Capability Brown

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Dieser Artikel behandelt den Landschaftsarchitekten Capability Brown. Für die britische Progressive-Rock-Band siehe Capability Brown (Band).
Capability Brown
Capability Brown, Prior Park in der Nähe von Bath

Capability Brown, eigentlich Lancelot Brown (* 1716 in Kirkharle, Northumberland; † 6. Februar 1783 in London) war ein englischer Landschaftsarchitekt.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brown gilt als einer der bedeutendsten Landschaftsarchitekten des 18. Jahrhunderts. Seine eifrigen Bemühungen im Finden von Möglichkeiten (eng. „capabilities“) zur Umgestaltung vorhandener alter Gartenanlagen im neuen von ihm vertretenen Stil verhalfen ihm zu seinem Beinamen Capability Brown.

In seiner Schaffenszeit war er an über 170 Gartenbauprojekten beteiligt und er hatte maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Parks im englischen Stil. Brown war ein Vorreiter des Landschaftsbaus. Seine Gartenwerke gehören zu den ersten, die nicht allein die unmittelbare Umgebung miteinbezogen, sondern weitflächig die umgebende Landschaft integrierten und mitgestalteten, er vollzog den Übergang von der reinen Schlossparkarchitektur zur großflächigen Landschaftsgestaltung. Er benutzte dazu die von William Kent entwickelte Technik der „clumps and dots“, bei der auf dem weitläufigen Gelände durch einzelne Bäume (dots) und Baumgruppen (clumps) ein natürlich malerischer Eindruck erzeugt wird. Riesige Rasenflächen, die von Viehherden niedrig gehalten werden mussten, waren ebenso auszeichnend für sein Werk. Um die Tiere von dem unmittelbaren Landgut fernzuhalten, nutzte er eine als Ha-Ha bekannte Grabenkonstruktion.

Zu Lebzeiten waren seine Werke nicht unumstritten, der englische Satiriker Richard Owen Cambridge bemerkte einmal, er hoffe, vor Brown zu sterben, damit er den Himmel vor seiner Umgestaltung sehe.

Zu Browns bekanntesten Werken gehören die Gärten von Blenheim Palace, Bowood House, Broadlands, Charlecote Park, Chatsworth House, Croome Court, Highclere Castle, Kew Gardens, Stowe und Syon House sowie in Deutschland der Park von Schloss Richmond in Braunschweig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joan Clifford: Capability Brown. An Illustrated Life of Lancelot Brown 1716–1783. Shire Publications, Princes Risborough 1974, ISBN 0-85263-274-6 (= Lifelines Nr. 33; Nachdruck: ebenda 2001).
  • Thomas Hinde: Capability Brown. The Story of a Master Gardener. Norton, New York NY u. a. 1987, ISBN 0-393-02421-0.
  • Roger Turner: Capability Brown and the eighteenth-century English landscape. 2. edition. Phillimore, Chichester 1999, ISBN 1-86077-114-9.
  • Peter Brimacombe: Capability Brown. Pitkin Unichrome, Norwich 2001, ISBN 1-84165-039-0 (= The Pitkin Biographical Series).
  • Laura Mayer: Capability Brown and the English landscape garden. Shire Publ., Oxford [u.a.] 2011, ISBN 978-0-7478-1049-0.
  • Jane Brown: Lancelot "Capability" Brown : the omnipotent magician, 1716–1783. Pimlico, London 2012, ISBN 978-1-84595-179-5.
  • David Brown und Tom Williamson: Lancelot Brown and the Capability Men. Landscape Revolution in Eighteenth-century England. Reaktion Books, London 2016.
  • Sarah Rutherford: Capability Brown and His Landscape Gardens. National Trust, Swindon, England 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Capability Brown – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien