Cantabrana (Burgos)

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Gemeinde Cantabrana
Cantabrana – Ortsansicht
Cantabrana – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Cantabrana
Cantabrana (Burgos) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Burgos
Comarca: La Bureba
Koordinaten 42° 44′ N, 3° 28′ WKoordinaten: 42° 44′ N, 3° 28′ W
Höhe: 675 msnm
Fläche: 3,14 km²
Einwohner: 27 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 8,6 Einw./km²
Postleitzahl: 09593
Gemeindenummer (INE): 09068 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Cantabrana

Cantabrana ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 27 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Norden der Provinz Burgos in der Autonomen Region Kastilien-León im Norden Spaniens.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Cantabrana liegt am Zusammenfluss zweier Bergbäche im Westen der historischen Region La Bureba zu Füßen der Montes Obarenes in einer Höhe von ca. 675 m. Die Provinzhauptstadt Burgos ist etwa 57 km (Fahrtstrecke) in südwestlicher Richtung entfernt; der sehenswerte Ort Ona befindet sich nur gut 6 km östlich. Das Klima im Winter ist rau, im Sommer dagegen gemäßigt und warm; Regen (ca. 755 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 379 422 345 52 28[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetrieben haben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem deutlichen Bevölkerungsschwund geführt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft, zu der auch ein wenig Viehzucht (z. B. Schweine, Hühner) gehörte, spielte seit jeher die wichtigste Rolle für die Bevölkerung der Region; im Ort selber entwickelten sich in kleinem Umfang auch Handwerk, Handel und Dienstleistungsgewerbe. Mehrere Häuser des Ortes werden heute als Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iglesia de Santiago Apóstol

Keltische, römische, westgotische und selbst maurische Spuren fehlen, obwohl deren Anwesenheit in der Region wahrscheinlich ist. Wahrscheinlich wurde der Ort im 9. oder frühen 10. Jahrhundert von den Grafen von Kastilien gegründet oder wiederbesiedelt (repoblación) und war lange Zeit zwischen den Königreichen Kastilien und Navarra umstritten.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Iglesia de Santiago Apóstol ist ein Bau des 16. Jahrhunderts und steht auf dem höchsten Punkt des Ortes. Die Fassade wird von einem Glockengiebel (espadaña) überhöht; seitlich daneben erhebt sich ein Treppenturm auf sechseckigem Grundriss. Das Innere der Kirche ist einschiffig, doch verfügt sie über ein Querhaus. Die Schlusssteine des Rippengewölbes zeigen verschiedene Schmuckmotive. Sehenswert sind sieben verschiedene Schnitzaltäre (retablos) aus unterschiedlichen Stilperioden.[5]
  • Am südlichen Ortsrand steht die Ermita de San Roque.
Umgebung
  • Am östlichen Rand des Gemeindegebiets befindet sich die alte Ermita de San Vitores.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cantabrana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Cantabrana – Klimatabellen
  3. Cantabrana – Bevölkerungsentwicklung
  4. Cantabrana – Geschichte
  5. Cantabrana – Kirche
  6. Cantabrana – Ermita de San Vitores