Canto (Literatur)

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Canto (Plural: canti, von ital. canto „Gesang“, ursprünglich vom lat. canto „ich singe“) bezeichnet in der Literatur eine Einheit langer Gedichte, insbesondere von Epen.

Die Bezeichnung geht auf die Einteilung der Homerischen Epen Ilias und Odyssee in jeweils 24 Bücher zurück, die seit Johann Heinrich Voss' Übersetzung als Gesänge bezeichnet werden. Diese Einteilung wurde von anderen antike Epen übernommen, insbesondere die Aeneis Vergils, die wiederum Vorlage für Dantes Göttliche Komödie (100 Canti) ist. Weitere bekannte Beispiele epischer Gedichte, die mit der Canto-Aufteilung arbeiten, sind Lord Byrons Childe Harold’s Pilgrimage, Valmikis Ramayana (500 Canti) sowie Ezra Pounds The Cantos (117 Canti). Auch Giacomo Leopardi verfasste Canti.

Ein Einzelstück bezeichnet der Begriff in Pablo Nerudas Canto General, der von Mikis Theodorakis vertont wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]