Carl Maria von Weber

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Carl Maria von Weber, Bild von Caroline Bardua, 1821
Büste im Weberhain Eutin

Carl Maria Friedrich Ernst von Weber (* 18. oder 19. November 1786[1] in Eutin, Hochstift Lübeck; † 5. Juni 1826[2] in London) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Pianist.

Leben[Bearbeiten]

Das Geburtshaus von Carl Maria von Weber in Eutin

Die Familie seiner Mutter, der Opernsängerin und Schauspielerin Genovefa Weber, stammte aus Marktoberdorf im schwäbischen Allgäu; die Vorfahren väterlicherseits kamen aus Stetten (Lörrach). Carl Maria von Weber wurde Ende 1786 in Eutin geboren. Webers Vater Franz Anton von Weber führte das Adelsprädikat eigenmächtig und behauptete, von einer – damals bereits ausgestorbenen – süddeutschen Familie gleichen Namens abzustammen.[3] Er war u. a. als Musiker und Kapellmeister tätig und gründete 1789 eine reisende Theatertruppe, bei der auch seine Kinder aus erster Ehe mitwirkten. Nach dem Tod von Genovefa Weber und dem Scheitern als Theaterunternehmer versuchte er, seinen Lebensunterhalt dadurch zu bestreiten, den kleinen Carl Maria als Wunderkind zu präsentieren, was aber auch nicht nach seinen Vorstellungen gelang. Im sächsischen Freiberg wurde die Oper Das Waldmädchen des Vierzehnjährigen aufgeführt, die nur geringe Anerkennung fand.

Carl Maria, ein Cousin von Mozarts Frau Constanze, hatte ersten professionellen Unterricht im Klavierspiel, in Harmonielehre und Tonsatz von Kammermusiker Johann Peter Heuschkel erhalten, der in der Kapelle des Hildburghäuser Herzogs Friedrich als Organist, Pianist und Oboist angestellt war. Weitere Lehrer Webers waren in München Johann Evangelist Wallishauser (Künstlername: Valesi; Gesang) und Johann Nepomuk Kalcher (Komposition) sowie in Salzburg Michael Haydn, der Bruder Joseph Haydns. Maßgeblich für Webers späteren Erfolg als Komponist war aber der Unterricht bei Abbé Georg Joseph Vogler 1803/04 in Wien und später noch einmal in Darmstadt, dort als „Mitschüler“ des jungen Meyer Beer (Giacomo Meyerbeer).

1804 wurde Weber Kapellmeister am Theater in Breslau. Erst siebzehnjährig und ohne entsprechende Berufserfahrung erwarb er sich durch seine ernsthafte Probenarbeit große Anerkennung. Auch wegen der politischen Entwicklung in Preußen blieb er aber nur bis zum Sommer 1806. Bis zum Februar 1807 lebte er als Gast des preußischen Generals Herzog Eugen von Württemberg auf dessen kleinem Schloss in Carlsruhe (heute Pokój bei Oppeln in Polen). Der General, der gegen Napoleon gekämpft hatte, empfahl Weber nach Stuttgart zu seinem Bruder Friedrich, der – mit den Franzosen verbündet – von Napoleon zum König von Württemberg erhoben worden war. Weber fand aber bei Hofe keine Anstellung als Musiker, sondern musste einem weiteren Bruder des Königs, dem „Herzog Louis“ als Sekretär dienen, fand deshalb aber wieder Zeit zu intensivem Komponieren.

Ohnehin selbst hochverschuldet, wurde Weber durch seinen Dienstherrn in eine Stuttgarter Korruptionsaffäre hineingezogen, so dass er – zusammen mit seinem Vater – Anfang 1810 aus Württemberg ausgewiesen wurde.[4] Franz Anton von Weber nahm Wohnung in Mannheim, Carl Maria wirkte zunächst auch dort als freischaffender Pianist, Dirigent und Komponist, wie in den folgenden drei Jahren auch in Frankfurt, wo seine Oper Silvana uraufgeführt wurde, und in München, wo er den Klarinettisten Heinrich Joseph Baermann kennenlernte, der ihn zu wichtigen Werken für dieses Instrument inspirierte. Förderung fand er nun auch am Hofe von Emil Leopold August, Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg und durch bürgerliche Kreise in Berlin.

Von 1813 bis 1816 war er Operndirektor am Ständetheater in Prag. In dieser Zeit wurde sein Name in den deutschen Staaten besonders durch seine Vertonungen mehrerer Gedichte von Theodor Körner (u. a. Lützows wilde verwegene Jagd) bekannt, was Weber im späteren 19. Jahrhundert den Ruf einbrachte ein „politischer“ Musiker gewesen zu sein.

Dresden[Bearbeiten]

Statue von Carl Maria von Weber vor dem Zwinger am Theaterplatz in Dresden

Ab 1817 wirkte er als Königlicher Kapellmeister und Direktor der deutschen Oper am Dresdner Hoftheater. Heinrich Carl Graf Vitzthum von Eckstädt, der Direktor der musikalischen Kapelle und des Theaters, konnte Webers Berufung nur gegen den Widerstand des sächsischen Königs und des Ministers Grafen Einsiedel durchsetzen. Die vom Hof favorisierte italienische Oper des Hoftheaters leitete Francesco Morlacchi, mit dem zusammen Weber auch für die Kirchenmusik an der katholischen Hofkirche zuständig war. Beide Musiker standen zueinander nicht nur in lebhafter Konkurrenz; ebenso arbeiteten sie eng zusammen, da sie sich auch als gegenseitige Urlaubsvertretung brauchten, so dass Weber auch mit großem Beifall aufgenommene Operneinstudierungen der „Italiener“ erarbeitete.

Am 30. Januar 1817 hatte Weber mit einer Aufführung von Méhuls Joseph (unter dem Titel Jakob und seine Söhne) das neue deutsche Opern-Departement eröffnet, wie er zuvor auch schon in Prag einen „deutschen Opernspielplan“ mangels geeigneter Werke nur mit Adaptionen französischer Titel verwirklichen konnte. In Dresden führte Weber auch seine schon in Breslau begonnene Praxis einer systematisch organisierten Probenarbeit erfolgreich fort.[5]

Ehe[Bearbeiten]

1817 heiratete er die Sängerin und Schauspielerin Caroline Brandt, die er schon 1810 in Frankfurt als Silvana in seiner gleichnamigen Oper kennengelernt und 1813 nach Prag engagiert hatte. Ihr gemeinsamer Sohn Max Maria von Weber, beim Tod seines Vaters erst vier Jahre alt, wurde ein wichtiger Eisenbahningenieur, schrieb aber auch eine erste umfangreiche Biografie seines Vaters, die aufgrund ihres sehr freien Umgangs mit den historischen Fakten, wie sie mittlerweile von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe erforscht wurden, nicht mehr als verlässliche Quelle herangezogen werden kann.

Entstehung des Freischütz[Bearbeiten]

Als musikalischer Leiter der deutschen Oper in Dresden trat Weber auch in Beziehung zu dem Rechtsanwalt und Mitherausgeber der Dresdner Abendzeitung, Johann Friedrich Kind, der sich als vielseitiger Schriftsteller im geistigen Leben Dresdens profiliert hatte. Inspiriert durch das Gespensterbuch schuf Weber auf ein Libretto von Kind seine populärste Oper Der Freischütz, deren Schicksalsdrama dem damaligen Zeitgeist mit seinen Neigungen zu übersinnlichen Stoffen entsprach. Der Freischütz wurde am 18. Juni 1821 unter Webers musikalischer Leitung im Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt mit aufsehenerregendem Erfolg uraufgeführt. Zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Kind kam es aber nicht, da dieser sich von Weber nicht ausreichend am finanziellen Erfolg des gemeinsamen Werks beteiligt fühlte[5].

Schriften, Opern und Kompositionen[Bearbeiten]

Im heutigen Dresdner Stadtteil Hosterwitz bei Pillnitz befindet sich das Carl-Maria-von-Weber-Museum im ehemaligen Sommerhaus des Komponisten. Er schrieb dort wesentliche Teile der Opern Euryanthe und Oberon. Sonst lebte Weber in der Stadt Dresden u. a. im Haus Altmarkt 9. In seinen Dresdner Jahren entstanden auch zahlreiche Instrumentalwerke, darunter seine bekannteste Klavierkomposition Aufforderung zum Tanz. Für den sächsischen Hof schuf er zahlreiche Fest- und Huldigungskompositionen sowie zwei Messen.
Carl Maria von Webers Schriften sind wichtige Dokumente über die Musik und das Theater seiner Zeit. Seine musikalischen und dramaturgischen Artikel über eigene Werke, vor allem aber über solche seiner Zeitgenossen, fanden großes Interesse. Sein in Fragmenten erhaltener unvollendeter Roman über ein Künstlerleben – mit autobiografischen Zügen – bezeugt seinen auch schriftstellerischen Ehrgeiz.

Paris, London und Tod[Bearbeiten]

Das Grab von Weber auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden

Anfang 1826 reiste Weber, schon erheblich von seiner chronisch gewordenen Tuberkuloseerkrankung geschwächt, zur Uraufführung des Oberon nach London. Unterwegs besuchte er Paris und traf dort viele wichtige Kollegen, unter ihnen Gioachino Rossini. Er gab in London zunächst zahlreiche Konzerte und wurde dann für seine neue Oper vom englischen Publikum gefeiert. Er hatte sich in Oberon sehr weit auf die – ganz anderen – Konventionen des britischen Theaters eingelassen und zuhause dafür gute Englischkenntnisse erworben. Er dirigierte trotz stärkster Beschwerden noch mehrere Wiederholungsaufführungen und gab weitere Konzerte. In der Nacht zum 5. Juni 1826 starb er im Hause seines Gastgebers George Smart. Am 21. Juni 1826 wurde er in einem Bleisarg in einer Gruft der römisch-katholischen Kirche St Mary Moorfields in London unter großer Anteilnahme beigesetzt; prominente Kollegen führten Teile von Mozarts Requiem auf.[5]:539 18 Jahre später wurde Webers Sarg nach Dresden überführt. Dort wurde Weber auf dem Alten Katholischen Friedhof beigesetzt. Richard Wagner begründete in seiner Grabrede durch die Behauptung, dass „nie ein deutscherer Musiker“ gelebt habe als Weber, das langlebige Missverständnis Webers als eines deutschen „Nationalkomponisten“.[5]:542

Die Eutiner Weber-Tage

Ab 1951 fanden in Webers Geburtsstadt Eutin, in der auch eine (von Prof. Paul Peterich geschaffene) Büste im Weberhain an den Komponisten erinnert, über viele Jahre Freilicht-Festspiele zu seinen Ehren, auch mit Aufführungen seiner Opern, statt. Gegenwärtig sind es die Eutiner Weber-Tage, die mit einer alljährlichen Veranstaltungsreihe an den großen Sohn der Stadt erinnern.

Kuriosa[Bearbeiten]

Schnuff-Stein in Erinnerung an Carl Maria von Webers Affen Schnuff an der Mauer der Hosterwitzer Kirche in Dresden

Bei einem Aufenthalt in Hamburg traf Weber mit seiner Frau auf Matrosen, die Kapuzineraffen zum Verkauf anboten.

„Einer derselben, ein kleiner allerliebster, kaum spannenhoher Capuzineraffe, zeigte sich so liebenswürdig, schnitt so charaktervolle Gesichter, kratzte sich so tiefernst und bedenklich hinterm Ohr, daß Caroline ausrief: ‚den muß ich haben, der sieht S… zu ähnlich!‘“

Max Maria von Weber, 1864[6]

Weber erstand den Affen, den er Schnuff Weber nannte und in Hamburg und später in Dresden an seiner Seite hatte. Vor allem in Dresden sorgte er mit seinem Haustier für Aufsehen. Dem zahmen Affen widmete der Bildhauer Joachim Zehme ein Epitaph. Eine Reproduktion des Steins befindet sich heute an der Mauer der Hosterwitzer Kirche Maria am Wasser.

Werke[Bearbeiten]

Die Abkürzung „J.“ bezieht sich hier noch auf das Werkverzeichnis, das Friedrich Wilhelm Jähns 1871 in Berlin herausgebracht hat. In Zukunft werden die Werkverzeichnis-Nummern der Neuen Gesamtausgabe gültig sein.

Opern[Bearbeiten]

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Bühnenmusik[Bearbeiten]

  • Preciosa, J. 279, UA 1821; Musik zum Schauspiel von Pius Alexander Wolff nach Cervantes; Choreografie der Tänze von Constantin Michel Telle. Ouvertüre und 11 Musiknummern.
  • Turandot, op.37; J.75, 1809; Schauspiel von Friedrich Schiller nach Gozzi. Ouvertüre und 6 Musiknummern.
  • König Yngurd, J.214, 1817; Musik zum Trauerspiel von A. Müllner. 10 Musiknummern und ein unbegleitetes Lied für Mezzosopran: „Lasst den Knaben nicht den Raben“.
  • Heinrich IV.. König von Frankreich, J. 257, 1818; Musik zum Trauerspiel von Eduard Gehe. 8 Musiknummern.
  • Lieb um Liebe, J. 246, 1818; Musik zum Schauspiel von Anton Rublack. 4 Gesangsnummern, Marsch und Melodram.

Lieder[Bearbeiten]

  • Mehr als 90 Sololieder, dazu zahlreiche mehrstimmige Lieder und Kanons sowie Vokalduette mit Gitarre- oder Klavierbegleitung (siehe Weblinks).

Geistliche Werke[Bearbeiten]

Vokalwerke mit Orchester[Bearbeiten]

  • Kantate Der erste Ton für Chor (SATB) und Orchester op. 14 J. 58 (1808 / revidiert 1810)
  • Rezitativ und Rondo Il momento s’avvicina für Sopran und Orchester op. 16 J. 93 (1810)
  • Hymne In seiner Ordnung schafft der Herr für Solisten (SATB), Chor (SATB) und Orchester op. 36 J. 154 (1812)
  • Kantate Kampf und Sieg für Solisten (SATB), Chor (SATB) und Orchester op. 44 J. 190 (1815)
  • Szene und Arie der Atalia Misera me! für Sopran und Orchester op. 50 J. 121 (1811)
  • Jubel-Kantate zum 50. Regierungsjubiläum von König Friedrich August I. von Sachsen für Soli (SATB), Chor (SATB) und Orchester op. 58 J. 244 (1818)

Konzerte[Bearbeiten]

80-Pfennig-Sondermarke der Deutschen Bundespost (1986) zum 200. Geburtstag
  • Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 11 J. 98 (1810)
  • Klavierkonzert Nr. 2 Es-Dur op. 32 J. 155 (1812)
  • Fagottkonzert F-Dur für op. 75 J. 127 (1811 / revidiert 1822)
  • Klarinettenkonzert Nr. 1 f-Moll op. 73 J. 114 (1811)
  • Klarinettenkonzert Nr. 2 Es-Dur, op. 74 J. 118 (1811)
  • Grand Pot-Pourri für Cello und Orchester D-Dur op. 20 J. 64 (1808)
  • Concertino für Klarinette und Orchester Es-Dur op. 26 J. 109 (1811)
  • Concertino für Horn und Orchester e-Moll op. 45 J. 188 (1806/ umgearbeitet 1815)
  • Konzertstück für Klavier und Orchester f-Moll op. 79 J. 282 (1821)
  • Romanza siciliana für Flöte und Orchester J. 47 (1805)
  • Sechs Variationen über das Thema A Schüsserl und a Reind’rl für Alt-Viola und Orchester J. 49 (1800/revidiert 1806)
  • Andante und Rondo Ungarese für die Alt-Viola und Orchester J. 79 (1809)
  • Variationen für Violoncello und Orchester d-Moll J. 94 (1810)
  • Adagio und Rondo für Harmonichord (Harmonium) und Orchester F-Dur J. 115 (1811)
  • Andante und Rondo Ungarese für Fagott und Orchester c-Moll op. 35 J. 158 (1813) Umarbeitung von J. 79

Orchesterwerke[Bearbeiten]

Carl Maria von Webers Totenmaske im Ostholstein-Museum Eutin
  • Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 19 J. 50 (1807)
  • Sinfonie Nr. 2 C-Dur J. 51 (1807)
  • Ouvertüre zu Peter Schmoll op. 8 J. 54 (1807) auch Ouvertüre in Es oder Concert-Ouvertüre genannt
  • Ouvertüre zum Beherrscher der Geister op. 27 J. 122 (1811)
  • Jubel-Ouvertüre op. 59 J. 245 (1818)
  • Deutscher J.185 (1815)
  • Tedesco J. 191 (1816)

Kammermusik[Bearbeiten]

  • Sechs Violinsonaten op. 10 Six Sonates progressives pour le Pianoforte avec Violon obligé dédiées aux Amateurs J. 99–104 (1810)
  • Neun Variationen auf eine norwegische Arie für Violine und Klavier op. 22 J. 61 (1808)
  • Sieben Variationen für Klarinette und Klavier op. 33 J. 128 "Silvana Variationen" (1811)
  • Grand Duo concertant für Klarinette und Klavier Es-Dur op. 48 J. 204 (1816)
  • Divertimento assai facile für Gitarre und Klavier C-Dur op. 38 J. 207 (1816/17)
  • Trio für Flöte, Violoncello und Klavier g-Moll op. 63 J. 259 (1819)
  • Klavierquartett B-Dur J. 76 (1806/09)
  • Klarinettenquintett B-Dur op. 34 J. 182 (1815)

Klaviermusik[Bearbeiten]

  • Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op. 24 J. 138 (1812)
  • Klaviersonate Nr. 2 As-Dur op. 39 J. 199 (1816)
  • Klaviersonate Nr. 3 d-Moll op. 49 J. 206 (1816)
  • Klaviersonate Nr. 4 e-Moll op. 70 J. 287 (1822)
  • Sechs Fughetten op. 1 J. 1–6 (1798)
  • Momento capriccioso B-Dur op. 12 J. 56 (1808)
  • Grande Polonaise Es-Dur op. 21 J. 59 (1808)
  • Rondo brillante Es-Dur op. 62 J. 252 (1819)
  • Aufforderung zum Tanz Rondo brillant Des-Dur op. 65 J. 260 (1819)
  • Polacca brillante E-Dur op. 72 J. 268 (1819) (orchestrierte Version von Franz Liszt)
  • 12 Allemanden op. 4 J. 15–26 (1801)
  • Sechs Variationen über ein Originalthema op. 2 J. 7 (1800)
  • Acht Variationen über ein Thema von Abbé Vogler op. 5 J. 40 (1804)
  • Sechs Variationen op. 6 J. 43 (1804)
  • Sieben Variationen über Vien quà, Dorina bella op. 7 J. 53 (1807)
  • Sieben Variationen über ein Originalthema op. 9 J. 55 (1808)
  • Sieben Variationen über die Romanze A peine au sortir de l’enfance op. 28 J. 141 (1812)
  • Variationen über Schöne Minka op. 40 J. 179 (1815)
  • Sieben Variationen über ein Zigeunerlied op. 55 J. 219 (1817)
  • Sechs Stücke für Klavier zu 4 Händen op. 3 J. 9–14 (1801)
  • Sechs Stücke für Klavier zu 4 Händen op. 10 J. 81–86 (1809)
  • Acht Stücke für Klavier zu 4 Händen op. 10 J. 81–86
  • Acht Stücke für Klavier zu 4 Händen op. 60 J. 248, 264, 253, 242, 236, 265, 266, 254 (1819)

Literatur[Bearbeiten]

  • M. M. v. Weber, Carl Maria von Weber. Ein Lebensbild. Leipzig 3 Bde. (3. Bd. Briefe und andere Quellen), 1864–66.
  • F. W. Jähns, Carl Maria von Weber in seinen Werken. Berlin 1871 (Werkverzeichnis).
  • Constantin von Wurzbach: Weber, Karl Maria Freiherr von. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 53. Verlag L. C. Zamarski, Wien 1886, S. 197–210 (Digitalisat).
  • Wilhelm Joseph von WasielewskiWeber, Carl Maria von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 41, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 321–333.
  • Rolf Hänsler: Durch die Wälder durch die Auen. Das Leben Carl Maria von Webers für die Jugend erzählt.. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1963.
  • Michael Leinert, Carl Maria von Weber in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek 1978. ISBN 978-3-499-50268-2 (Neuauflage 2007).
  • Hans Hoffmann: Carl Maria von Weber – Biografie eines realistischen Romantikers. Düsseldorf 1986.
  • Karl Laux, Carl Maria Von Weber. Leipzig 1986.
  • D. Lohmeier (Hg.), Carl Maria von Weber. Werk und Wirkung im 19. Jahrhundert. Ausstellung der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek. Kiel 1986
  • Matthias S. Viertel, Die Instrumentalmusik Carl Maria von Webers. Ästhetische Voraussetzungen und struktureller Befund. Frankfurt/M., Bern, New York 1986.
  • John H. Warrack, Carl Maria von Weber. Eine Biographie., dt. von Horst Leuchtmann, Hamburg, Düsseldorf 1972. ISBN 3-546-49514-4; erweiterte Ausgabe unter Mitarb. von Erika Klemm, Leipzig 1986. ISBN 3-370-00163-2
  • Dieter Härtwig, Carl Maria von Weber. Mit 60 Abbildungen. Leipzig 1989. ISBN 3-323-00019-6
  • Karla Höcker, Oberons Horn. Das Leben Carl Maria von Webers. Berlin 1990
  • Michael Heinemann: Carl Maria von Webers „neue“ Kirchenmusik, in: Die Dresdner Kirchenmusik im 19. und 20. Jahrhundert, hrsg. von Matthias Herrmann, Laaber 1998, S. 81–88 (Musik in Dresden 3), ISBN 3-89007-331-X
  • Christoph Schwandt: Carl Maria von Weber in seiner Zeit : eine Biografie, Mainz : Schott Music, 2014, ISBN 978-3-7957-0820-7 (auch als e-book erhältlich)

Im Verlag Schott (Mainz) erschienen im Rahmen der Weber-Gesamtausgabe bis 2015 neun Bände der Weber-Studien.

Die Internationale Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft publiziert seit 1992 jährlich einen Band der Weberiana (Gesamt-Inhaltsverzeichnis als PDF).

Eine lückenlose Weber-Bibliografie wird von der Weber-Gesamtausgabe ständig aktualisiert und ist online einsehbar.

Quellen[Bearbeiten]

  1. „Ein wunderliches Dunkel schwebt bei alledem über den eigentlichen Geburtstag Carl Maria von Weber’s. Das Kirchenbuch zu Eutin registrirt seine Taufe am 20. November 1786, wonach, da bei Katholiken die Taufe am ersten oder zweiten Tage nach der Geburt zu erfolgen pflegt, Carl Maria am 18. oder 19. November geboren sein müßte. Gewisse Zeichen und die Stellung der Niederschrift im Buche selbst, lassen aber der Möglichkeit Raum, daß der Monatsname verschrieben sein könne. Eine Notiz von Franz Anton von Weber’s eigner Hand, die indeß weder mehr Glaubhaftigkeit verdient, als andre Niederschriften des oft sehr flüchtigen Mannes, die offenbar Unrichtigkeiten enthalten, noch auch den mit römischen Ziffern geschriebenen Monatsnamen sehr deutlich giebt, bezeichnet 1/2 11 Uhr Abends am 18. Dezember 1786 als Geburtsstunde des Kindes. Der Umstand, daß letzteres Datum in der Familie stets als Geburtstag Carl Maria’s gefeiert worden ist, giebt der Annahme, daß der 18. December der wahre Geburtstag und der Eintrag im Kirchenbuche ein irriger sei, eine Berechtigung, obwohl auch manche Gründe für den 18. oder 19. November sprechen. In späteren Jahren liebte es Weber, das letztere Datum als echt anzunehmen, da auf diese Weise sein Geburtstag mit dem seiner Gattin Caroline zusammengefallen sein würde.“ Max Maria von Weber: Carl Maria von Weber. Ein Lebensbild. 1. Band, Leipzig 1864, S. 19f.
  2. „Als verbindlich gilt der 5. Juni 1826 als Sterbedatum Webers. Die Biographen berichten zwar, dass er am 4. Juni um 22 Uhr schlafen ging, aber auch, dass man seine Leiche am Morgen des 5. Juni fand. Daher rührt wohl die Uneindeutigkeit vieler Angaben. Präzise wäre wohl: Weber starb in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 1826“. Auskunft der Carl-Maria-Weber-Gesamtausgabe
  3. Musik in Geschichte und Gegenwart Bd. 17, (2007) Sp. 506
  4. Joachim Veit: „…mit äußerster Diskretion zu benutzen.“, Neue Zeitschrift für Musik, 150, 1989, S. 8–16
  5. a b c d Christoph Schwandt: Carl Maria von Weber in seiner Zeit. Mainz 2014
  6. Der Affe Schnuff. In: Max Maria von Weber: Carl Maria von Weber. Ein Lebensbild. Band 2. Ernst Keil, Leipzig 1864, S. 264.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Carl Maria von Weber – Quellen und Volltexte
 Commons: Carl Maria von Weber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien