Carl Hostmann

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Carl Hostmann (* 1799; † 21. Januar 1858) war ein deutscher Bankier und Unternehmer aus Celle.

Leben[Bearbeiten]

1823 beteiligten sich die Bankiers Carl und Christian Hostmann an der erweiterten Druckerschwärze-Fabrik des Drogist Johann Ernst Holste aus Celle (ab 1902: Hostmann-Steinberg).

1832, beim Bau des Hadelner Kanals, vergeben sie Anleihen an die Kanalinteressenten.

Um 1841 erhielt Friedrich Christian Deig (* 1808 in Barbis) von seinem Christian Hostmann das Kapital für seine Zündholzfabrik.

1853 schürften Carl Hostmann und der aus Linden stammende Fabrikant Fritz Hurtzig in Oberg (heute ein Ortsteil von Ilsede) nach Kohle. Sie beantragten bei der Regierung in Braunschweig und Hannover das Recht auf Bergbau für die Gemeinden Adenstedt, Klein- und Groß Bülten, Gadenstedt, Münstedt, Schmedenstedt und Groß Ilsede. Die erblichen Konzessionen erhielt er im Dezember 1856.

Der Name der der geplanten Aktiengesellschaft, „Welfen Berg- und Hütten-Gesellschaft“ wurde vom welfischen Königshaus abgelehnt. So wurde sie „Bergbau- und Hütten-Gesellschaft zu Peine“ benannt. Es waren sechs Hochöfen, Schmelz-, Puddel-, Walz-, Gießerei- und Maschinenwerke geplant. Das Grundkapital von 5,0 Mio Tlr. war im Frühjahr 1857 auf 334.000 Tlr. eingezahlt und ein belgisches Unternehmen begann in Groß Ilsede mit der Errichtung des Hüttenwerkes. Die Platzierung der Aktien erwies sich jedoch als schwierig. Da die Gelder nicht ausreichten, mussten Anfang 1858 die Bauarbeiten eingestellt werden und Carl Hostmann ging in den Freitod. Den Hüttenbetrieb in Peine hat sein Schwiegersohn Carl Haarmann nach dem Tod von Hostmann als Ilseder Hütte neu aufgebaut.

1856 kaufte die Hannoversche Bergwerksgesellschaft Hostmann & Co. AG die Berechtsame für die Zeche Hannover, die in den Jahren 1857–58 errichtet wurde. Lang andauernde Probleme mit eindringendem Grundwasser verhinderten jedoch eine gewinnbringende Kohlenförderung und verlangten gleichzeitig hohe Investitionen. 1860 haben sie die Zeche wieder verkauft. Bevor die Zeche 1870 erstmals Gewinn abwarf, wechselte sie mehrfach den Besitzer, bis Alfred Krupp sie 1872 erwarb.

Literatur[Bearbeiten]

  • O. Philipps: Carl Hostmann und die Ilseder Hütte. Studien zur Geschichte der Peine-Ilseder Eisenindustrie anlässlich des 75. Todestages ihres Begründers. G. Stalling, Oldenburg 1934
  • Hans Jürgen Rieckenberg: Hostmann, Carl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 9, Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, S. 654 f. (Digitalisat).
  • J. Studtmann: Carl Hostmann und die Bergbau- und Hütten-Gesellschaft zu Peine. Wirtschaftswissenschaftliche Gesellschaft zum Studium Niedersachsens, Hannover 1953.

Weblinks[Bearbeiten]