Carasso TI

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Carasso
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6503
Koordinaten: 721681 / 118344Koordinaten: 46° 12′ 20″ N, 9° 0′ 55″ O; CH1903: 721681 / 118344
Höhe: 238 m ü. M.
Einwohner: 845 ((1900))
Website: www.bellinzona.ch
Karte
Karte von Carasso
www
Casa Patriziale Carasso

Carasso bildet zusammen mit Galbisio eine Fraktion der politischen Gemeinde Bellinzona, Kreis Bellinzona, Bezirk Bellinzona, im Schweizer Kanton Tessin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt hauptsächlich am rechten Ufer des Flusses Tessin, drei Kilometer nördlich vom Zentrum Bellinzonas. Am linken Tessinufer liegt das Viertel Prato-Carasso.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde erstmals 1207 als Calaxio erwähnt. 1882 entdeckte man einen Jupiter und Merkur geweihten römischen Altarstein, 1968/1969 Überreste jungsteinzeitlicher Wohnhäuser. Auch eine Grabstätte aus der Eisenzeit sowie spätrömische Gräber sind bekannt.

1291 bildete Carasso eine Nachbarschaft (vicinia) und hatte einen Podestà in der Person von Pietro Rusca. Im 13. und 14. Jahrhundert gehörte Carasso der Familie Rusconi.

1907 schloss sich die bis dahin selbständige Gemeinde Carasso dem benachbarten Bellinzona an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1591 1698 1801 1845 1850 1900[1]
Einwohner 260 179 212 340 408 845

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Sant’Andrea, erbaut in der ersten Mitte des 17. Jahrhunderts, barockisierter Bau (restauriert 1983 und 2004) mit verschiedenen künstlerischen Arbeiten des Bildhauers Ivo Soldini (Altar, Taufbecken)[2]; Kuhn-Orgel von 1984 (aufgenommen u. a. durch Guy Bovet und Gaston Litaize[3])[4]
  • ehemalige Brauerei Bonzanigo-Jauch, begründet 1878, zum Teil abgebrochen.[2]
  • Bürgergemeindehaus in der Via Galbisio Nr. 23, erbaut 1968/1970 nach Plänen von Luigi Snozzi und Livio Vacchini.[2]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Giovani Calciatori Carassesi[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Giancarlo Maretti (* 1943), Lokalhistoriker, Organisator der jährlichen Veranstaltung Monti Costa dell’Albera, Gründer des Museo Maretti Morobbia[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniela Pauli Falconi: Carasso. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 29. Juli 2003.
  2. a b c Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 39–40.
  3. Orgelporträt auf der Website der Erbauerin, abgerufen am 17. April 2014.
  4. Pfarrkirche Sant’Andrea (Foto)
  5. Giovani Calciatori Carassesi (italienisch) auf football.ch/ftc/Club-FTC.aspx (abgerufen am: 7. Mai 2016.)
  6. Museo Maretti Morobbia (italienisch) auf ti.ch/decs/dcsu/osservatorio/risorse/ (abgerufen 3. Februar 2018.)