Carl Heinz Wolff

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Carl Heinz Wolff (* 11. Februar 1884 in Werdau; † 9. Dezember 1942 in Berlin) war ein deutscher Filmregisseur und Filmproduzent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er arbeitete zunächst als Schauspieler und begann während des Ersten Weltkriegs in Berlin als Filmregisseur. Wolff gründete seine eigene Filmfirma Ko Wo Film, für die er einige Filme um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes inszenierte, später erweiterte er seine Palette.

Er führte Regie bei verschiedenartigsten Stoffen vom Filmdrama bis zur Filmkomödie, bei denen er gelegentlich auch am Drehbuch mitschrieb oder sich an der Produktion beteiligte. Ein wirklich durchschlagender Erfolg gelang nicht, auch nicht durch Pipin, der Kurze mit dem damals noch nicht besonders populären Heinz Rühmann als Hauptdarsteller. So arbeitete Wolff weiterhin als Bühnenschauspieler und zuletzt als Gastspieldirektor.

In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre geriet Wolff in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Er wurde fast nur noch für Kurzfilme herangezogen und war längere Zeit beschäftigungslos. Erst im Juli 1942, kurz vor seinem Tod, wurde ihm noch einmal die Regie zu drei Kurzfilmen in Aussicht gestellt. Wolff starb im Alter von nur 57 Jahren.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1915: Der schwarze Husar (nur Darsteller)
  • 1916: Kellner, zahlen
  • 1916: Aus Liebe gefehlt
  • 1917: Der Erdstrommotor
  • 1917: Die Kassette
  • 1917: Durchlaucht amüsiert sich
  • 1918: Der Schlangenring
  • 1918: Was er im Spiegel sah
  • 1918: X Y Z
  • 1918: Brockhaus, Band dreizehn
  • 1919: Die Wette
  • 1919: Der Erdstrommotor
  • 1919: Die Mexikanerin
  • 1920: Der Gefangene
  • 1921: Zwischen Flammen und Fluten (auch Co-Drehbuch)
  • 1927: Der Herr der Nacht
  • 1929: Jugendsünden
  • 1929: Der Sittenrichter
  • 1929: Es war einmal ein treuer Husar
  • 1930: Lumpenball
  • 1930: Flachsmann als Erzieher
  • 1930: Freiheit in Fesseln
  • 1931: Kyritz – Pyritz
  • 1931: So'n Windhund
  • 1931: Täter gesucht
  • 1931: Die Liebesfiliale
  • 1932: Frau Lehmanns Töchter
  • 1932: Husarenliebe
  • 1933: Heideschulmeister Uwe Karsten
  • 1934: Pipin der Kurze
  • 1934: Grüß' mir die Lore noch einmal
  • 1934: In Sachen Timpe
  • 1935: Verlieb Dich nicht am Bodensee
  • 1936: Karo-König (Kurzfilm)
  • 1937: Heinz hustet (Kurzfilm)
  • 1937: Gänseknöchlein (Kurzfilm)
  • 1937: Der Fußball (Kurzfilm)
  • 1938: Der 50-Markschein (Kurzfilm)
  • 1939: Schneewittchen und die sieben Zwerge
  • 1940: Tip auf Amalia
  • 1942: Nur nicht drängeln (Kurzfilm)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 447 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]