Canines Parvovirus

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Canines Parvovirus
Canines Parvovirus.jpg

Canines Parvovirus

Systematik
Klassifikation: Viren
Realm: Monodnaviria[1][2]
Reich: Shotokuvirae[1]
Phylum: Cossaviricota[1]
Klasse: Quintoviricetes[1]
Ordnung: Piccovirales[1]
Familie: Parvoviridae
Unterfamilie: Parvovirinae
Gattung: Protoparvovirus
Art: Feline panleukopenia virus
Unterart: Canines Parvovirus
Taxonomische Merkmale
Genom: (+) und (−)ssDNA, linear
Baltimore: Gruppe 2
Symmetrie: helikal
Hülle: unbehüllt
Wissenschaftlicher Name
Carnivore protoparvovirus 1
Kurzbezeichnung
CPV-2
Links
Diagramm des Kapsids der Species Carnivore protoparvovirus 1 aus 60 Monomeren des Kapsidproteins (CP).

Das Canine Parvovirus 2 (CPV-2, offiziell Carnivore protoparvovirus 1) ist ein Virus, welches bei Hunden die Parvovirose auslöst. Das CPV ist ein unbehülltes DNA-Virus von etwa 18 bis 26 Nanometern Durchmesser. 1978 wurde es erstmals aus Hunden mit hochakuten Infektionen isoliert und als Virustyp 2 (CPV-2) bezeichnet. Diese Bezeichnung mit der fortlaufenden Nummer 2 rührt daher, da ein erstmals 1968 als Minute Virus of Canines (MCV) beschriebener Erreger (alternativ Canines Bocavirus, offiziell Carnivore bocaparvovirus 1 genannt) fälschlicherweise als CPV-1 bezeichnet wurde.[3] Dieses MCV trat lediglich bei Hunden mit leichten Durchfällen auf, seine Pathogenität ist umstritten.

Wahrscheinlich übersprang das CPV-2 die Artenbarriere und entstand – wie das Virus der infektiösen Panleukopenie der Marderartigen – durch Mutation aus dem felinen Parvovirus (FPV), dem Auslöser der Katzenseuche. Die im FPV verschlüsselten Erbinformationen stimmen zu 99 % mit denen des CPV-2 überein.

Mutationen des CPV-2, die sich durch Änderungen der Aminosäuresequenz im sogenannten VP2-Protein auszeichnen, wurden kurz nach dem Auftreten beobachtet. Diese als CPV-2a und -2b bezeichneten Typen breiteten sich rasch weltweit aus. CPV-2a und -2b sind für Hauskatzen ebenfalls wieder infektiös, wenngleich die Krankheit hier meist subklinisch verläuft. 2000 trat in Italien erstmals eine weitere Mutante auf (CPV-2c), die sich mittlerweile über ganz Europa und nach Südamerika verbreitet hat.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katrin Hartmann und Peter F. Suter: Virusinfektionen. In: Peter F. Suter und Hans G. Niemand (Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik. Paul-Parey-Verlag, 10. Auflage 2006, ISBN 3-8304-4141-X, S. 276–290.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e ICTV: ICTV Taxonomy history: Primate erythroparvovirus 1, EC 51, Berlin, Germany, July 2019; Email ratification March 2020 (MSL #35)
  2. Peter J. Walker: 2019.005G.U.v1.Monodnaviria, auf: ICTV Proposals, 19. Oktober 2019
  3. N. James MacLachlan, Edward J. Dubovi (Hrsg.): Fenner's Veterinary Virology, 5th Edition, 2016, ISBN 978-0-12-800946-8, doi:10.1016/C2013-0-06921-6. Siehe auch Canine Parvovirus, auf: ScienceDirekt, linke Spalte: Fenner's Veterinary Virology, Laboratory Techniques in Biochemistry and Molecular Biology, 1999
  4. A. Cavalli et al.: La variation GLU-426 del parvovirus del cane tipo 2 (CPV-2) è diffusa in Italia. Veterinaria 19, S. 29–33