winter ist kalt, im Sommer dagegen warm bis heiß; der spärliche Regen (ca. 450 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 465 516 527 131 75[3]

Der deutliche Bevölkerungsrückgang seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft, den daraus resultierenden Mangel an Arbeitsplätzen und die Abwanderung vieler Familien in die größeren Städte zurückzuführen (Landflucht).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner lebten jahrhundertelang hauptsächlich als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch ein wenig Viehzucht (Schafe, Ziegen, Hühner) und in geringem Umfang auch der Weinbau gehörte. Erwirtschaftete Überschüsse konnten wegen der großen Entfernungen zu den städtischen Märkten nur schwer verkauft werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 8. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Mauren erobert, doch bereits im frühen 10. Jahrhundert eroberten asturisch-leonesische Heere die Gebiete nördlich des Duero zurück (reconquista). Ende des 10. Jahrhunderts machte der maurische Heerführer Almansor die christlichen Erfolge vorübergehend wieder zunichte. Im 11. Jahrhundert dehnte das Königreich León sein Herrschaftsgebiet erneut bis zur Duero-Grenze aus. Nach vorangegangenen Fehlversuchen vereinigte sich León im Jahr 1230 endgültig mit dem aufstrebenden Königreich Kastilien.

Canillas de Esgueva – Burgruine

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von der bereits im 11. Jahrhundert zur Verteidigung der Region gegen kastilische Gebietsansprüche erbauten örtlichen Burg (castillo) ist nichts mehr erhalten. Die beiden noch sichtbaren runden Ecktürme gehören zu einer Umbaumaßnahme der Zeit um 1500. Große Teile der spätmittelalterlichen Burg standen noch bis weit ins 20. Jahrhundert; im Jahr 1970 wurde das meiste jedoch zerstört.[4]
  • Die Bausubstanz der örtlichen Pfarrkirche San Miguel Arcángel ist in weiten Teilen noch romanisch. Der – anders als die Kirche – aus exakt behauenen Steinen errichtete und mit einer umlaufenden Brüstung versehene Glockenturm (campanario) und das Stichkappengewölbe des Kirchenschiffs (nave) wurden jedoch im 17. und 18. Jahrhundert erneuert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Canillas de Esgueva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Canillas de Esgueva – Klimatabellen
  3. Canillas de Esgueva – Bevölkerungsentwicklung
  4. Canillas de Esgueva – Castillo