Cardano (Kryptowährung)

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Cardano
Logo
Symbol ADA
Erscheinungsjahr 2015
Mining nein
Website www.cardano.org
Cardano
Basisdaten

Entwickler Cardano Foundation, Emurgo, IOHK
Erscheinungsjahr 2015
Aktuelle Version 1.3.0[1]
(9. August 2018)
Programmiersprache Haskell
Kategorie Kryptowährung
Lizenz Open Source

Cardano ist ein blockchainbasiertes Projekt im Bereich der Kryptowährungen, welches mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, alle bekannten, aktuellen Schwierigkeiten bisheriger Blockchainwährungen wissenschaftlich zu erforschen und zu lösen. Das Projekt, welches 2015 startete, möchte die Art und Weise, wie Kryptowährungen bisher designt und entwickelt wurden, auf unterschiedlichen Ebenen völlig neu gestalten und letztlich eine dezentralisierte Plattform für komplexe, programmierbare Transfers von Werten unter den Gesichtspunkten der Skalierbarkeit und Sicherheit erschaffen.

Dabei haben sich die Teammitglieder von Anfang an auf bestimmte Grundprinzipien geeinigt, welche als Leitbild während der Umsetzung dienen sollen – unter anderem sind dies wissenschaftliches Vorgehen, völlige Transparenz, Umsetzung mit einer modularen und funktionalen Sprache, Offenheit gegenüber offiziellen Institutionen und Regulatoren sowie Quelloffenheit.[2]

Bei Erfolg des Projektes, welches noch in seiner Entwicklung steht, sieht sich Cardano selbst als die kompletteste Kryptowährung, welche jemals geschaffen wurde.[3]

Cardano verwendet die interne Kryptowährung ADA als Zahlungsmittel für ihre Transaktionen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Sicht der Gründer des Projektes stoßen alle bisherigen blockchainbasierten Kryptowährungen unweigerlich auf eine Reihe schwerwiegender Probleme, welche die praktische Nutzbarkeit, Sicherheit, Skalierbarkeit sowie die soziale und ökonomische Integration von Kryptowährungen betreffen. Diese Probleme ergeben sich aus den in den technischen Strukturen etablierter Kryptowährungen inneliegenden Schwächen:

So hat sich die Welt der Kryptowährungen von einer 1. Generation, in welcher statische Zahlungen ohne Verträge durchgeführt wurden, über eine 2. Generation, in welcher dynamische Verträge möglich waren (programmierbare Smart Contracts) bis zu einer gerade im Entstehen sich befindenden 3. Generation entwickelt (weltweite Skalierung und legitimierende Regulierung).[4]

Die 3. Generation an Kryptowährungen würde demnach beliebige Skalierbarkeit für massenhafte Nutzung, Interoperabilität und Nachhaltigkeit einführen, indem aus den Fehlern der vorhergehenden Generationen gelernt würde und indem neue Technologien implementiert werden würden.

Cardano basiert dabei aus technischer Sicht aus mehreren Layern, welche jeweils relevante Dienste und Funktionen anbieten sollen.[5]

Skalierbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine beliebige Skalierbarkeit an eine massenhafte Nutzung möchte Cardano die drei wichtigsten Probleme in diesem Bereich lösen. Dies ist zum einen die Anzahl der Transaktionen pro Sekunde (TPS), zum anderen die nötige Bandbreite des Netzwerkes und schließlich die anfallende Datenmenge zur Speicherung der erfolgten Transaktionsinformationen. Zur Lösung dieser Probleme arbeitet Cardano an einem neuen, sicheren Proof-of-Stake-Protokoll mit dem Namen Ouroboros.[6] Ouroboros soll dabei unter anderem in Zukunft parallele, partitionierte Blockchains zulassen und eine quantensichere Verschlüsselung implementieren. Dabei soll die Bildung eines Blocks in der Blockchain einen Bruchteil der Kosten verursachen, welche bei den aktuellen Blockchainimplementierungen aufkommen.[7]

Interoperabilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Cardano-Team sieht in der fehlenden Interaktion zwischen den einzelnen Kryptowährungen an sich, sowie der fehlenden Interaktion der äußeren Finanzwelt mit den Kryptowährungen ein großes Problem. Bisher stand an der Schnittstelle zwischen der Finanzwelt und der Welt der Kryptowährungen in aller Regel lediglich eine Reihe von Exchange-Plattformen zur Verfügung, welche Kryptowährungen in Fiatgeld und umgekehrt tauschen können. Insofern war es bisher sehr problematisch im Rahmen regulärer Geschäftshandlungen direkt zwischen der Welt der Kryptowährungen und der regulären Finanzwelt hin und her zu wechseln und dabei die Legitimität der getätigten Geschäfte innerhalb der Welt der Kryptowährungen gegenüber Finanzinstitutionen und der öffentlichen Hand nachzuweisen.

Cardano arbeitet deshalb an einer Plattform, welche die Interaktion von Protokollen unterschiedlichster Art aus der Welt der Kryptowährungen untereinander und von Protokollen der äußeren Finanzwelt interagieren lassen möchte. Dafür wird in Zukunft die Speicherung verschlüsselter Metadaten zu jeder Transaktion angestrebt, welche die Quelle und weitere Stammdaten eines Geldstromes ablegen und gegenüber vertraulichen Stellen zum Nachweis offengelegt werden können.Dabei möchte Cardano einen Mittelweg gehen zwischen der Offenheit gegenüber der öffentlichen Hand und dem Schutz der Privatsphäre der Teilnehmer im Netzwerk und der Dezentralisierung.[8]

Zudem sollen innerhalb der Cardano-Sidechains (Seitenketten) auch die Tokens anderer Kryptowährungen genutzt werden können.[9]

Nachhaltigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cardano möchte über einen demokratischen Entscheidungsprozess aller Tokenholder die Richtung der Projektentwicklung in Zukunft steuern und über eine Schatzkammer, ähnlich dem Vorbild im Dash-Projekt finanzieren.[10]

Projekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Entwicklung des Projekts sind drei Instanzen beteiligt: [11]

  • Die Cardano Foundation (gemeinnützige Stiftung registriert 2016 in Zug, Schweiz), mit den Aufgaben der Schaffung und Erforschung von Standards und Regulatorien für Kryptowährungen, der offiziellen Vertretung nach außen sowie dem Aufbau und der Pflege der Community [12]
  • Emurgo (ein japanisches Unternehmen), welches den kommerziellen und investorenbasierten Anteil des Projektes steuert[13]
  • IOHK – ein Technologieunternehmen, welches die technische Umsetzung des Projektes abdeckt [14]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Release 1.3.0. 9. August 2018 (abgerufen am 9. August 2018).
  2. Protokoll der Cardano Foundation. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  3. Einführung. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  4. Cardano(ADA)-3rd generation of Cryptocurrency. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  5. Cardano documentation. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  6. Whitepaper Ouroboros. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  7. An adaptively-secure, semi-synchronous proof-of-stake blockchain. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  8. Interoperability. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  9. Aggelos Kiayias, Andrew Miller and Dionysis Zindros: Non-Interactive Proofs of Proof-of-Work. University of Edinburgh, IOHK, 4. Dezember 2017, abgerufen am 12. März 2018 (englisch).
  10. Nachhaltigkeit. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  11. Cardanoteam. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  12. Cardano Foundation. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  13. Emurgo. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  14. IOHK. Abgerufen am 16. Dezember 2017.