Capital (Deutschland)

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Capital
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Beschreibung Wirtschaftszeitschrift
Sprache Deutsch
Verlag Gruner + Jahr (Deutschland)
Erstausgabe 1962
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 129.760 Exemplare
(IVW 3/2018)
Verbreitete Auflage 130.980 Exemplare
(IVW 3/2018)
Reichweite 0,88 Mio. Leser
(MA 2017 II)
Chefredakteur Horst von Buttlar
Herausgeber Andreas Petzold
Weblink www.capital.de
ISSN (Print)
CODEN CAPID

Capital ist ein 1962 gegründetes Wirtschaftsmagazin, das monatlich im Verlag Gruner + Jahr erscheint. Die verkaufte Auflage beträgt 129.760 Exemplare, ein Minus von 50,5 Prozent seit 1998.[1] Die höchste Verkaufsauflage wurde im 1. Quartal 2000 mit 293.213 Exemplaren erreicht. Der 14-tägliche Erscheinungsrhythmus, der seit dem Börsenboom 2000 galt, wurde im April 2008 wieder auf eine monatliche Erscheinungsweise umgestellt.

In den 1970er und 1980er Jahren galt Capital unter Johannes Gross als meinungsführendes Wirtschaftsmagazin in Deutschland. „Das Wirtschaftliche menschlich und das Menschliche wirtschaftlich“ darstellen, lautete der Leitspruch der Zeitschrift, ein Motto, das sich auf den Gründer Adolf Theobald zurückführte. Die monatliche Börsen-Kolumne von André Kostolany genoss über Jahrzehnte Kultstatus.

Seit der Wirtschaftskrise 2008 beschleunigte sich der Auflagenschwund des Magazins. Nach der Einstellung der Financial Times Deutschland im Dezember 2012 und der damit verbundenen Schließung des Hamburger Standortes der G+J Wirtschaftsmedien verkündete der Verlagsvorstand eine Neuausrichtung von Capital. Zur Ausgabe 06/2013 wurden an dem Titel erhebliche optische als auch inhaltliche Änderungen vorgenommen. Verlag und Redaktion sprachen von einem „Relaunch“ des Titels. Sitz der Redaktion ist seitdem Berlin. Seitdem erstellt die Redaktion neben der gedruckten Ausgabe eine separat erhältliche Digitalausgabe für Tabletcomputer. Auch der Onlineauftritt von Capital.de wurde überarbeitet.

Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Capital veröffentlicht einmal im Jahr eine Wohnlagenbewertung unter dem Titel „Capital Immobilien-Kompass“. Neben der Print-Ausgabe erscheint der „Capital Immobilien-Kompass“ auch online und wird dort regelmäßig aktualisiert.[2] Ebenfalls jährlich erscheint der „Capital-Fonds-Kompass“, eine Rangliste der 100 wichtigsten Fondsanbieter in Deutschland. Eine weitere Studie ist der „Kunstmarktkompass“, der seit ca. 2012 gemeinsam mit der Kunst-Datenbank Artfacts erstellt wird. Er ist ein Konkurrenzprodukt zum älteren Kunstkompass, der bis 2007 in Capital veröffentlicht wurde.[3][4]

Seit 1987 befragt das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag von Capital monatlich Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Fragen. Die Umfrage wird unter dem Namen „Elite-Panel“ veröffentlicht.

Konferenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim jährlichen Capital „Vermögensaufbaugipfel“ diskutieren Ökonomen, Anlagestrategen, Vermögensverwalter, Unternehmer und Politiker gemeinsam über Themen aus den Bereichen Immobilien und Baufinanzierung, Anlageprodukten und Versicherungen. 2007 hat Capital den „Junge Elite Gipfel“ ins Leben gerufen und veranstaltet dazu in regelmäßigen Abständen Konferenzen für junge Entscheidungsträger aus dem deutschsprachigen Raum.

Relaunch 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2013 wurde ein Relaunch von Capital durchgeführt. Zeitgleich zog das Magazin zusammen mit dem Schwestermagazin Business Punk von Hamburg nach Berlin. Zugleich wurde die Funktion des Herausgebers eingeführt und mit dem ehemaligen stern-Chefredakteur Andreas Petzold besetzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  2. immobilien-kompass.capital.de
  3. Die 100 grössten lebenden Künstler. Capital, 2012, abgerufen am 8. April 2017.
  4. Capital (Hrsg.): Kunstmarktkompass. Band 2016, Nr. 11. Gruner+Jahr, Hamburg 20. Oktober 2011, S. 158.