Hanf als Arzneimittel

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Medizinisches Marihuana aus den USA
Mann mit kalifornischer Medical Marijuana Identification Card

Hanf als Arzneimittel (Medizinalhanf) bezeichnet den therapeutischen Einsatz der Hanfpflanze und ihrer Wirkstoffe, der Cannabinoide. Von diesen stehen Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) im Forschungs- und Behandlungsmittelpunkt. Cannabis ist der lateinische Name der Gattung Hanf und wird umgangssprachlich auch für Marihuana und Haschisch verwendet.

Gut dokumentiert und nachgewiesen ist die Wirksamkeit von Cannabis in der Schmerztherapie, bei multipler Sklerose, Übelkeit, Erbrechen und Kachexie. Darüber hinaus weisen zahlreiche, meist vorklinische Studien an Tiermodellen auf ein mögliches arzneiliches Potential von medizinischem Cannabis hin, z.B. bei:[1]

Die medizinische Anwendung von Cannabis und Cannabinoiden wird derzeit intensiv weiter erforscht.

In Deutschland und Österreich ist Cannabis (d. h. die zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen und Pflanzenteile) ausschließlich dann ein verkehrs- und verschreibungsfähiges Arzneimittel, wenn es in Zubereitungen vorliegt, die als Fertigarzneimittel zugelassen sind, oder (in Deutschland) aus Anbau zu medizinischen Zwecken unter staatlicher Kontrolle stammt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cannabis Sativa, Wiener Dioskurides aus dem Jahr 512
Cannabisabbildung, aus Köhler’s Medizinal-Pflanzen
Cannabisextrakt Anfang 20. Jahrhundert

Die Verwendung von Cannabis als Arzneimittel hat eine jahrtausendealte Tradition.[3][4] Älteste Hinweise auf die medizinische Verwendung datieren in das Jahr 2737 vor Christus, in dem der chinesische Kaiser Shen Nung das Harz von Cannabis als Heilmittel bei Beriberi, Verstopfung, Frauenkrankheiten, Gicht, Malaria, Rheumatismus und Geistesabwesenheit empfahl,[5] überliefert durch das älteste bekannte Heilpflanzenkompendium Shennong ben cao jing. In Ägypten wurde der Papyrus Ebers gefunden, einer der ältesten noch erhaltenen Texte überhaupt und zudem einer der ältesten bekannten Texte mit medizinischen Themen. In diesem 3500 Jahre alten Papyrus wird Cannabis als Heilmittel für den Zehennagel empfohlen.[6]

Nach Überlieferung soll die Äbtissin Hildegard von Bingen (1098–1179) Hanf als Medizin in ihren Schriften erwähnt haben. In die europäische Schulmedizin fand Cannabis Einzug über den 1839 veröffentlichten Bericht des irischen Arztes William Brooke O’Shaughnessy (1809–1890), der im Rahmen seiner ärztlichen Tätigkeit während seiner Stationierung im indischen Kalkutta eine schmerzstillende, krampflösende und muskelentspannende Wirkung nach Anwendung von Cannabis indica (indischer Hanf) feststellte. Auf Basis seiner Beobachtungen und Studien empfahl O’Shaughnessy die Anwendung von Cannabis bei Rheuma, Cholera und Tetanus.[7]

Ein populäres Cannabis-Fertigarzneimittel des 19. Jahrhunderts war das Schlafmittel Bromidia in den USA, ein Elixier aus Cannabis- und Bilsenkrautextrakten in Kombination mit Kaliumbromid („Bromkalium“) und Chloralhydrat.[8][9] Ansonsten waren besonders auch ethanolische Extrakte aus Cannabiskraut (Extractum Cannabis, Tinctura Cannabis) gängig, die jedoch vor vielen Jahren aus den Arzneibüchern gestrichen wurden.[10]

In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts verschwanden Cannabispräparate vom Markt. Es wurden moderne und besser wirksame Arzneimittel entwickelt, die von einer möglichen fehlenden Standardisierung der Cannabispräparate nicht betroffen waren. Rechtliche Einschränkungen aufgrund der behaupteten Gefährlichkeit von Cannabis als Rauschmittel verhinderten die medizinische Verwendung (vgl. auch Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel). Nur in der ehemaligen DDR stellten die Leipziger Arzneimittelwerke bis 1990 das pflanzliche Fertigarzneimittel "Plantival" her, welches als Bestandteil Cannabis sativa enthielt.[11]

1944 erschien in den USA der La-Guardia-Report des La Guardia Committees, einer vom damaligen New Yorker Bürgermeister Fiorello LaGuardia eingesetzten Expertengruppe, die viele dem Cannabiskonsum zugeschriebene negative soziologische, psychologische und medizinische Auswirkungen nicht bestätigt fand.[12] Daraufhin hatte der Leiter der damaligen US-amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde Federal Bureau of Narcotics (FBN), Harry J. Anslinger, angedroht, jegliche weiteren Forschungsarbeiten zu Cannabis hart zu bestrafen.[13]

Die moderne Cannabis-Forschung begann mit der Isolierung des psychotropen Hauptwirkstoffes Δ9-THC im Jahre 1964 durch Raphael Mechoulam. Ein weiterer Meilenstein in der Cannabis-Forschung war die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems mit seinen Rezeptoren und endogenen Liganden ab Ende der 1980er Jahre, das die Basis für das Verständnis der Wirkungsweise der Cannabinoide bildet. Selbst das Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste der Vereinigten Staaten ließ am 21. April 1999 das Patent US6630507 B1 „Cannabinoids as antioxidants and neuroprotectants“ als ursprünglich Bevollmächtigter eintragen.[14]

In Deutschland setzt sich die „Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin“, kurz IACM (früherer Name: „Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin“, AMC), seit 1997 für die medizinische Verwendung von Cannabis ein.

Therapeutische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflanzlichen Cannabisprodukten wird ein positiver Effekt unter anderem bei Spastizität im Zusammenhang mit multipler Sklerose, bei spastischen Lähmungen, bei Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit Chemo- und Strahlentherapie bei Krebserkrankungen und mit HIV-Medikation, bei chronischen neuropathischen Schmerzen, beim Tourette-Syndrom und in der palliativen Behandlung von Krebs und AIDS zugesprochen.[15][16]

Die genannten Anwendungsgebiete ergeben sich im Wesentlichen aus den Wirkungen der Inhaltsstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Da es bei Krebskranken als Nebenwirkung der Chemotherapie oft zu großer Übelkeit und Erbrechen kommt und auch schon alleine der Geruch von Essen unerträglich sein kann, kann Cannabis durch seine antiemetische (Brechreiz lindernde) Wirkung diese Übelkeit vermindern und durch seine appetitanregende Wirkung zu der erwünschten Gewichtszunahme führen. Den appetitanregenden Effekt von Cannabis macht man sich auch in der AIDS-Therapie zu Nutze. Neben der Therapie ist es oft eine mangelnde Nahrungsaufnahme, die den Körper zusätzlich schwächt.

Die antiataktische (bei gestörten Bewegungsabläufen koordinierende) und antispastische (krampflösende) Wirkung der Cannabis-Wirkstoffe begründet die Anwendung zur Unterdrückung von Spasmen, Lähmungen und Krämpfen, wie sie bei Multipler Sklerose auftreten. Es kann die Krankheit zwar nicht heilen, aber die Symptome der Krankheit unterdrücken und dem Patienten so sein Leben erleichtern.

Aufnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Studie (2001) legt nahe, dass medizinisches Cannabis durch orale Applikation oder Vaporisieren (Inhalieren) heilsamer wirkt, da die komplexe Wirkstoffkombination besser aufgenommen werde und karzinogene Verbrennungsprodukte vermieden werden.[17] Auch kam die Studie Effect of intrapulmonary tetrahydrocannabinol administration in humans (2008) zu dem Schluss, dass das Verdampfen mit dem Vaporizer eine sinnvolle Methode zur Verabreichung von THC ist.[18]

Nebenwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nebenwirkungen einer Cannabistherapie können Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, erhöhter Puls („Herzrasen“, Tachykardie), Blutdruckabfall, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, gerötete Augen, Atemprobleme, psychische Störungen und eine Reihe weiterer unerwünschter Wirkungen auftreten, die auch von der Art der Verabreichung, der Dosis und Therapiedauer sowie von einer Vielzahl weiterer Faktoren abhängen.[19]

Arzneiliche Cannabis- und Cannabinoid-Zubereitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cannabisblüten und Cannabisextrakte mit standardisierten Wirkstoffgehalten sowie synthetische Cannabinoide können bei verschiedenen Krankheitsbildern medizinisch angezeigt sein, wobei die Verschreibungsfähigkeit national verschieden geregelt ist. In Deutschland können Ärzte aller Fachrichtungen – ohne besondere Zusatzqualifikation – Dronabinol (sowohl als Fertig- als auch als Rezepturarzneimittel), Nabilon und das Cannabis-basierende Sublingualspray Sativex auch off-label (außerhalb der zugelassenen Indikationen) im Rahmen eines individuellen Heilversuchs verordnen, wenn sich Arzt und Patient davon einen Nutzen versprechen.

Pflanzliche Cannabiszubereitungen enthalten neben den Hauptwirkstoffen eine Reihe an natürlich vorkommenden Cannabinoiden, so dass sie sich in ihrem Wirkprofil von den isolierten Einzelsubstanzen unterscheiden können. Weitere auf Cannabisextrakt basierende Mittel, die auf einen festen Gehalt an THC und ggf. auch anderer Cannabinoide standardisiert sind, sind in der Entwicklung (Kapseln für die perorale Verabreichung, Sublingualtabletten).

Weniger arzneilich verwendet werden das Hanföl und das ätherische Hanföl. Nicht arzneilich verwendet werden das antiemetisch und psychoaktiv wirksame THC-Strukturanalogon Levonantradol oder das Nabitan.

Medizinische Cannabisblüten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bediol, Cannabis flos aus den Niederlanden
Bedrocan, Cannabis flos aus den Niederlanden

In Deutschland können Patienten seit dem 10. März 2017 medizinische Cannabisblüten (lat. „Cannabis flos“ ) auf Rezept bekommen, wobei die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Der Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken wird unter staatlicher Aufsicht (Cannabisagentur) ermöglicht (siehe → Hanf als Arzneimittel, Deutschland). Bis zur Lieferfähigkeit aus deutschem Anbau wird der Bedarf über Importe gedeckt.

Cannabisblüten sind in den Niederlanden in fünf Varietäten mit verschiedenen CBD- und THC-Nenngehalten verschreibungspflichtig für die Human- und Tiermedizin erhältlich[20]: Bedrocan (THC ca. 22 %; CBD <1 %), Bedrobinol (THC ca. 13,5 %; CBD <1 %), Bediol (THC ca. 6,3 %; CBD ca. 8 %), Bedica (THC ca. 14 %; CBD <1 %; gemahlene Blüten), sowie Bedrolite (THC <1 %; CBD ca. 9 %). Der Verkaufspreis wird mit 34,50 € exkl. 6 % MwSt. für 5 g Blüten angegeben (Stand Dezember 2015).[21] Die Cannabisblüten werden in den Niederlanden unter staatlicher Aufsicht angebaut, der Handel untersteht dem Bureau voor Medicinale Cannabis (BMC).

In Österreich ist die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) durch das Suchtmittelgesetz ermächtigt, Cannabis zwecks Gewinnung von Wirkstoffen für die Arzneimittelherstellung anzubauen, um sie an Gewerbetreibende mit Herstellungserlaubnis oder Handelserlaubnis für Arzneimittel und Gifte abzugeben.[22] Ein Abnehmer ist das deutsche Unternehmen Bionorica, das daraus Cannabinoide gewinnt.[23]

Sativex (Nabiximols)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Nabiximols

Das Mundspray mit den Handelsnamen Sativex (Wirkstoff: Nabiximols, bestehend aus pflanzlichem THC und CBD) ist in Kanada, Großbritannien, Tschechien, Dänemark und Deutschland zugelassen.

Die Zulassung umfasst die Behandlung von neuropathischen Schmerzen und Spasmen bei multipler Sklerose sowie zur Behandlung von Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen in Zusammenhang mit Krebs- und AIDS-Erkrankungen. In Kanada umfasst die Zulassung die begleitende Behandlung von neuropathischen Schmerzen bei multipler Sklerose und die Schmerzbehandlung von Krebspatienten, bei denen eine Therapie mit Opioiden nicht anschlägt.[24]

Der Zulassung in Deutschland vorangegangen war im Mai 2011 die Umstufung von Cannabisextrakt als nicht verkehrsfähigem Betäubungsmittel (Anlage I des deutschen Betäubungsmittelgesetzes, BtMG) in die Gruppe der verschreibungsfähigen Betäubungsmittel (Anlage III des BtMG; nur als Fertigarzneimittel).[25]

Dronabinol[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Dronabinol

Dronabinol ist ein teilsynthetisch hergestellter Stoff, der in Deutschland verkehrs- und verschreibungsfähig im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes ist. Dronabinol ist eine zu Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) absolut strukturidentische Substanz, so dass beide Bezeichnungen teilweise synonym verwendet werden. In Deutschland ist Dronabinol nicht zugelassen; für die individuelle Therapie kann Dronabinol jedoch als Rezepturarzneimittel verordnet werden oder in Form des in den USA zugelassenen Fertigarzneimittels als Einzelimport gemäß § 73 AMG von dort bezogen werden. In den USA ist ein dronabinolhaltiges Fertigpräparat zur Behandlung der mit einem Gewichtsverlust einhergehenden Appetitlosigkeit (Anorexie) bei AIDS-Patienten sowie zur Behandlung von durch Zytostatika verursachte Übelkeit und Erbrechen in der Krebstherapie zugelassen.

Nabilon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Nabilon

Der vollsynthetisch hergestellte THC-Abkömmling Nabilon ist wie Dronabinol in Deutschland als Betäubungsmittel verkehrs- und verschreibungsfähig, aber seit 1991 nicht mehr als Fertigarzneimittel im Markt. Präparate gibt es beispielsweise noch in Kanada oder in Großbritannien.[26] Sie sind angezeigt zur Behandlung von Appetitlosigkeit und Abmagerung (Kachexie) bei AIDS-Patienten sowie zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei Chemo- und Strahlentherapie im Rahmen einer Krebstherapie.

Cannabis- und Cannabinoid-Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krebs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Übersichtsstudie von Juni 2014 wurde festgestellt, dass eine klinische Forschung zu möglichen Wirkungen gegen Krebs noch nicht existiert. Wegen der komplexen Chemie der hier wirksamen Cannabis-Komponenten habe es bislang nur vorklinische Studien (an Tiermodellen) gegeben. Weit verbreitet sei jedoch die Anwendung verschiedener Cannabis-Produkte zur Linderung belastender Nebenwirkungen von Krebsbehandlungen wie Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Auch hier seien die klinischen Daten unvollkommen, aber zumindest gebe es neuere Studien, die über Erfolge mit einer Kombination von Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) bei der Schmerztherapie von Krebspatienten berichteten.[27]

ADHS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine mögliche Anwendung von Cannabinoiden bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung wird diskutiert. Brauchbare Erkenntnisse liegen jedoch noch nicht vor.[28]

Chronisches Schmerzsyndrom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Metaanalyse von 2015 bezüglich der vorliegenden Forschungsliteratur kam zu dem Ergebnis, dass Cannabinoide bei chronischem Schmerzsyndrom angezeigt sein könnten, wenn andere Therapien erfolglos waren. Weitere Studien seien nötig, um die Auswirkungen der Dauer einer Behandlung und die beste Form der Verabreichung einschätzen zu können.[29]

Posttraumatische Belastungsstörung und Angst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Überblicksartikel von 2012 berichtete, dass Cannabinoide bei der posttraumatischen Belastungsstörung und bei der Angstlösung nützlich sein könnten.[30] Forschung bezüglich der Symptomatik bei US-Soldaten begann in den USA 2014, der US-Staat Colorado stellte dafür 2 Mio. USD zur Verfügung. Im April 2016 gab die DEA die Forschungsstätten an der Johns Hopkins University und in Arizona frei.[31][32][33]

Antidepressive Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorklinische Studien (Tiermodelle) zeigten antidepressive Effekte von Cannabidiol (CBD). Die Wirkungen sind jedoch hochkomplex, so dass mit klinischen Ergebnissen kurzfristig nicht zu rechnen ist.[34][35]

Diabetes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zusammenhänge zwischen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und der Wirkung von Cannabinoiden sind äußerst vielfältig. Einschätzungen zu Nutzen und Risiken einer eventuellen therapeutischen Anwendung sind nicht absehbar.[36]

Arteriosklerose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während das Rauchen von Cannabis, wie das Rauchen von Tabak, das Risiko von Arteriosklerose erhöht, gibt es vorklinische Anzeichen (bei Tiermodellen), dass bei anderer Einnahme Cannabinoide die Entwicklung von Arteriosklerose hemmen können.[37][38]

Einschätzung des Institute of Medicine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 veröffentlichte das US-amerikanische Institute of Medicine (IOM) der National Academy of Sciences den Report „Marijuana and Medicine: Assessing the Science Base“, der den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirkungen und Risiken der medizinischen Verwendung von Cannabis bzw. Cannabinoiden zusammenfasste.[39] Er beschreibt die Wirksamkeit und den therapeutischen Stellenwert von Cannabinoiden, vor allem THC, bei der Behandlung von Schmerz, Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates, Spastiken bei Multiple Sklerose, Arthritis, Depression, Übelkeit, Erbrechen und Anorexie. Dem Nutzen stünden jedoch deutliche Risiken durch das Cannabis-Rauchen gegenüber.

Die Zukunft des Einsatzes von Cannabinoiden in der medizinischen Behandlung liege deshalb nicht im Rauchen von Cannabis, sondern in synthetischen Substanzen, die auf das körpereigene Cannabinoid-System wirken. Bis solche Substanzen entwickelt werden, empfehlen die Autoren Übergangslösungen. Besonders für Patienten, die an chronischen Schmerzen, Nebenwirkungen einer Chemotherapie oder AIDS leiden und bei denen eine Cannabis-Therapie indiziert sei, gebe es zurzeit keine Alternativen zum Rauchen von Cannabis. Deswegen sei mehr Forschung über die Auswirkungen des Rauchens von Cannabis notwendig. Die physiologischen Effekte von synthetischen, pflanzlichen und körpereigenen Cannabinoiden müssten besser untersucht werden, auch müsse mehr Forschung zu wirksamen und sicheren Verabreichungsmethoden betrieben werden.

Rechtslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Rechtliche Aspekte von Hanf
Die weltweit rechtliche Situation von medizinischem Cannabis · Stand: April 2016
legal / teilweise legal
entkriminalisiert
keine zwingende Strafverfolgung
illegal
keine Information

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist Cannabis („Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen“) seit 2011[40] ein verkehrs- und verschreibungsfähiges Arzneimittel – sofern es „in Zubereitungen, die als Fertigarzneimittel zugelassen sind“ enthalten ist oder, seit März 2017,[41] aus staatlich kontrolliertem Anbau stammt.[42]

In anderen Formen war bis 2017 Cannabis lediglich für die Arzneimittelherstellung,[43] und nur mit Ausnahmegenehmigung nach § 3 Abs. 2 BtMG zum Erwerb von Cannabisblüten aus der Apotheke zur Anwendung im Rahmen einer ärztlich begleiteten Selbsttherapie für die therapeutische Verwendung verkehrsfähig.[44][45] 2007 war solch eine Ausnahmegenehmigung erstmals für eine an multipler Sklerose erkrankte Patientin erteilt worden, da eine solche Genehmigung nach dem Gesetz „nur ausnahmsweise zu wissenschaftlichen oder anderen im öffentlichen Interesse liegenden Zwecken“ möglich ist. Vorangegangen war die Legitimation durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes im Jahr 2005, das in dieser Sicherstellung der notwendigen medizinischen Versorgung der Bevölkerung einen im öffentlichen Interesse liegenden Zweck im Sinne des § 3 Abs. 2 BtMG sah.[46]

Die Bundesregierung beschloss am 4. Mai 2016 einen Gesetzesentwurf, der die Versorgung der Patienten mit natürlichem Cannabis und die Erstattungsfähigkeit durch die Krankenkassen ermöglichen soll[47] und der am 19. Januar 2017 vom Bundestag einstimmig verabschiedet wurde. Nach der am 9. März 2017 veröffentlichten Verkündung[48] können bedürftige, chronisch Schwerkranke Cannabis auf Rezept bekommen, wobei die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Ärzte sollen eigenverantwortlich entscheiden, ob eine Cannabis-Therapie sinnvoll ist, auch wenn im Einzelfall noch andere Behandlungsoptionen bestehen. Der Arzt darf einem Patienten im Monat bis zu 100 Gramm Cannabis in Form getrockneter Blüten oder bis zu 1 Gramm – bezogen auf den Δ9-THC-Gehalt – als Extrakt in standardisierter pharmazeutischer Qualität verschreiben (Änderung der §§ 1 und 2 BtMVV). Um die Versorgung sicherzustellen, wird der Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland ermöglicht. Dazu wird eine staatliche Cannabisagentur eingerichtet, die den Anbau und Vertrieb koordiniert und kontrolliert und am BfArM angesiedelt ist.[49] Der Eigenanbau bleibt weiterhin verboten (auch wenn es diesbezüglich bereits befristete Ausnahmegenehmigungen gibt[50]). Ausnahmegenehmigungen der Bundesopiumstelle am BfArM für den Erwerb von Medizinalhanfprodukten entfallen damit in Zukunft. Mit der am 10. März 2017 in Kraft getretenen Gesetzesänderung soll eine anonymisierte Begleitstudie des BfArM beginnen, um die Wirkung der Therapie mit Medizinalhanf besser zu ergründen.[51][52]

Der Deutsche Hanfverband begrüßte das neue Gesetzt grundsätzlich, kritisierte jedoch, dass dadurch vor allem der Eigenanbau verhindert werden solle. Der Geschäftsführer Georg Wurth sagte dazu:

Neben der Kostenersparnis für die Krankenkassen ist auch die riesige Sortenvielfalt beim Cannabis ein Thema. Manche Patienten haben positive Erfahrungen mit einer ganz bestimmten Sorte und wollen diese weiterhin nutzen.[53]

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im April 2016 in einem Revisionsverfahren einem unheilbar kranken Mann den Eigenanbau von Cannabis zu Selbsttherapie ausnahmsweise erlaubt.[54] Mit dem Urteil verpflichtete das Bundesverwaltungsgericht damit zum ersten Mal das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, eine Ausnahmeerlaubnis zum Eigenanbau von Cannabis zu erteilen, da das Betäubungsmittel für die medizinische Versorgung notwendig sei und keine gleich wirksame und erschwingliche Therapiealternative zur Verfügung stehe. Davon unberührt bleibe die Befugnis des BfArM, die Erlaubnis mit Nebenbestimmungen zu versehen.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich sind Zubereitungen aus Cannabis gemäß § 14 Zif. 3 Suchtgiftverordnung nicht verschreibbar. Ausgenommen sind lediglich zugelassene Fertigarzneimittel (Arzneispezialitäten).[55]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurzeit gehören Belgien, die Niederlande, Spanien, Italien, Finnland, Portugal, Tschechien, Israel, Kanada, Großbritannien, Neuseeland und 25 (aus 50) Bundesstaaten der USA zu den Staaten, in denen Cannabis oder seine Wirkstoffe arzneilich genutzt werden können.[56][57][58]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Hanf – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Hanf

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cannabis als Arzneimittel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Medienberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internationale Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente e.V. (IACM): Einsatzgebiete und Clinical Studies and Case Reports
  2. Deutschland: Änderung der Anlage III des BtMG vom März 2017. Österreich: Suchtgiftverordnung, ris.bka.gv.at.
  3. Cannabis: Hasch zur Therapie, Focus Online, 11. März 2008, abgerufen 09/2008.
  4. Medizin – Cannabis aus der Internet-Apotheke, Süddeutsche Zeitung, 19. Mai 2010.
  5. W. Emboden: Cannabis in Ostasien – Herkunft, Wanderung und Gebrauch. In: Rausch und Realität, Drogen im Kulturvergleich, Band 2. Hrsg.: G. Völger, K. von Welck, Rowohlt Taschenbuchverlag, Hamburg 1982.
  6. Transkription (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive), Papyros Ebers, Leipzig 1875.
  7. O’Shaughnessy, W.B. (1839) Case of Tetanus, Cured by a Preparation of Hemp (the Cannabis indica.), Transactions of the Medical and Physical Society of Bengal (Memento vom 21. Juli 2011 im Internet Archive) 8, 1838–1840, 462-469.
  8. Rainer-B. Volk: Therapie mit Cannabis und Co., in: Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 05/2009 vom 29. Januar 2009.
  9. antiquecannabisbook.com: Werbeanzeigen für Bromidia
  10. Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht: Drogenprofil Cannabis.
  11. ebb Heilsame Pflanze rehabilitiert? Neues Deutschland, Sozialistische Tageszeitung vom 20. Januar 1998, abgerufen 03/2017.
  12. The La Guardia Committee Report: The Marihuana Problem in the City of New York, 1944.
  13. Harry J. Anslinger, Will Oursler: Hemp Around Their Necks, 1961.
  14. Cannabinoids as antioxidants and neuroprotectants US 6630507 B1
  15. Clinical Studies and Case Reports, cannabis-med.org
  16. Mary E. Lynch, Paula Cesar-Rittenberg, Andrea G. Hohmann: A Double-Blind, Placebo-Controlled, Crossover Pilot Trial With Extension Using an Oral Mucosal Cannabinoid Extract for Treatment of Chemotherapy-Induced Neuropathic Pain. In: Journal of Pain and Symptom Management. 47, 2014, S. 166–173, doi:10.1016/j.jpainsymman.2013.02.018.
  17. Franjo Grotenhermen: Harm Reduction Associated with Inhalation and Oral Administration of Cannabis and THC. In: Journal of Cannabis Therapeutics. 1, 2001, S. 133–152, doi:10.1300/J175v01n03_09.
  18. L. Zuurman, C. Roy u. a.: Effect of intrapulmonary tetrahydrocannabinol administration in humans. In: Journal of Psychopharmacology. 22, 2008, S. 707–716, doi:10.1177/0269881108089581.
  19. Sativex: Bericht für die Öffentlichkeit der britischen Zulassungsbehörde MHRA (englisch; PDF; 490 kB)
  20. Frederike K. Engels, Floris A. de Jong u. a.: Medicinal cannabis in oncology. In: European Journal of Cancer. 43, 2007, S. 2638–2644, doi:10.1016/j.ejca.2007.09.010.
  21. Produkt-Portfolio des niederländischen Bureau voor Medicinale Cannabis (niederländisch)
  22. Fragen zu Hanf, AGES, abgerufen am 22. März 2017.
  23. Werner Reisinger: Cannabis - Gutes Kraut, böses Kraut, Wiener Zeitung, 12. August 2016.
  24. Health Canada: Fact Sheet Sativex, August 2007.
  25. Fünfundzwanzigste Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (BGBl. 2011 I S. 821)
  26. Datenbank der in UK zugelassenen Arzneimittel: electronic Medicines Compendium (eMC)
  27. G. Bar-Sela, A. Avisar, R. Batash, M. Schaffer: Is the clinical use of cannabis by oncology patients advisable? In: Current medicinal chemistry. Band 21, Nummer 17, Juni 2014, S. 1923–1930, PMID 24606496 (Review).
  28. S. E. Hadland, J. R. Knight, S. K. Harris: Medical marijuana: review of the science and implications for developmental-behavioral pediatric practice. In: Journal of developmental and behavioral pediatrics : JDBP. Band 36, Nummer 2, 2015 Feb-Mar, S. 115–123, doi:10.1097/DBP.0000000000000129, PMID 25650954, PMC 4318349 (freier Volltext) (Review).
  29. D. G. Boychuk, G. Goddard, G. Mauro, M. F. Orellana: The effectiveness of cannabinoids in the management of chronic nonmalignant neuropathic pain: a systematic review. In: Journal of oral & facial pain and headache. Band 29, Nummer 1, 2015, S. 7–14, PMID 25635955 (Review).
  30. T. Passie, H. M. Emrich, M. Karst, S. D. Brandt, J. H. Halpern: Mitigation of post-traumatic stress symptoms by Cannabis resin: a review of the clinical and neurobiological evidence. In: Drug testing and analysis. Band 4, Nummer 7–8, 2012 Jul-Aug, S. 649–659, doi:10.1002/dta.1377, PMID 22736575 (Review).
  31. [1] (PDF-Datei)
  32. National Institute on Drug Abuse: Independently Funded Human Studies Approved to Receive Marijuana - 1999 to present. In: drugabuse.gov. 16. März 2016, abgerufen am 2. Mai 2016 (englisch).
  33. MAPS - Marijuana PTSD Study (US). In: maps.org. 13. Oktober 2015, abgerufen am 2. Mai 2016 (englisch).
  34. A. R. de Mello Schier, N. P. de Oliveira Ribeiro, D. S. Coutinho, S. Machado, O. Arias-Carrión, J. A. Crippa, A. W. Zuardi, A. E. Nardi, A. C. Silva: Antidepressant-like and anxiolytic-like effects of cannabidiol: a chemical compound of Cannabis sativa. In: CNS & neurological disorders drug targets. Band 13, Nummer 6, 2014, S. 953–960, PMID 24923339 (Review).
  35. A. C. Campos, F. A. Moreira, F. V. Gomes, E. A. Del Bel, F. S. Guimarães: Multiple mechanisms involved in the large-spectrum therapeutic potential of cannabidiol in psychiatric disorders. In: Philosophical transactions of the Royal Society of London. Series B, Biological sciences. Band 367, Nummer 1607, Dezember 2012, S. 3364–3378, doi:10.1098/rstb.2011.0389, PMID 23108553, PMC 3481531 (freier Volltext) (Review).
  36. M. Frisher, S. White, G. Varbiro, C. Voisey, D. Perumal, I. Crome, N. Khideja, J. Bashford: The role of cannabis and cannabinoids in diabetes. In: The British Journal of Diabetes & Vascular Disease. 10, 2010, S. 267–273, doi:10.1177/1474651410385860, (Review) (freier Volltext online).
  37. S. Singla, R. Sachdeva, J. L. Mehta: Cannabinoids and atherosclerotic coronary heart disease. In: Clinical cardiology. Band 35, Nummer 6, Juni 2012, S. 329–335, doi:10.1002/clc.21962, PMID 22278660 (Review).
  38. S. Steffens, P. Pacher: Targeting cannabinoid receptor CB(2) in cardiovascular disorders: promises and controversies. In: British journal of pharmacology. Band 167, Nummer 2, September 2012, S. 313–323, doi:10.1111/j.1476-5381.2012.02042.x, PMID 22612332, PMC 3481040 (freier Volltext) (Review).
  39. „Marijuana and Medicine: Assessing the Science Base“, Institute of Medicine, 1999.
  40. Änderung der Anlage III des BtMG vom Mai 2011
  41. Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften vom 6. März 2017. Bundesgesetzblatt Teil I, Nr. 11 vom 9. März 2017, Seite 403.
  42. Änderung der Anlage III des BtMG vom März 2017
  43. Änderung der Anlage II des BtMG vom März 2017
  44. Anlage I des BtMG
  45. Hinweise für Patientinnen und Patienten: Antrag auf Erteilung einer Ausnahmeerlaubnis nach § 3 Abs. 2 BtMG zum Erwerb von Cannabis zur Anwendung im Rahmen einer medizinisch betreuten und begleiteten Selbsttherapie (Stand: März 2013), bfarm.de (PDF-Datei)
  46. Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes Az. 3C 17.04, 19. Mai 2005.
  47. Änderung des Betäubungsmittelrechts: annabis für Schwerkranke auf Rezept. Bundesregierung. 4. Mai 2016. Abgerufen am 27. Dezember 2016.
  48. Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften vom 6. März 2017. Bundesgesetzblatt Teil I, Nr. 11 vom 9. März 2017, Seite 403.
  49. Cannabisagentur, BfArM-Website abgerufen 22. März 2017.
  50. Spiegel online: Schwerkranker darf Cannabis zu Hause züchten (2. Oktober 2016)
  51. bundestag.de - Bundestag lässt Cannabis-Arzneimittel für schwerkranke Patienten zu (19. Januar 2017)
  52. Spiegel online: Schwerkranke - Bundestag lässt Cannabis auf Rezept zu (19. Januar 2017)
  53. Gesetz für Cannabis als Medizin tritt in Kraft Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbands vom 09.03.2017
  54. Bundesverwaltungsgericht Pressemitteilung Nr. 26/2016 in der Sache BVerwG 3 C 10.14: Eigenanbau von Cannabis zu therapeutischen Zwecken ausnahmsweise erlaubnisfähig. 4. April 2016. Abgerufen am 27. Dezember 2016.
  55. Suchtgiftverordnung, ris.bka.gv.at
  56. Medical Use of Marijuana, Health Canada
  57. Medical marijuana goes on sale in Dutch pharmacies, Independent, 1. September 2003
  58. Israeli government approves guidelines for medical marijuana, Haaretz, 7. August 2011
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