Carl von Campe

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Carl von Campe (* 16. April 1894 in Hildesheim; † 8. September 1977 in München) war ein deutscher Politiker der Deutschen Partei.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Von Campe, Sohn des preußischen DVP-Landtagsabgeordneten Rudolf von Campe, trat 1921 in den Diplomatischen Dienst ein und wurde bis 1940 auf verschiedenen Auslandsposten verwendet, bevor er anschließend bis zum Kriegsende im Auswärtigen Amt in Berlin eingesetzt wurde. Am 1. Dezember 1940 war er der NSDAP beigetreten (Mitgliedsnummer 8.128.080).

Über seine Entnazifizierung ist nichts bekannt. Im Jahr 1952 wurde er Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Chile. 1959 trat er in den Ruhestand.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Von Campe war 1948 und 1949 Mitglied im Wirtschaftsrat der Bizone. Er gehörte dem Deutschen Bundestag vom 23. Januar 1950, als er für seinen verstorbenen Parteifreund Friedrich Klinge nachrückte, bis zum 8. Januar 1952 an. Er legte sein Mandat nieder, um erster Botschafter der Bundesrepublik in Chile zu werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maria Keipert (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 1: Johannes Hürter: A–F. Schöningh, Paderborn u. a. 2000, ISBN 3-506-71840-1.
  • Rudolf Vierhaus und Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 1, A–M, Saur, München 2002, ISBN 3-598-23781-2, S. 119.