Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück

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Filmdaten
Deutscher Titel Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück
Originaltitel Captain Fantastic
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Matt Ross
Drehbuch Matt Ross
Produktion Monica Levinson,
Jamie Patricof,
Shivani Rawat,
Lynette Howell Taylor
Musik Alex Somers
Kamera Stéphane Fontaine
Schnitt Joseph Krings
Besetzung

Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück (Originaltitel: Captain Fantastic) ist ein tragikomisches Filmdrama von Matt Ross, das am 23. Januar 2016 im Rahmen des Sundance Film Festivals seine Premiere feierte. Der Film kam am 8. Juli 2016 in die US-amerikanischen und am 18. August 2016 in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Wäldern an der Nordwestküste der USA, abseits jeglicher Zivilisation, lebt der überzeugte Aussteiger Ben mit seiner Familie. Ben versucht, seine sechs Kinder durch ein rigoroses körperliches und geistiges Training so gut wie möglich auf die Schwierigkeiten, die einem im Leben begegnen können, vorzubereiten. Dies ist seine Vorstellung davon, was es bedeutet, ein Vater zu sein. So lehrt er seine Kinder, dass Cola vergiftetes Wasser ist, und bringt ihnen bei, in der Wildnis zu überleben, wozu es auch gehört, Hirsche zu erlegen, was ihm naturverbundener erscheint und für ein Leben als Selbstversorger unvermeidlich ist. Wenn andere im Dezember Weihnachten feiern, begeht die Familie den Noam-Chomsky-Tag, weil Ben nicht möchte, dass seine Kinder an eine erfundene Figur glauben, und Christen mag er generell nicht. Infolge ihrer Erziehung lesen die Kinder Middlemarch, können die Bill of Rights auswendig aufsagen und über den Marxismus debattieren. Zudem hat Ben seinen Kindern beigebracht, ganz offen über Sex zu sprechen.

Als Bens Frau Leslie, die an einer bipolaren Störung leidet, Selbstmord begeht, möchte die Familie dem letzten Willen der überzeugten Buddhistin entsprechen, der es war, verbrannt und eine öffentliche Toilette hinuntergespült zu werden. Auch wenn Leslies Vater unter Androhung, er würde die Polizei rufen, verboten hat, dass Ben dorthin kommt, machen er und die Kinder sich in ihrem blau lackierten, umgebauten Schulbus, den sie Steve nennen, auf die Reise zu Leslies Heimatstadt in New Mexico, um zu verhindern, dass die Mutter dort im Sarg beerdigt wird. Die moderne Gesellschaft zu bereisen, ist für die Kinder schwierig, weil sie nie außerhalb des Waldes gelebt haben. Die besondere Erziehung, die den Kindern zuteil wurde, sorgt während der Reise oft dafür, dass sie sich nicht zurechtfinden und auffällig verhalten.

Auch wenn ihr Bildungsgrad weit über dem von anderen Kindern in ihrem Alter liegt, bestaunen sie auf ihrer Reise ungläubig den Materialismus und die Verschwendung der zeitgenössischen amerikanischen Kultur. Auch die Lebens- und Denkweisen der Verwandten, auf die sie treffen, wirken auf sie sonderbar, was umgekehrt genauso ist. Bens gut situierte Schwester Harper und ihr Mann, bei denen Ben und seine Kinder einen Zwischenstopp einlegen, haben ihre Kinder völlig anders erzogen. Ben hält von deren Erziehungsmethoden allerdings nur wenig und versucht, die Überlegenheit seines pädagogischen Programms zu demonstrieren. Harpers Kinder hantieren meist mit ihren Handys oder messen ihre Kräfte in Shooter-Spielen, und Bens Kinder erkennen schnell, wie sehr sie sich von ihren Altersgenossen unterscheiden.

Schließlich in New Mexico angekommen, verstehen sich einige seiner Kinder mit ihrem Großvater besser, als Ben erwartet hatte, und er muss erkennen, dass seine Kinder sich nicht ganz so entwickelt haben, wie von ihm geplant war. So erfährt er, dass sich sein ältester Sohn Bodevan hinter seinem Rücken, mit Unterstützung seiner Frau, an verschiedenen Eliteuniversitäten beworben hatte und nicht nur von Harvard, sondern auch von Yale, Stanford, Princeton, Brown und dem MIT Zusagen erhielt. Ferner stellt sich heraus, dass sein Verhalten zum Teil Ursache von Leslies Depressionen war, weil sie an ihm verzweifelte.

Leslies Vater verurteilt den Lebensstil der Aussteiger-Familie und droht mit Anwälten, wenn Ben die Kinder nicht bei ihm ließe. Also nimmt Ben Abschied. Doch unterwegs finden sich seine Kinder, die sich im Bus versteckt hatten, wieder bei ihm ein. Gemeinsam exhumieren sie Leslie, um ihren Wunsch nach Einäscherung zu erfüllen. Letztlich geht Bodevan nach Namibia, und Ben zieht mit den übrigen Kindern auf einen Bauernhof, wo sie eine reguläre Schule besuchen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie und Drehbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regie übernahm Matt Ross, der auch das Drehbuch zum Film schrieb. Zur Geschichte des Films wurde Ross durch seine eigene Vergangenheit inspiriert: „Große Teile meines Lebens verbrachte ich inmitten des Nirgendwos in Oregon, wo meine Mutter an der Gründung eines alternativen Wohnprojektes beteiligt war.“ Dort verbrachte Ross nach eigenen Aussagen seine Sommer in Tipis.[3] Dies werde auch im Film deutlich, so der Regisseur. Dort hatten sie gemeinsam Land gekauft und wollten, weit weg von jeglicher Zivilisation, im Einklang mit der Natur leben. Viele hätten dies als „Hippie-Kommune“ bezeichnet, allerdings geschah das Ganze in den Achtzigern, und nicht in den Sechzigern.[4] „In einem gewissen Alter habe ich mich dann entschieden, diesen Ort zu verlassen, um mit Jungs in meinem Alter zusammensein zu können“, so Ross.[3]

Besetzung und Vorbereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptrolle des Familienvaters Ben Cash wurde mit Viggo Mortensen besetzt. Die Rolle seiner Frau Leslie, die im Film lediglich in Rückblenden zu sehen ist, wurde an Trin Miller vergeben. Bodevan, der älteste Sohn, im Film kurz Bo genannt, wird von George MacKay gespielt. Samantha Isler spielt die Tochter Kielyr, Annalise Basso ihre Zwillingsschwester Vespyr. Die Rolle von Sohn Rellian wurde von Nicholas Hamilton gespielt. Shree Crooks spielt Zaja, und Charlie Shotwell Bens jüngsten Sohn Nai.

Ein paar Wochen vor Beginn der Dreharbeiten wurden die Schauspieler und die Filmcrew zum Drehort im Westen des Bundesstaates Washington gebracht. Hier sollten sich alle auf ihre Rollen vorbereiten. Ross selbst bezeichnete dies als „Wildnis-Trainingslager“. Als Erster war Mortensen vor Ort; der als Method Actor bekannte Schauspieler[5] nutzte die Zeit, um das Spiel mit Bens Lieblingsinstrument, dem Dudelsack, zu üben, und bepflanzte den Garten, der auch im Film zu sehen ist. In dieser Vorbereitungszeit wurde neben dem Hauptdarsteller auch den Kinder- und Jungdarstellern, die im Film Bens Kinder spielen und während des Camps Mortensen ihren „Summer Dad“ nannten, beigebracht, wie man ein Feuer macht, ein Reh schlachtet und häutet und auf Felsen klettert. Zudem erhielten sie in Vorbereitung auf ihre Rolle Musikunterricht und eine Kampfsportausbildung.[4][3]

Bereits beim Casting wurde Wert darauf gelegt, dass die Nachwuchsschauspieler körperlich fit sind und auch über musikalisches Talent verfügen.[6] So spielt Hamilton, im Film als einer von Bens Söhnen zu sehen, seit seinem vierten Lebensjahr Schlagzeug[7], und auch George MacKay konnte bereits Gitarre spielen.[8] Mortensen selbst hatte eine kleine Musikkarriere vorzuweisen und kann beispielsweise Mundharmonika spielen.[9] Seit er ein kleiner Junge war, kannte er zudem das Jagen und Fischen, war jedoch im Klettern nicht geübt, weil er unter Höhenangst leidet.[10] Mortensens Sprachkenntnisse kamen ihm im Film ebenfalls zugute, denn er unterrichtet im Film seine Kinder nicht nur in Literatur und Philosophie, sondern zudem in sechs Sprachen, die er teils selber spricht.[11]

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten wurden im Juli 2014 im US-Bundesstaat Washington begonnen. Hier drehte man unter anderem im Deception Pass State Park, in Sultan und am Snohomish River.[12] Am Camp Korey in Carnation hatten die Filmausstatter die Heimstätte der Familie errichtet, einige Szenen wurden auch in Index und einem nahe gelegenen Wald gedreht.[13] Weitere Dreharbeiten fanden in Gold Bar und an der dortigen Grundschule statt, und die Krankenhausszenen wurden im Evergreenhealth Hospital in Kirkland gedreht. Im weiteren Verlauf des Sommers drehte man in New Mexico, darunter in den Städten Albuquerque, Las Cruces und Mesilla.[12] Nach 39 Tagen wurden die Dreharbeiten beendet.

Aufgrund von bestehenden Gesetzen gegen Kinderarbeit in den USA, war es den sechs beteiligten Jungdarstellern nicht erlaubt, länger als sechs Stunden am Tag zu drehen.[14]

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik stammt von Alex Somers. Der Soundtrack Music from the Film Captain Fantastic umfasst 24 Lieder und wurde am 8. Juli 2016 veröffentlicht.[15] Mihnea Manduteanu bezeichnet die Arbeit von Somers als eine der bis dahin besten des Jahres, glaubt, die Filmmusik dürfte polarisieren und es handele sich dabei nicht um eine minimalistische Hintergrundmusik, sondern um eine sehr realistische mit einem Klang, der Seele besitze.[16]

Titelliste

  1. A New Beginning
  2. Church
  3. Campfire
  4. Funeral Pyre
  5. She Slit Her Wrists
  6. Memories
  7. Fireflies
  8. Home
  9. Fell
  10. Dream
  11. Near Death
  12. Water (I’m Right Here)
  13. School Bus
  14. Forrest
  15. Look Forward To
  16. Keepsakes
  17. Remembering
  18. Unsoundness
  19. Waving Goodbye
  20. Day of Your Birth
  21. Water (Not Go Home)
  22. Goodbye…
  23. Disappear
  24. Fortress

Weitere musikalische Elemente des Films werden auf verschiedenen Instrumenten von den Schauspielern selbst gespielt. Zu Beginn des Films, als die Kinder auf die Jagd gehen und ein Reh ausweiden, werden die Goldberg-Variationen gespielt. Diese und weitere im Film gespielte Songs wurden als Captain Fantastic – Original Motion Picture Soundtrack am 15. Juli 2016 veröffentlicht.

Titelliste

  1. Boy 1904 – Jónsi & Alex
  2. Sweet Child o’ Mine – Various
  3. Scotland the Braver – Various
  4. I Shall Be Released – Various
  5. Rain PlansIsrael Nash
  6. Goldberg Variations; BWV 988, Variation 30 a 1 Clav. Quodlibet – Glenn Gould
  7. Un accompanied Cello Suite No. 4 in E-Flat Major; BWV 1010 Prélude – Yo-Yo Ma
  8. VarðeldurSigur Rós
  9. My Heart Will Go On (Love Theme from ‚Titanic‘) – The O’Neill Brothers Group
  10. Goldberg Variations – Kirk Ross

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film feierte am 23. Januar 2016 im Rahmen des Sundance Film Festivals seine Premiere und wurde ab 17. Mai 2016 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes vorgestellt. Der Film kam am 8. Juli 2016 in die US-amerikanischen und am 18. August 2016 in die deutschen Kinos. Ab 3. September 2016 wurde der Film beim Deauville Film Festival im Rahmen des Wettbewerbs gezeigt, und wurde hier als Zweitplatzierter mit dem Hauptpreis und zusätzlich mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.[17]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film war in den USA wegen der darin enthaltenen Ausdrucksweise und einer kurzen Nacktszene von der MPAA mit R geratet worden, womit Eltern davon abgeraten wird, ihren Kindern den Besuch des Films zu erlauben.[18] Eine Szene, die zu dieser Altersbeschränkung führte, in der Mortensen in frontaler Nacktheit zu sehen ist, kommentierte dieser: „Es ist nur ein Penis.“[19] Zudem gehöre die Nacktszene, so Mortensen, zu der im Film erzählten Geschichte[10]: „Ich zeige mich darin als Vater meinen Kindern nackt, um das völlig natürliche, unverklemmte Miteinander dieser Familie zu demonstrieren.“[20]

In Deutschland, wo der Film FSK 12 ist, heißt es in der Freigabebescheinigung: „Einzelne dramatische Szenen können Kinder unter 12 Jahren ängstigen und belasten. Doch 12-Jährige und ältere sind in der Lage, sie ohne Überforderung zu verarbeiten, da sie gut in die Geschichte eingebettet und schlüssig aufgelöst werden. Die ruhige Grundstimmung des Films sowie seine einfühlsame Darstellung von Familienzusammenhalt und Fürsorge bieten dieser Altersgruppe genug emotionalen Halt, zudem sorgt der Humor immer wieder für Distanz und Entlastung.“[21]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film konnte 82 Prozent der Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen (von 181 Kritikern insgesamt, Stand 5. Januar 2017). Im Konsens heißt es dort, durch die zum Nachdenken anregenden Themen und den Auftritt von Viggo Mortensen werde der Film zu einem überdurchschnittlichen Familiendrama mit unerwarteten Wendungen.[22] Nach seinem Kinostart avancierten der Film und der Regisseur und Drehbuchautor schnell zu potentiellen Oscar-Kandidaten, und Mortensen wurde am 24. Januar 2017 als Bester Hauptdarsteller nominiert.[23]

Matt Ross führte Regie und schrieb auch das Drehbuch zum Film

Matthew Jacobs von The Huffington Post beschreibt Captain Fantastic als einen temperamentvollen Film, der das Leben und den Einfallsreichtum feiere. Der witzige und zugleich rasante Film, sei eine Ode des Triumphs über die Bürde der Welt, was weder bedeute, dass man sich dieser entziehen oder sie umarmen müsse. Die größte Leistung von Matt Ross sei, so Jacobs, die Schaffung eines Drehbuchs, das sich nicht wie ein Sammelsurium von Baum-umarmenden Tropen anfühle. Jacobs erkennt eine Weisheit, die sich hinter Bens Philosophie verstecke, die manchmal absichtlich unangenehm werde, und eine Weisheit, die sich darin zeige, dass er die Missstände einer systematisierten Gesellschaft erkenne, letztlich jedoch zum Wohl seiner Kinder eine Kurskorrektur vornehme, als ihm bewusst wird, dass er nicht in allem Recht hatte.[24]

Für Bryan Alexander von USA Today ist der Film in keiner Weise eine ideologische oder politische Geschichte, sondern nur eine Geschichte über Menschen, die versuchen einen Weg zu finden, in Einklang mit sich selbst und als Gruppe zu leben. Dennoch erkennt auch Alexander die ernste Botschaft, die der tragikomische Film vermittelt, indem er in eine zunehmend auseinanderdriftende politische Gesellschaft in den USA eintauche, letztlich aber auch Ben seinen starren ideologischen Standpunkt überdenke.[19]

Leslie Felperin von The Hollywood Reporter meint, einige Szenen im Film zeigten ganz nett den spannenden Sieg einer alternativ lebenden Schicht über die Spießer aus der Vorstadt, letztlich seien die im Film gezeigten Tagträumereien allerdings lächerlich und nur wenig überzeugend. Außerdem idealisiere man die Kinder im Film und mache sie zu unglaubwürdigen Sockenpuppen. Zudem beschönige der Film auch eine Form von Missbrauch, den Felperin darin erkennt, dass Ben seine Kinder absichtlich in extreme Situationen bringe, die eine Gefahr für deren körperliche Gesundheit darstellten.[25]

Pete Hammond von Deadline beschreibt den Film als ein herzerwärmendes, lustiges und zugleich trauriges, wundervoll gespieltes kleines Juwel, das genau die Art von Film sei, die von vielen vernachlässigt wurde. Der Film versuche die Frage zu beantworten, was eine Familie ausmache, was ihm besser gelinge, als jedem Film vor ihm in den letzten zehn Jahren. Hammond vergleicht den Film hierbei mit Little Miss Sunshine, sieht auch in Ross einen Oscar-Kandidaten für seine Arbeit am Drehbuch[14], brachte zudem bereits kurz nach dem US-Kinostart des Films frühzeitig Viggo Mortensen als möglichen Kandidaten für eine weitere Oscar-Nominierung als Bester Schauspieler und Captain Fantastic selbst als Kandidaten in der Kategorie Bester Film ins Gespräch.[26] Auch Scott Feinberg von The Hollywood Reporter sieht in Mortensen einen der aussichtsreichsten Kandidaten in der Kategorie Besten Hauptdarsteller und hält zudem das Kostümdesign von Courtney Hoffman, wie auch das Hairstyling für Oscar-würdig.[27]

Für Walli Müller vom NDR stellt Ross im Film berechtigterweise die Frage, wie lebbar soziale Utopien sind. Der Regisseur klopfe aber trotz aller Situationskomik sein Thema nicht nur auf Pointen ab.[28] Hartwig Tegeler vom Deutschlandfunk hält es für wichtig, dass Ross die Utopie, die Ben mit seinen Kindern lebt und die im Verlauf des Films in eine Krise gerät, nie der Lächerlichkeit preisgibt.[29] Auch Patrick Wellinski von Deutschlandradio Kultur rechnet es dem Regisseur sehr hoch an, dass er die Konflikte im Film nicht banalen Witzen und lakonischen Sehnsuchtsmomenten opfert. Der Film zeichne sich, so Wellinski, in erster Linie durch seinen ruhigen selbstbewussten Erzählrhythmus und seine wirklich überzeugenden Darsteller aus, und besonders Mortensen verleihe seiner Figur eine innere Zerrissenheit, vor allem wenn der Vater erkennen muss, dass er seine Ideale den eigenen Kindern nicht überstülpen kann.[30]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland konnte der Film 277.539 Kinobesucher verzeichnen.[31] Die weltweiten Einnahmen des Films liegen derzeit bei rund 14 Millionen US-Dollar.[32]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artios Awards 2017

  • Nominierung für das Beste Casting in der Kategorie Studio or Independent Drama[33]

British Academy Film Awards 2017

Chlotrudis Awards 2017

  • Nominierung als Bester Schauspieler (Viggo Mortensen)
  • Nominierung für das Beste Originaldrehbuch (Matt Ross)

Costume Designers Guild Awards 2017

Critics’ Choice Movie Awards 2016 (Dezember)

  • Nominierung als Bester Darsteller in einer Filmkomödie (Viggo Mortensen)[36]

Deauville Film Festival 2016

  • Auszeichnung mit dem Publikumspreis
  • Auszeichnung mit dem Deauville Grand Prize (2. Platz)[37]

Golden Globe Awards 2017

Golden Space Needle Awards 2016

  • Auszeichnung als Bester Film (Matt Ross)[39]

Internationale Filmfestspiele von Cannes 2016

Internationales Filmfestival Karlovy Vary 2016

  • Auszeichnung mit dem PRÁVO-Publikumspreis[40]

Independent Spirit Awards 2016

  • Nominierung als Bester Schauspieler (Viggo Mortensen)[41]

Make-Up Artists and Hair Stylists Guild Awards 2017

  • Nominierung in der Kategorie Feature Motion Picture: Best Contemporary Makeup (Karen McDonald und Akemi Hart)[42]

National Board of Review Awards 2016

  • Aufnahme in die Top 10 Independent Films[43]

Online Film Critics Society Awards 2017

Palm Springs International Film Festival 2016

  • Auszeichnung als Director to Watch (Matt Ross)

Satellite Awards 2016

  • Nominierung als Bester Film
  • Nominierung für das Bestes Originaldrehbuch (Matt Ross)
  • Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller (Viggo Mortensen)
  • Nominierung für das Beste Kostümdesign (Courtney Hoffman)[45][46]

Seattle International Film Festival 2016

  • Auszeichnung mit dem Golden Space Needle Award als Bester Film

Screen Actors Guild Awards 2017

Young Artist Awards 2017

  • Nominierung als Bester Nebendarsteller in einem Spielfilm in der Kategorie Young Actor (Charlie Shotwell)
  • Nominierung als Beste Nebendarstellerin in einem Spielfilm in der Kategorie Young Actress (Shree Crooks)
  • Nominierung als Bester Nebendarsteller in einem Spielfilm in der Kategorie Teen Actor (Nicholas Hamilton)
  • Nominierung als Beste Nebendarstellerin in einem Spielfilm in der Kategorie Teen Actress (Annalise Basso)
  • Nominierung als Beste Hauptdarstellerin in einem Spielfilm in der Kategorie Teen Actress (Samantha Isler)[48]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 161260/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c Mia Galuppo: 'Captain Fantastic’s' Viggo Mortensen, Matt Ross on Soccer, Fatherhood and Summers Spent in Teepees In: The Hollywood Reporter, 10. Juli 2016.
  4. a b Bryan Alexander: 'Captain Fantastic' moves Matt Ross far from 'Silicon Valley' In: USA Today, 5. Juli 2016.
  5. Jérôme Brunner: 'Captain Fantastic': Aragorn ist jetzt ein Vollblut-Hippie In: srf.ch, 10. August 2016.
  6. Leah White: Alstonville actor Nicholas walks the Cannes red carpet In: sunshinecoastdaily.com, 18. Mai 2016.
  7. Nicholas Hamilton In: starnow.com. Abgerufen am 18. August 2016.
  8. Joey Kuhn im Gespräch mit Matt Ross und Viggo Mortensen: Captain Fantastic – Q&A with Matt Ross and Viggo Mortensen In: nationalboardofreview.org, 22. Juli 2016.
  9. Emily Blunt: Bluntly Speaking. Viggo Mørtensen In: bluntreview.com. Abgerufen am 21. August 2016.
  10. a b Viggo Mortensen im Gespräch mit Tim Schäfer: 'Die Nacktszene gehört zu dieser Geschichte' – Interview mit Viggo Mortensen In: berlin030.de, 17. August 2016.
  11. Viggo Mortensen im Gespräch mit Gabriele Flossmann: Viggo Mortensen: 'In Wien vermutet mich keiner' In: kurier.at, 14. August 2016.
  12. a b Las Cruces Mayor Welcomes Captain Fantastic In: las-cruces.org. Abgerufen am 11. Juni 2016.
  13. Kim Holcomb: From the towering trees to the running rivers, Pacific Northwesterners will recognize their backyard as the backdrop of Captain Fantastic In: wusa9.com, 14. Juli 2016.
  14. a b Pete Hammond: Call It 'Captain Fantastiqué' As French Fall Big Time For 'Fantastic' Viggo Mortensen Movie Premiere — Cannes In: deadline.com, 17. Mai 2016.
  15. ‘Captain Fantastic’ Score Album Announced In: filmmusicreporter.com, 24. Mai 2016.
  16. Mihnea Manduteanu: Soundtrack review: Captain Fantastic (Alex Somers – 2016) In: soundtrackdreams.com. Abgerufen am 14. August 2016.
  17. Competition In: festival-deauville.com. Abgerufen am 11. September 2016.
  18. Captain Fantastic In: movieinsider.com. Abgerufen am 11. Juni 2016.
  19. a b Bryan Alexander: Cannes: Viggo Mortensen is a marvel in 'Captain Fantastic' In: USA Today, 20. Mai 2016.
  20. Viggo Mortensen im Gespräch mit Gabriele Flossmann: Viggo Mortensen: 'In Wien vermutet mich keiner' In: kurier.at, 14. August 2016.
  21. Freigabebegründung für Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 19. August 2016.
  22. Captain Fantastic In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  23. Here Are the 2017 Oscar Nominations In: time.com, 24. Januar 2017.
  24. Matthew Jacobs: Viggo Mortensen Raises A Family Off The Grid In Sundance’s Triumphant 'Captain Fantastic'. Matt Ross’ film received a standing ovation at its premiere In: The Huffington Post, 25. Januar 2016.
  25. Leslie Felperin: 'Captain Fantastic': Sundance Review In: The Hollywood Reporter, 24. Januar 2016.
  26. Pete Hammond: Oscars 2016: Six Months In, Are There Any Potential Nominees Out There Yet? In: deadline.com, 12. Juli 2016.
  27. Scott Feinberg: Feinberg Forecast: The First Look at the 89th Oscar Race In: The Hollywood Reporter, 9. September 2016.
  28. Walli Müller: Alternatives Erziehungsmodell im Realitätscheck In: NDR.de, 16. August 2016.
  29. Hartwig Tegeler: Von den Schwierigkeiten des freien Lebens In: Deutschlandfunk, 17. August 2016.
  30. Patrick Wellinski: Die Nöte eines Single-Vaters In: Deutschlandradio Kultur, 18. August 2016.
  31. Top 100 Deutschland 2016 In: insidekino.com. Abgerufen am 22. Februar 2017.
  32. Captain Fantastic In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 22. Februar 2017.
  33. Denise Petski: Casting Society Unveils 2017 Artios Awards Film Nominees In: deadline.com, 3. Januar 2017.
  34. Leo Barraclough: BAFTA Film Award Nominations: 'La La Land' Leads Race In: Variety, 9. Januar 2017.
  35. Dave McNary: 'Rogue One', 'La La Land', 'Fantastic Beasts' Nab Costume Designers Guild Nominations In: Variety, 12. Januar 2017.
  36. Gregg Kilday: 'La La Land,' 'Arrival,' 'Moonlight' Top Critics' Choice Nominations In: The Hollywood Reporter, 1. Dezember 2016.
  37. Rhonda Richford: Ira Sachs' 'Little Men' Takes Top Prize at Deauville Film Festival In: The Hollywood Reporter, 10. September 2016.
  38. Luca Celada: The 74th Golden Globe Nominations: La La Land, Moonlight And Emerging TV Talent In: goldenglobes.com, 12. Dezember 2016.
  39. SIFF 2016 Award Winners In: siff.net. Abgerufen am 23. Februar 2017.
  40. Will Tizard: Karlovy Vary Film Festival 2016: Full List of Winners In: Variety, 9. Juli 2016.
  41. Moonlight and American Honey lead Film Independent Spirit awards nominations In: The Guardian, 22. November 2016.
  42. Carolyn Giardina: 'Fantastic Beasts' Leads Makeup Artists and Hair Stylists Guild Feature Nominations In: The Hollywood Reporter, 11. Januar 2017.
  43. Hilary Lewis: 'Manchester by the Sea' Named Best Film by National Board of Review In: The Hollywood Reporter, 29. November 2016.
  44. 2016 Awards In: ofcs.org. Abgerufen am 4. Januar 2017.
  45. Jazz Tangcay: Satellite Nominations Announced In: awardsdaily.com, 29. November 2016.
  46. Precursor: 21st Satellite Awards In: cinemasight.com. Abgerufen am 11. Januar 2017.
  47. Tracy Brown: Screen Actors Guild Awards nominations 2017: Complete list of nominees In: Los Angeles Times, 14. Dezember 2016.
  48. 2017 Nominations In: youngartistawards.org. Abgerufen am 25. März 2017.