Carl Helfrich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Carl Helfrich (* 13. August 1906 in Lampertheim; † 31. Mai 1960 in Bonn) war ein deutscher Journalist und Widerstandskämpfer.

Nach seinem Studium promovierte er. Im Herbst 1939 lernte er Ilse Stöbe kennen, mit der er dann gemeinsam eine Wohnung in der Ahornallee 48 in Berlin-Charlottenburg bezog. Durch Vermittlung Stöbes erhielt er eine Anstellung in der Informationsabteilung des Auswärtigen Amtes, wo Rudolf von Scheliha Referatsleiter war. Am 12. September 1942 wurde er zusammen mit Ilse Stöbe verhaftet. Helfrich wurde nicht vom Reichskriegsgericht (RKG) angeklagt, sondern in verschiedene Konzentrationslager verschleppt. Testamentarisch hatte er das durch einen Beschluss des RKG beschlagnahmte Vermögen von Ilse Stöbe geerbt, das vor allem aus Grundbesitz und Anteilen an Zeitungen und Verlagen in der Schweiz bestand.

Nach der Befreiung aus dem Konzentrationslager ging er 1945 wieder nach Berlin. Dort wurde er ab dem 12. November 1945 Chefredakteur der ersten Berliner Abendzeitung nach dem Kriegsende: des Kuriers, der dreimal wöchentlich herausgegeben wurde.

1947 war er der erste Chefredakteur des am 1. August 1947 gegründeten Verbandsorgans der VVN Unser Appell (das im Januar 1949 in Die Tat umbenannt wurde). Das Blatt erschien 14-täglich mit einer Auflage von 55.000. Helfrich war Mitglied der SED.[1]

Später wurde er stellvertretender Chefredakteur des Hessischen Rundfunks.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan Foizik im SBZ-Handbuch