Capronsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Capronsäure
Allgemeines
Name Capronsäure
Andere Namen
  • Hexansäure
  • Pentancarbonsäure
  • Ziegensäure (veraltet)[1][2]
Summenformel C6H12O2
CAS-Nummer 142-62-1
PubChem 8892
Kurzbeschreibung

ölige, farblose oder schwache gelbe Flüssigkeit mit stechendem schweißartigem Geruch nach Ziege[3][4]

Eigenschaften
Molare Masse 116,16 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,93 g·cm−3 (20 °C)[3]

Schmelzpunkt

−3,9 °C[3]

Siedepunkt

206 °C[3]

Dampfdruck

30 Pa (20 °C)[3]

pKs-Wert

4,85 (25 °C)[5]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
06 – Giftig oder sehr giftig 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​311​‐​314
P: 280​‐​301+330+331​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​309+310 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [7][3]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34
S: 26​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Capronsäure (n-Hexansäure), C5H11COOH, ist eine gesättigte Fett- bzw. Carbonsäure, die sich vom n-Hexan ableitet. Der Name leitet sich wie bei der Caprylsäure und der Caprinsäure vom Lateinischen capra für Ziege ab, was ebenso wie der historische Trivialname „Ziegensäure“ auf den charakteristischen Geruch der Säure hinweist.

Sie ist eine bei Zimmertemperatur farblose, ölige, übelriechende Flüssigkeit. Sie kommt chemisch gebunden zu 2–3 Prozent in Triglyceriden des Milchfetts in der Milch vor. Capronsäure dient, wie viele andere Carbonsäuren, zur Synthese von Fruchtaromen durch Veresterung. Ihre Salze und Ester heißen Capronate bzw. Hexanoate. In der Nomenklatur der Fettsäuren hat sie die Bezeichnung 6:0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Gottfried Dingler: Polytechnisches Journal. Band 11, 1823, S. 428 (Volltext/Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Rudolph Böttger: Tabellarische Uebersicht der specifischen Gewichte der Körper. 1837, S. 26 (Volltext/Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b c d e f g h Eintrag zu Capronsäure in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  4. a b Eintrag zu Hexansäure. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 10. November 2014.
  5. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Dissociation Constants of Organic Acids and Bases, S. 8-46.
  6. Claudia Synowietz (Hrsg.): Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Band II: Organische Verbindungen. begründet von Jean d’Ans, Ellen Lax. 4. Auflage. Springer, Berlin 1983, ISBN 3-540-12263-X.
  7. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
 Wiktionary: Capronsäure – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen