Cap Norte

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Cap Norte
Schiffsdaten
andere Schiffsnamen

Sierra Salvada; Empire Trooper

Schiffstyp Kombischiff
Heimathafen Hamburg
Reederei Hamburg Süd
Bauwerft Vulcanwerft, Hamburg
Stapellauf 8. Mai 1922
Verbleib 1955 bei Thomas W. Ward Ltd. in Inverkeithing abgebrochen
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
152,30 m (Lüa)
Breite 19,50 m
Vermessung 13615 BRT
Maschine
Höchst-
geschwindigkeit
15 kn (28 km/h)
Propeller 2 x Festpropeller
Sonstiges

Das Kombischiff Cap Norte für maximal 1886 Passagiere lief am 8. Mai 1922 für den Südamerika-Dienst bei der Hamburg-Süd AG auf der Vulcan-Werft in Hamburg vom Stapel. Später fuhr es unter den Namen Sierra Salvada und Empire Trooper. Abgewrackt wurde es 1955 in Inverkeithing.

Fahrten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Jungfernreise machte die Cap Norte am 14. September 1922 von Hamburg zum Río de la Plata. Von 1932 bis 1934 fuhr sie auf Charterbasis für den NDL und trug dabei den Namen Sierra Salvada. Sie wurde später auch als KdF-Schiff eingesetzt.

Im Juli 1937 fuhr sie nach São Paulo; an Bord waren viele Juden aus Deutschland, die wegen der zunehmenden Repressalien in Deutschland auswanderten. Kurz darauf stellte Brasilien die Aufnahme von jüdischen Flüchtlingen ein.[1]

Am 1. September 1939 begann mit dem Polenfeldzug der Zweite Weltkrieg.Am 16. September 1939 verließ die Cap Norte Pernambuco mit Kurs Hamburg. Beim Versuch, die britische Seeblockade für Schiffe nach Deutschland zu durchbrechen, wurde sie am 9. Oktober 1939 unweit von Island/Färöer vom Kreuzer HMS Belfast aufgebracht. Auf dieser Fahrt war sie von Lissabon aus als schwedisches Schiff Ancona maskiert. In Großbritannien wurde die Cap Norte im Juni 1940 zum Truppentransporter Empire Trooper umgebaut und dann bis 1955 eingesetzt.

Am 25. Dezember 1940 wurde sie während einer Konvoi-Fahrt vom deutschen Kreuzer Admiral Hipper beschossen und beschädigt und nach Reparaturen wieder in Dienst gestellt. 1955 wurde sie in Southampton an die British Iron & Steel Corporation verkauft.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sibylle Krause-Burger: Herr Wolle lässt grüßen: Geschichte meiner deutsch-jüdischen Familie. München 2009, S. 12. ISBN 3442739535

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]