Carayac

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Carayac
Carayac (Frankreich)
Carayac
Region Okzitanien
Département Lot
Arrondissement Figeac
Kanton Causse et Vallées
Gemeindeverband Grand-Figeac
Koordinaten 44° 33′ N, 1° 55′ OKoordinaten: 44° 33′ N, 1° 55′ O
Höhe 271–409 m
Fläche 6,87 km2
Einwohner 99 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km2
Postleitzahl 46160
INSEE-Code

Carayac ist eine französische Gemeinde mit 99 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Lot in der Region Okzitanien (vor 2016: Midi-Pyrénées). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Figeac und zum Kanton Causse et Vallées (bis 2015: Kanton Cajarc).

Laut Cassagne leitet sich der heutige Name der Gemeinde von den früheren Namen Cariacum (Villa des Carius) ab.[1]

Die Einwohner werden Carayacois und Carayacoises genannt.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carayac liegt circa elf Kilometer südwestlich von Figeac in dessen Einzugsbereich (Aire urbaine) in der historischen Provinz Quercy am südöstlichen Rand des Départements.[3]

Umgeben wird Carayac von den fünf Nachbargemeinden:

Béduer
Gréalou Nachbargemeinden Saint-Pierre-Toirac
Montbrun Larroque-Toirac

Obwohl an mehreren Stellen das Wasser aus der Erde tritt, durchquert kein Fließgewässer das Gebiet der Gemeinde.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erstmalige Erwähnung von Carayac erfolgte unter dem Namen Cayrac oder Cariac in einer Bulle des Papstes Eugen III. aus dem Jahr 1146 zugunsten der Abtei von Figeac. Im Jahre 1326 wurde die Pfarrgemeinde vereinigt und unterstand dem Kloster von Espagnac.[1][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bei Beginn des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 455. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1980er Jahren auf rund 50 Einwohner, bevor sich eine Wachstumsphase einstellte, die bis heute anhält.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016
Einwohner 72 53 57 52 59 82 80 80 99
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[6] INSEE ab 2011[7]

Pfarrkirche Saint-Etienne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauweise des größten Teils der heutigen Kirche lässt ihre Errichtung auf das 11. Jahrhundert datieren. Die beiden Kapellen an der Nord- und Südseite wurden vermutlich im 17. Jahrhundert hinzugefügt. Der Glockenturm wurde gegen 1860 gebaut, wie das Datum über seinem Eingang belegt. Die im romanischen Stil gehaltene Kirche besteht aus einem einschiffigen Langhaus, das mit einer flachen Apsis abgeschlossen wird, die breiter als der Triumphbogen ist. Das Mauerwerk des 11. Jahrhunderts besteht ausschließlich aus Bruchsteinen, die für die Gewände der Fenster, Türen und Bögen sorgfältig zugeschnitten wurden. Nur die Westfassade des Glockenturms ist mit Werksteinen erbaut. Die Wände sind innen verschönert durch Bemalungen der Bögen, doppelt in der Apsis, einfach im Langhaus. Zwei Pilaster trennen das Langhaus optisch in zwei Jochen. Die Höhe der Wände und ihre geringe Stärke lassen darauf schließen, dass das Langhaus einst mit einer Balkendecke versehen war. Die Apsis ist mit einer pyramidenförmigen Kuppel gedeckt. Die beiden Seitenkapellen sind mit Kreuzgratgewölben versehen.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carayac liegt in den Zonen AOC des Blauschimmelkäses Bleu des Causses und des Rocamadour, eines Käses aus Ziegenmilch.[8]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[9]
Gesamt = 9

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carayac wird durchquert von der Route départementale 38.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carayac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jean-Marie Cassagne: Villes et Villages en pays lotois (fr) Tertium éditions. S. 65. 2013. Abgerufen am 18. Juni 2019.
  2. Lot (fr) habitants.fr. Abgerufen am 17. Juni 2019.
  3. Aire urbaine de Figeac (223) (fr) INSEE. Abgerufen am 17. Juni 2019.
  4. Ma commune : Carayac (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 18. Juni 2019.
  5. a b Gilles Séraphin, Maurice Scellès: église paroissiale Saint-Etienne (fr) Départementrat Lot. 3. Oktober 2013. Abgerufen am 18. Juni 2019.
  6. Notice Communale Carayac (fr) EHESS. Abgerufen am 17. Juni 2019.
  7. Populations légales 2016 Commune de Carayac (46056) (fr) INSEE. Abgerufen am 17. Juni 2019.
  8. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 17. Juni 2019.
  9. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Carayac (46056) (fr) INSEE. Abgerufen am 17. Juni 2019.