Carl Arriens

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Carl Arriens in Salatu, Benue Region, Nigeria, im August 1911. Foto von Leo Frobenius. Bestand des Frobenius-Instituts, Frankfurt am Main

Carl Arriens (* 12. März 1869 in Heide (Holstein); † ca. 1930[1]) war ein deutscher Maler und Illustrator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carl Arriens war Schüler des Landschaftsmalers Friedrich Preller dem Jüngeren in Dresden.[2] Um 1900 arbeitete er für den Sunlicht-Verlag, der damals eine Romanreihe in Jugendstil-Einbänden verlegte. 1909 lebte Arriens in Berlin. Er wurde damals als Maler und Illustrator in die Berliner Anthropologische Gesellschaft aufgenommen.[3] Eine weitere derartige Nachricht, diesmal mit der Adressangabe Berlin-Friedenau, findet sich in der Zeitschrift für Ethnologie 47, Heft 1 von 1915.[4]

Arriens nahm an den Deutschen Inner-Afrika-Forschungs-Expeditionen Nr. IV und VI von Leo Frobenius teil.[5][6] Diese fanden von 1910 bis 1912 und von 1912 bis 1914 statt.[7] Neben den Zeichnungen, die er auf diesen Expeditionen anfertigte, schuf er auch Illustrationen für Romane und Vorlagen für Schulwandbilder.[8] Er signierte offenbar mit C. Arriens.

Offenbar betätigte er sich später auch als Reiseschriftsteller; 1924 etwa kam Mosaik des Völkerlebens, 1927 Unter Kabylen und Beduinen und 1928 Am Herdfeuer der Schwarzen heraus.

Bereits seit 1907 war Arriens Mitglied der Berliner Freimaurerloge Zum Pegasus.

Illustrationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurd Schwabe, Mit Schwert und Pflug in Deutsch-Südwestafrika, Berlin 1899
  • Maximilian Böttcher, Die Blankenburgs, Mannheim (Sunlicht) um 1900
  • Maximilian Böttcher, Erwachende Zeit, Mannheim (Sunlicht) um 1900
  • Jean Champol, Feindliche Mächte, Mannheim (Sunlicht) um 1900
  • C. von Eynatten, Anikas Brautstand, Mannheim (Sunlicht) um 1900
  • Paul Beneke, Ein harter deutscher Seevogel, Berlin 1902
  • Rudolf Zabel, Durch die Mandschurei und Sibirien, Berlin, 2. Auflage 1903
  • Otto Hauser, Urmensch und Wilder, Berlin 1921
  • [NL] De mooiste sprookjes uit: Duizend en één nacht. [Bearb. von] Henriette Rappard; Ill. C. Arriens. ’s-Gravenhage, J. Philip Kruseman, [1921–22]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Literaturlexikon. Das 20. Jahrhundert. Band 1: Aa-Bauer. Bern 2000, ISBN 3-908255-01-5, S. 346

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Carl Arriens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Valerie Glock: Ein Maler auf Expedition. In: Holger Jebens (Hrsg.): Herbarium der Kultur. Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-9806506-5-6
  2. Max Jordan: Friedrich Preller: Tagebücher des Künstlers. Vereinigte Kunstanstalten, München-Kaufbeuren 1904, S. 310.
  3. Zeitschrift für Ethnologie 41, Heft 3/4, 1909
  4. Zeitschrift für Ethnologie, 47, Heft 1, 1915
  5. Frobenius-Institut, frühere Mitarbeiter (Memento des Originals vom 10. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.frobenius-institut.de
  6. Leo Frobenius 1910 auf der Niger-Expedition. Aquarell von Carl Arriens (PDF; 2,4 MB)
  7. Frobenius-Expeditionen
  8. Höhlenleben in der Steinzeit, Schulwandbild nach Carl Arriens