Karl von Holtei

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Karl von Holtei; Lithographie von Josef Kriehuber 1856 (nach einem Gemälde von C. Riedel)

Karl Eduard von Holtei, auch Carl (von) Holtei, eigentlich Karl Eduard von Holtey[1] (* 24. Januar 1798[2] in Breslau/Provinz Schlesien im Königreich Preußen; † 12. Februar 1880 ebenda), war ein deutscher Schriftsteller (insbesondere Theaterschriftsteller), Schauspieler, Rezitator, Theaterregisseur und Theaterleiter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Eduard von Holtey entstammte einer evangelischen Offiziersfamilie von kurländischem Adel. Seine Eltern waren der in der k.k. Armee als Königlich preußischer Lieutenant im Husarenregiment No. 3 dienende Husarenoffizier Karl von Holtey (1766–1845, gestorben als k.k. Major a. D. 1845 in Saatz/Böhmen) und dessen (seit 1792) erste Ehefrau Wilhelmine Gottliebe, geb. von Kessel (1773–1798), eine Tochter des Königlich Preußischen Stabsrittmeister (später Major) Ernst Friedrich von Kessel und Zeutsch (1737–1785) und der Charlotte Erdmuthe von Taubadel-Kertschütz (1750–1809). 1803 heiratete Karls Vater in zweiter Ehe Caroline von Taubadel, mit der er die Tochter Konstanze und einen weiteren Sohn bekam. Da die Mutter drei Tage vor der am 7. Februar durch den Garnisons-Prediger in Breslau stattgefundenen evangelisch-lutherischen Taufe an Kindbettfieber starb, wurde er von seinem Vater an die jüngere Schwester seiner Mutter, Dorothea Marianne Eleonore Baronin von Arnold geb. Freiin von Seidlitz-Golau (1739–1821) gegeben und von dieser versorgt. Diese war mit dem Königlich preußischen Geheimen Kriegsrat Georg Benjamin Baron von Arnold (1737–1896) auf Meesendorf (Kreis Neumarkt) verheiratet. Karl nannte seine aus einer pietistischen Adelsfamilie stammende Tante und Pflegemutter dann auch „Mutter“ (Ihr Onkel mütterlicherseit hatte die pietistische Kolonie Gnadenfrei gegründet).[3] Karl von Holteys Stiefbruder Herbert von Holtey diente in der preußischen Armee und starb 1839 als Rittmeister a. D. in Frankenstein.[4] Mit drei Jahren gehörte von Holtey 1801 zu den ersten Patienten, die gegen Kuhpocken geimpft wurden.[3] Karl von Holtei besuchte zuerst das evangelische Friedrichs-Gymnasium (unter seinem Direktor Karl Ludwig Kannegießer), dann bis 1814 das Maria-Magdalenen-Gymnasium (unter dem Direktorat von Johann Kaspar Friedrich Manso) in Breslau und nahm 1815 als Freiwilliger am Feldzug gegen Napoleon teil. Nach der Rückkehr holte er 1817 unter Mithilfe von Peter Friedrich Kanngießer, dem Hausfreund der Familie von Holtey, das Abitur nach und begann anschließend (neben seinen „Studien“ hinter den Theaterkulissen) für ein Semester ein Studium der Rechte an der Universität Breslau. 1804 besuchte Karl von Holtey erstmals das Breslauer Theater. Sein weiteres Interesse fürs Theater wird dort auch 1809 bis 1815 geweckt, als etwa der damals bekannte Schauspieler Ludwig Devrient (1784–1832) dort auftrat. Eine bei dem Gutsbesitzer Karl Wolfgang Schaubert in Obernigk im Sommer von seiner Familie gewünschte Ausbildung (als „Wirtschaftszögling“) in der Landwirtschaft, brachte Karl von Holtey nicht vom Interesse am Theater ab. Um im Feldzug gegen Napoleon teilzunehmen, meldete er sich als Kriegsfreiwilliger bei einem freiwilligen Jägerkorps in Breslau, wo sein Kompaniekamerad Theodor von Sydow (1770–1855) war. Bis zum Kriegsende waren sie jedoch nur bis Quedlinburg gekommen.[3]

Grafenort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in seiner Jugend war Holtei als Schauspieler, Dramaturg, Regisseur und Bühnendichter tätig geworden. Sein erstes Theaterstück wurde am 18. Oktober 1817 am Breslauer Theater aufgeführt. Zusammen mit Karl Seydelmann begann er 1816 bis 1824 zunächst eine Schauspielerlaufbahn am Schlosstheater des Grafen Johann Hieronymus von Herberstein (1772–1847) in Grafenort in der Grafschaft Glatz. Erstmals auf der Bühne stand Karl von Holtei in der Rolle des Mortimer (Maria Stuart) am 5. November 1819 in Breslau unter dramaturgischer Leitung von Ferdinand Heinke. Als Schauspieler hatte er jedoch keinen rechten Erfolg beim Publikum und verließ nach acht Monaten das Breslauer Theater wieder. 1820 reiste er als Rezitator zusammen mit seinem Freund, dem Sänger Julius Rochwow, durch Böhmen und Sachsen. Ein Auftritt in der Rolle des Juranits (in Zriny von Theodor Körner) an der Dresdner Hofbühne misslang ihm.[5] Im Dezember 1820 kehrte er nach Obernigk zu seiner Pflegemutter zurück, da diese sein Leben in Breslau finanziell nicht mehr unterstützen konnte. Seine Schauspielerkarriere beendete er daraufhin zunächst. Von Februar 1821 bis Juni 1823 war Holtei Theatersekretär und Theaterdichter beim Königl. priv. Nationaltheater in Breslauf.[3]

In Grafenort lernte er die katholische Sängerin und Schauspielerin Louise Rogée (1800–1825) kennen, die am 4. Februar 1821 in der evangelischen Kirche zu Obernigk seine erste Ehefrau wurde, am 9. Mai 1821 ihren ersten Auftritt am Brelauer Theater hatte und nach nur vier Ehejahren am 28. Januar 1825 in Berlin an einer Herzbeutelentzündung starb. Der Witwer hatte danach eine Tochter (Marie) und einen Sohn (Heinrich Wolfgang Andreas, geboren Ende 1821, Paten: Henrich Steffens und der Gutsbesitzer Karl Wolfgang Schaubert) zu versorgen. Heinrich Holtei (1821–1836) verstarb 16-jährig in Grafenort, wo er seinen Vater und seine Stiefmutter besuchte, an einem „schleichenden nervösen Fieber“ und wurde katholisch beigesetzt, die evangelische Marie Holtei (1822–1897) heiratete in jungen Jahren 1842 den 33-jährigen katholischen Grazer Advokaten und Sparkassenbeamten Josef Potpeschnigg in Graz und verzog nach Graz in der Steiermark, wo ihre Kinder Karl, Wilhelm und Heinrich im katholischen Glauben erzogen wurden.[6][3]

Am 6. Mai 1823 wurde Holtei im Zusammenhang mit einer von ihm geplanten, einen Skandal auslösenden Seiltänzerpantomime aus dem Breslauer Theater entlassen. Am 23. Juni traten Karl und seine Ehefrau Louise von Holtei, die er „die kleine Rogée“ nannte, eine „Kunstreise“ (Tournee) mit Auftritten in Prag, Wien, Brünn, Berlin und Hamburg an. In Berlin spielte Louise Holtei im März 1824 am Königlichen Theater. Im selben Jahr veranlasste Karl von Holtei in Berlin die erste Aufführung von Das Käthchen von Heilbronn.[3]

In Grafenort war Holtei in 12 Spielsaisons Leiter des Schlosstheaters. Dort schrieb er auch seine ersten Gedichte in schlesischer Mundart.

Wanderschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julie von Holtei

Von März 1825 bis Sommer 1826[3] war Holtei Direktions-Sekretär und Dramaturg am Königsstädtischen Theater am Alexanderplatz in Berlin, wo viele seiner Stücke aufgeführt wurden. 1826–1827 begleitete er den Grafen Herberstein nach Paris, wo er unter anderem Alexander von Humboldt und Giacomo Meyerbeer kennenlernte. In Paris besuchte er regelmäßig das von Eugène Scribe geleitete Théâtre de Gymnase. Im Sommer 1829 kehrte Holtei wieder nach Berlin ans von Karl Friedrich Cerf geführte Königstädtische Theater zurück.[3]

In Berlin heiratete er 1830 zum zweiten Mal, diesmal die Schauspielerin und Sängerin Julie Holzbecher (1809–1839), die am Königsstädter Theater auch in Bühnenwerken Karl von Holteis mitwirkte und mit der er mehrere Gastspielreisen unternahm. So waren Julie von Holtei als Schauspielerin und Karl von Holtei als Regisseur 1830 bis 1. Januar 1831 unter dem Intendanten Küstner am Hoftheater in Darmstadt tätig.

Als Schauspieler in der Rolle des „Heinrich“ und Autor von Lorbeerbaum und Bettelstab oder Drei Winter eines deutschen Dichters … Mit einem Nachspiel: Bettelstab und Lorbeerbaum war er am 16. Februar 1833 in Berlin erfolgreich. 1834 spielte er in Frankfurt an der Oder und in Glogau bei der „Fallerschen Truppe“ und mit seiner Frau trat er von Mai bis August desselben Jahres an 14 Abenden im Breslauer Theater auf.[3]

Nach Auftritten an weiteren Bühnen (unter anderem von Novemberg 1834 bis März 1835 am Wiener Theater in der Josefstadt) leitete er vom 30. Mai bis 4. Oktober 1835 das Theater in Baden bei Wien.[7] Im März 1836 verließen die Holteis Wien und reisten über Brünn, wo sie einige Male auftraten, nach Grafenort zu Graf Herberstein.[3] In Grafenort machte Karl von Holeti 1836 Bekanntschaft[8] mit dem originellen, seinen Besitz mit den Armen teilenden, in Neuwaltersdorf und Martinsberg in der Grafschaft Glatz tätigen katholischen Kaplan Georg Seipel (1752–1837; von der Bevölkerung „Pater Jürgel“ genannt), dem er als „Pater Christel“ in dem große religiöse Toleranz zum Ausdruck bringenden[9] Roman „Christian Lammfell“ 1853 (entstanden in Graz) ein literarisches Denkmal setzte.[10][11] Seine Bühnenwerke 33 Minuten in Grünberg, Die Majoratsherren und Der Russe in Deutschland wurden in Grafenort uraufgeführt. Im Herbst 1846 kehrte das Ehepaar Holtei zurück nach Berlin, wo Karl von Holtei Shakespeare vorlas. Von 1837 bis 1839 war er erfolgreicher Direktor des damals deutschsprachigen Theaters in Riga, für das er Richard Wagner als Kapellmeister engagierte. Nachdem seine zweite Frau am 20. Dezember 1838 nach einer Zwillingsgeburt verstorben war, reiste er 1839 ab und kehrte nicht zurück. Marie, seine Tochter, blieb bei dem befreundeten Oberpastor Grave in Riga. Von Juli 1839 bis Mai 1840 war Karl von Holtei wieder in Grafenort, wo er seine Briefe aus und nach Grafenort schrieb, und von Juli bis Oktober 1840 hielten er und seine Tochter sich als Gäste von Herberstein auf Schloss Eggenberg bei Graz auf. Von Ende 1840 bis 1842 spielte Karl von Holtei dann unter Karl Carl am Theater an der Wien. Zudem war er in Wien als Vorleser für den Fürsten Metternich tätig (Siehe auch Österreichische Bundeshymne). Von Winter 1842 bis Sommer 1843 lebte Holtei wieder in Berlin sowie im nahegelegenen Lützow und begann mit der Niederschrift seiner Lebenserinnungen Vierzig Jahre Lorbeerkranz und Wanderstab. Den Winter 1843/44 verbrachte Holtei wiederum in Grafenort und im März 1844 schrieb er bei seiner Stiefmutter und Stiefschwester Konstanze in Oels den dritten Band der Vierzig Jahre. In Oels lernte Holtei zudem den damaligen Domprediger und späteren Breslauer Fürstbischof Förster bei einer Jubiläumsveranstaltung am 3. Juni 1844 kennen.[3]

Am 1. Oktober 1844 übernahm Karl von Holtei als Dramaturg die künstlerische Leitung des von dem Baron Eugen von Vaerst als Pächter geleiteten Breslauer Stadttheaters, die er jedoch wegen Unstimmigkeiten mit der Intendanz am 15. März 1845[3] wieder aufgab. Auf Einladung des 1847 durch Melchior von Diepenbrock exkommunizierten Fürsten Hermann von Hatzfeld (1808–1874), seinem einflussreichsten Gönner, verbrachte er einige Zeit auf dessen Schloss Trachenberg und schrieb dort im Juli 1845 große Teile seiner Lebenserinnerungen (den fünfen Band der Vierzig Jahre) nieder. Von November 1845 bis Frühling 1846 weilte er wieder in Breslau und im Sommer 1846 in Graz.[12] Gastspiel- und Vorlesungsreisen[13] führten ihn von Herbst 1846 bis Sommer 1847 unter anderem nach Wien, Prag, Dresden, Hamburg und Weimar, bevor er sich ab August 1847 wieder auf Schloss Trachenberg beim Fürsten Hartzfeld aufhielt bis er wegen heftiger Aufstände im benachbarten Posen im Februar 1848 mit der Fürstin Hatzfeld und ihrem Kind nach Wien floh und dann zu seiner Tochter nach Graz reiste. Graz verließ er Ende Mai 1848 wieder, reiste über Trachenberg ins politisch ruhigere Hamburg und hielt im Winter „Vorlesungen“ in Schwerin, Lübeck und Bremen. In Hamburg lebte er von Februar bis Juli 1849 und schrieb dort für das Thaliatheater. Bevor er von November 1849 bis Januar 1850 wieder in Hamburg lebte und dort seine Lebenserinnerungen vollendete hielt er sich im August 1849 wieder in Graz auf.[3]

1850 zog er dann zu seiner Tochter aus erster Ehe, Marie Holtei, nach Graz, widmete sich der Herausgabe seiner Theaterstücke und versuchte sich auch als Romanautor. Seine 1854 in Graz entstandene Erzählung Ein Mord in Riga war einer der ersten deutschen Kriminalromane. Auch Schwarzwaldau (ebenfalls einer der ersten deutschsprachigen Kriminalromane) entstand in Graz 1855. 1856 traf er in Graz Franz Grillparzer und im Januar 1859 war die Pianistin Clara Schumann während einer ihrer vielen Konzertreisen[14] sein Gast.[15] In Graz bildete Karl von Holtei junge Schauspieler wie Joseph Wagner (1818–1870), Wilhelm Knaack und Adolf Sonnenthal aus. Von November 1860 bis November 1861 unternahm er, angeregt durch seinen Verleger Trewendt in Breslau, eine Vorlesungs- bzw. Vortragsreise durch Schlesien, bei der er erstmals auch eigene Werke[16] vortrug, und wurde von seinen Landsleuten begeistert gefeiert. Die Heimatgedichte Derheeme und Heem will ihch stammen aus dieser Zeit. Von 1861 bis 1864 hatte er mehrere Kuraufenthalte in Bad Reinarz.[3] 1863 übersiedelte er zurück in seine Heimatstadt Breslau, wohnte von Dezember 1865 bis 1876 in einer Mansardenwohnung mit zwei Zimmern im dritten Stock des Gasthofs Drei Berge in der Büttnerstraße 33[17] und dichtete wieder Mundartgedichte. Seinen Lebensunterhalt bestritt er durch die Pension der Schiller-Stiftung, durch die Unterstützung durch die Staatskasse sowie einer Unterstützung durch die Schlesischen Stände. Im Preußisch-österreichischen Krieg kämpfte sein jüngerer Enkel 1866 auf österreichischer Seite, was dem politisch äußerst rechts stehenden Karl von Holtei großen Kummer bereitete. Holtei, der bereits in Graz Autographen[18] gesammelt hatte, verkaufte seine umfangreiche Sammlung im Oktober 1869 an den Breslauer Photographen Robert Weigelt. Holteis achtzigster Geburtstag wurde 1878 festlich begangen und er erhielt das Ritterkreuz des Hohenzollernordens durch den König von Preußen verliehen. Schon vorher, am 11. Dezember 1876, hatte er der fast mittellose Protestant stationäre Aufnahme und Pflege[19] im katholischen Kloster[20] der Barmherzigen Brüder in der Klosterstraße in Breslau gefunden, wo er im 2. Stock wohnte und auch am 12. Februar gegen 17 Uhr verstarb.[3]

Gesellschaftsleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl von Holtei war ein Autor, der das Gesellschaftliche als wichtige Komponente seines Wirkens verstand und sich ein internationales Kontaktnetz schuf. Mit Willibald Alexis und anderen hatte er bereits 1818 eine Reise in das Riesengebirge unternommen.[3] In den Jahren 1827, 1829, 1830 und 1831 besuchte er Goethe in Weimar, der seine Mundartgedichte lobte und dem Holtei 1830 seine Schlesischen Gedichte gewidmet[3] hatte, und freundete sich mit Goethes Sohn August sowie Johanna Schopenhauer, deren häufiger Gast Holtei war, an. Er war mit Joseph von Eichendorff, August Kahlert und Gustav Freytag (mit dem er um 1845 erstmals zusammentraf) und der Baronin Prokesch (Ehefrau von Anton Prokesch von Osten)[21] sowie dem seit 1851 in Graz tätigen Germanisten Karl Weinhold befreundet. Die von Weinhold genannten „Verirrungen“ Holteis könnten auf mögliche gleichgeschlechtliche Neigungen[22][23][24][25][26] Holteis hindeuten.[27] Auch zu dem Schriftsteller Karl Maria Benkert (ab 1847 Karl Maria Kertbeny) hatte Holtei Kontakt.[28]

Als Gesellschafter des Grafen Herberstein wohnte er von Juli bis Oktober 1840 mit seiner Tochter in Schloss Eggenberg bei Graz.[3]

1844 hielt sich Holtei im niederschlesischen Oels bei seiner „Mutter und Schwester“ (gemeint sind hier seine Stiefmutter Caroline Holtey, geb. von Taubadel, seit 1803 zweite Ehefrau seines Vaters, und seine Stiefschwester Constanze) auf, um ungestört arbeiten zu können.[29] Aus einer am 3. Juni 1844 bei einem Festessen in Oels stattgefundenen ersten Begegnung mit Heinrich Förster entwickelte sich bei teilweise heftigen Diskussionen zwischen 1844 und 1847 später eine Freundschaft zu dem Breslauer Bischof, die bis 1872 (und den Meinungsverschiedenheiten bezüglich des katholischen Unfehlbarkeitsdogmas)[30] anhielt.[31]

In Breslau war er häufiger Gast an der Tafel des Fürstbischofs Förster, was dem Gerücht, Holtei sei katholisch geworden, Nahrung gab. Auch um diesem Gerücht, wogegen Holtei sich bereits seit 1845[32] wehrte, entgegenzutreten verfasste Holtei (gemäß seinem Freund Weinhold[33]) die 1847 abgeschlossene Schrift Fürstbischof und Vagabund.[34]

Holtei zog sich vom Theater zurück, weil er moderne Tendenzen wie den aufkommenden Naturalismus im Theater oder die endgültige Trennung zwischen Schauspiel und Oper ablehnte. Der deutschsprachige Raum war für ihn stets noch ein loses Gebinde kleiner Staaten und Städte, sodass er der zunehmenden Urbanisierung und Internationalisierung mit Unverständnis begegnete. Er präsentierte sich gerne als Relikt aus einer längst vergangenen Zeit. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte er zu den populärsten Gestalten der deutschsprachigen Literatur. – Ein deutscher Nationalismus versuchte Holtei im 20. Jahrhundert als Heimatdichter zu etikettieren, etwa wie Adam Müller-Guttenbrunn. Heute finden die sozialgeschichtlichen Details seiner Romane wieder Beachtung, etwa die Geschichte der Schausteller und Schauspieler, wie sie sich in den Romanen Die Vagabunden (1851 entstanden in Graz) und Der letzte Komödiant (1863) spiegelt (Er hatte sich selbst als „vagabundierenden“ Schauspieler und Schriftsteller bezeichnet[35]).

Begräbnis und Ruhestätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl von Holtei wurde nachdem der Diaconus Decke von der evangelischen Hauptkirche von St. Bernhardin im Kloster das Sarggebet gehalten hatte, erfolgte der Trauerzug, wobei dem Leichenwagen tausende Menschen, darunter Gerhart Hauptmann, folgten. Beigesetzt wurde von Holtei dann auf dem Bernhardin-Kirchhof in Rot(h)kretscham an der Landstraße nach Ohlau bei Breslau. Sein Grabstein aus rotem Granit trägt die Inschrift in schlesischer Mundart: „Suste nischt ack heem!“ (Sonst nichts nur heim!. Frei übersetzt: „Nichts wie ab nach Hause!“).[3]

Während der Polonisierung Anfang der 1950er Jahre in Breslau wurde der Friedhof von den neuen Bewohnern Wrocławs zerstört und abgeräumt, die Grabplatten wurden zerbrochen oder ihre deutschen Inschriften entfernt.[36][37][38]

Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holtei versuchte, die deutsche Sprache gegenüber dem Französischen (aus dem damals noch die meisten deutschen Literatur- und Theaterprodukte übersetzt waren), aufzuwerten, indem er verschiedenste Dialekte verwendete. Dieses Stilmittel gab es im Französischen nicht. Die Aufwertung des Dialekts gegenüber der Hochsprache verstand er nicht zuletzt als Aufwertung des Bürgerlichen gegenüber dem Aristokratischen. Obwohl er selbst ein Angehöriger des niederen Adels war, bemühte er sich, zwischen Adel und Bürgertum zu vermitteln, statt die Konflikte zu betonen, die in den Revolutionsjahren 1830 und 1848 zum Ausbruch kamen. Daher sind seine Stücke eher unpolitisch, höchstens patriotisch wie Der alte Feldherr. Sie befassen sich im biedermeierlichen Sinn hauptsächlich mit dem Privatleben und behandeln aktuelle gesellschaftliche Fragen wie die Freiheit der Partnerwahl für die Ehe. Dabei appellieren sie an die Toleranz des Publikums. In seinem Simmelsammelsurium beschreibt er im Kapitel Juden und Jesuiten beider „Bestreben die Weltherrschaft an sich zu reißen“[39] und erboßt über diesen polemischen Artikel kündigte ihm der Fürstbischof Förster daraufhin endgültig die Freundschaft.[40] Bekannt wurden Holteis Possen Die Berliner in Wien und das 1824 verfasste Liederspiel Die Wiener in Berlin, in denen er mit Sprachunterschieden operierte. Seine melodramatische Oper Des Adlers Horst blieb einige Zeit im Repertoire. Die (auch auf seinem Grabstein später angebrachte) Schlusszeile seines Gedichtes Suste nischt, ack heem! „Heem will ihch, suste weiter nischt, ack heem!“ ist unter Schlesiern redensartlich geworden.[41][42]

Ebenso beherrschte er die Umsetzung eines Mediums in ein anderes: Die berühmte Ballade Lenore von Gottfried August Bürger gestaltete er als ein Bühnenmelodram.[43] In seinem Roman Der letzte Komödiant gab er Theateraufführungen eine erzählerische Form.

Liederspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holtei propagierte das Liederspiel als deutschsprachige, sentimentalere Variante des französischen Vaudevilles (Flüchtige Bemerkungen über Vaudeville und Liederspiel, 1827). In seine Stücke waren Lieder zu bekannten Melodien eingestreut, die er selbst auf der Gitarre begleitete. Allbekannt ist das „Mantellied“[44] aus „Lenore“ (1828 vom Königstädter Theater in Berlin uraufgeführt).[45] – Bissige Parodien auf zwei seiner Rührstücke waren Johann Nestroys Weder Lorbeerbaum noch Bettelstab (1835) und Die verhängnisvolle Faschingsnacht (1839).

Werke und Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Propertia di Rossi (Gedicht, 1817)[46]
  • als Hrsg.: Obernigker Bote (Wochenschrift vom 4. März bis September 1822)
  • als Hrsg.: Jahrbuch deutscher Nachspiele (Jahrgang 1, 1822, bis Jahrgang 3, 1824) und dann unter dem Titel Jahrbuch deutscher Bühnenspiele (bis 1844, ab Jahrgang 11, 1832, zusammen mit Friedrich Wilhelm Gubitz)
  • als Hrsg. mit Karl Schall und Friedrich Barth: Deutsche Blätter für Poesie, Litteratur, Kunst und Theater. (Januar bis Dezember 1822)[3]
  • Festspiele, Prologe und Theaterreden (1823)
  • als Hrsg.: Monatliche Beiträge zur Geschichte der dramatischen Kunst und Literatur. Haude und Spener, Berlin Oktober 1827 bis Juni 1828 (nur 3 Bände)[3]
  • Der alte Reiter und sein Mantel. („Mantellied“ aus dem Schauspiel Lenore, 1827). In: Erks Deutscher Liederschatz. Eine Auswahl der bliebtesten Volks-, Vaterlands-, Soldaten-, Jäger-, Studenten- & Weihnachts-Lieder für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung. Band 1, C. F. Peters, Leipzig (um 1910) (= Edition Peters. Band 8759), Nr. 158, S. 169; auch (auf S. 42 f.) in:
  • Lenore. Vaterländisches Schauspiel mit Gesang in drei Abtheilungen. Duncker u. Humblot, Berlin 1829.
  • Schlesische Gedichte. Haude und Spener, Berlin 1830 (23. Auflage: 1910).
  • Beiträge zum Königsstädter Theater. Erster Band: Erinnerung. Die Majoratsherren. Der alte Feldherr (Mit Notenbeilage). Zweiter Band: Doktor Johannes Faust. Robert der Teufel. J. F. Haßloch, Wiesbaden 1832.
  • Ein Trauerspiel in Berlin (1832)
  • Lorbeerbaum und Bettelstab (1833)
  • Deutsche Lieder (1834)
  • Briefe aus und nach Grafenort. J. F. Hammerich, Altona 1841.
  • Vierzig Jahre Lorbeerkranz und Wanderstab. Lebenserinnerungen 8 Bände (1843–1850); Band 1–4: Buchhandlung des Berliner Lesecabinets, Berlin 1843–1844, Band 5–8: A. Schulz, Breslau, und Adolf, Berlin 1845–1850.
  • Theater (Theaterstücke, 1845)
  • Die Vagabunden. (Roman in 4 Bänden) Trewendt, Breslau 1852; 2. Auflage (in drei Bänden) ebenda 1857 (mit einer Widmung an „K.K. Hofrath und Polizeidirector in Prag Anton Freiherr von Paümann“).
  • Christian Lammfell. Roman in fünf Theilen. 4 Bände, E. Trewendt, Breslau 1853; weitere Ausgaben: ebend 1862; 4. Auflage (5 Bände), ebenda 1878.
  • Der Obernigker Bote. Gesammelte Aufsätze und Erzählungen in drei Bänden von Karl von Holtei. Trewaldt & Granier, Breslau 1854.
  • Gedichte, 4. Auflage, Verlag von Victor Lohse, Hannover 1856
  • Schwarzwaldau. 2 Bände, H. Hübner, Prag/Leipzig (= Album. Bibliothek deutscher Originalromane der beliebtesten Schriftsteller. Jahrgang 11, Band 1–2).
  • als Hrsg.: Für den Friedhof der evangelischen Gemeinde in Gratz in Steiermark. Erzählungen, vermischte Aufsätze und Gedichte von Einhundertsechsundzwanzig deutschen Gelehrten, Schriftstellern und Dichtern diesem Zwecke gewidmet. Mit einer musikalischen Beilage[47] von G. Meyerbeer. F. Vieweg u. Sohn, F. Manz, Aug. Hesse, Braunschweig/Wien/Graz 1857 (unter anderem mit Beiträgen von J. v. Eichendorff, E. Geibel, F. Grillparzer, W. Grimm, A. Grün, C. v. Holtei, F. Hebbel und Hiacinth von Schulheim).[3]
  • Vierzig Jahre. 6 Bände, 2. Auflage. E. Trewendt, Breslau 1859
  • Erzählende Schriften (41 Bände, 1861–66)
  • Die Eselsfresser (entstanden 1866 in Graz)
  • Preußische Kriegs- und Siegeslieder (1867)
  • Theater (6 Bände, 1867)
  • Nachlese. Erzählungen und Plaudereien. 3 Bände, E. Trewendt, Breslau 1870/1871 (gewidmet seinen in Graz geborenen drei Enkeln „Karl, Wilhelm und Heinrich“ Potpeschnigg)
  • Simmelsammelsurium aus Briefen, gedruckten Büchern, aus dem Leben und aus ihm selbst. 2 Bände, Eduard Trewendt, Breslau 1872
  • Fürstbischof und Vagabund. Erinnerungsblätter. (im Juni 1874 in Breslau abgeschlossen). Eduard Trewendt, 1. und 2. (druckgleiche) Auflage. Breslau 1882[48]
  • Dreihundert Briefe aus zwei Jahrhunderten (2 Bände, 1872; Nachdruck: Bern 1971)
  • Goethe und sein Sohn. Weimarer Erlebnisse in den Jahren 1827–1831 (postum, Hamburg 1924)[6]
  • Der letzte Komödiant Roman in 3 Theilen. Breslau 1863
Neuere Ausgaben
  • Mit dem Thespiskarren durch die Lande (bearbeitet von Norbert Hopster). Heidenheimer Verlagsanstalt, Heidenheim 1971
  • Jugend in Breslau (hrsg. v. Helmut Koopmann). Nicolai, Berlin 1988, ISBN 3-87584-227-8
  • Mord in Riga. Neuthor, Michelstadt 1992, ISBN 3-88758-048-6
  • Ausgewählte Werke, Teil 1: Gedichte, Lieder, Stücke, Schriften zu Literatur und Theater. Bergstadtverlag Korn, Würzburg 1992, ISBN 3-87057-162-4.
  • Ausgewählte Werke, Teil 2: Vierzig Jahre (Auswahl), Erzähl- und andere Prosa. Bergstadtverlag Korn, Würzburg 2009, ISBN 978-3-87057-315-7

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Holteihöhe in Breslau errichteten Freunde und Verehrer Holteis im Jahre 1882 ein Denkmal, dessen Büste von dem Breslauer Bildhauer Albert Rachner geschaffen worden war.

Im Jahr 1902 wurde in Berlin-Friedrichshain die Holteistraße nach ihm benannt.

Im Jahr 1936 wurde in Wien Floridsdorf (21. Bezirk) die Holteigasse nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Weinhold: Karl von Holtei. In: Westermanns illustrirte deutsche Monatshefte. Band 50, (Braunschweig) 1881, S. 228–245.
  • Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Verlag von Paul List, Leipzig 1903, S. 449, (Textarchiv – Internet Archive).
  • Constantin von Wurzbach: Holtei, Karl von. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 9. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1863, S. 233–241 (Digitalisat).
  • Joseph KürschnerHoltei, Karl von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 13, Duncker & Humblot, Leipzig 1881, S. 3–5.
  • Maria Brie: Carl von Holtei. In: Schlesische Lebensbilder, I. Breslau 1922, S. 8–16.
  • Maria Brie: Carl von Holtei. In: Schlesier des 17. bis 19. Jahrhunderts. Korn, Breslau 1928.
  • Leszek Dziemianko, Marek Halub (Hrsg.): Karl von Holtei (1798–1880). Leben und Werk. Fragestellungen – Differenzierungen – Auswertungen. Leipzig 2011 (= Schlesische Grenzgänger. Band 3).
  • Ferdinand Karsch-Haack: Karl von Holtei (1798–1880). In: Uranos, Berlin. Band 1, Nr. 6/7, 1921, S. 121–129.
  • Alfons Nowack: Fürstbischof Heinrich Förster und Karl von Holtei. Unter Benutzung ungedruckter Briefe aus dem Erzbischöflichen Diözesanarchiv und der Staats- und Universitätsbibliothek zu Breslau. (Imprimatur des Erzbischöflichen Generalvikariats, Blaeschke) Breslau 1932.
  • Michael Sachs: ‘Fürstbischof und Vagabund’. Geschichte einer Freundschaft zwischen dem Fürstbischof von Breslau Heinrich Förster (1799–1881) und dem Schriftsteller und Schauspieler Karl von Holtei (1798–1880). Nach dem Originalmanuskript Holteis textkritisch herausgegeben. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 35, 2016 (2018), S. 223–291.
  • Wilhelm Luzian Höffe: Karl von Holtei als Dramenvorleser. Zur Stil- und Kulturgeschichte der deutschen Vortragskunst. Philologische Dissertation, Breslau 1939.
  • Oskar Pusch: Das Herkommen des schlesischen Dichters Carl von Holtei. In: Schlesien. Eine Vierteljahresschrift für Kunst, Wissenschaft und Volkstum. Band 12, 1967, S. 216–221 (Genealogie der Ahnen Holteis).
  • Paul Preis: Musik- und Theaterleben von Stadt und Kreis Glatz. 2 Bände. Selbstverlag, Lüdenscheid 1967–1969.
  • Joachim Wilcke: Holtei, Carl von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 9, Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, S. 553 f. (Digitalisat).
  • Herwig Hafner: Ein Bericht über Karl Holteis Jahre in Graz. In: Schlesien. Eine Vierteljahresschrift für Kunst, Wissenschaft und Volkskunde. Band 28, 1983, S. 11–16.
  • Karl Schindler: Carl von Holtei – ein Stück Alt-Breslau. Matthesianer-Verband, München 1985.
  • Georg Potempa: Karl von Holtei. Eine Erinnerung an den Dichter und Schauspieler aus Breslau. Matussek, Nettetal 1998, ISBN 3-920743-31-8.
  • Christian Andree, Jürgen Hein (Hrsg.): Karl von Holtei. Ein schlesischer Dichter zwischen Biedermeier und Realismus. Bergstadtverlag Korn, Würzburg 2005, ISBN 3-87057-267-1.
  • Leszek Dziemianko: Der junge Karl von Holtei. Leben und Werk. Neisse, Dresden 2007, ISBN 978-3-940310-04-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karl von Holtei – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Karl von Holtei – Quellen und Volltexte

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Getauft wurde er als Karl Eduard von Holtey. Vgl. www.vonholtey.de: Karl Eduard von Holtei. Ab spätestens 1817 schrieb er sich Holtei statt Holtey. Vgl. Karl von Holtei: Propertia di Rossi. Von C. Holtei. In: F. W. Gubitz (Hrsg.): Gaben der Milde. Zweites Bändchen. Berlin 1817, S. 204–212; und Michael Sachs (2016), S. 250.
  2. Laut: Brockhaus Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden (19. Aufl.). Zehnter Band. Mannheim, 1989, S. 196, und Deutsche Biographische Enzyklopädie. Bd. 5. Deutscher Taschenbuch Verlag u. K.G. Saur, München 2001, S. 154; sowie: Neue Deutsche Biographie: Hess – Hüttig, Bd. 9. Berlin 1972, S. 553–554.[1]
    In Werken aus dem 19. Jahrhundert findet man den 24. Januar 1797, so z. B. in: Carl von Holtei: eine Biographie. Expedition des Albums, Prag u. Leipzig, S. 7;[2] Hoffmann von Fallersleben: Unsere volksthümlichen Lieder. 3. Aufl. Vlg. W. Engelmann, Leipzig 1860, S. 117;[3] (PDF; 15,0 MB)Allgemeine deutsche Biographie: Holstein – Jesup, Bd. 13. Leipzig 1881, S. 3–5.[4]
    In Die Gartenlaube. 1876, S. 864, findet sich eine explizite Korrektur von 1797 auf 1798
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v Michael Sachs (2016), S. 279–284 (Tabellarischer Lebenslauf Karl von Holtei [Holtey]).
  4. Michael Sachs (2016), S. 236, Anm. 29.
  5. Karl von Holtei: Jugend in Breslau.
  6. Michael Sachs (2016), S. 229, 247 f. und 283.
  7. Karl von Holtei als Badener Theater-Leiter. Badener Zeitung, 2. Oktober 1909[5]
  8. Karl von Holtei: Briefe aus und nach Grafenort. 1841, S. 144–150.
  9. Michael Sachs (2016), S. 229 und 248.
  10. S. J.: Das Urbild von Holtei’s „Christian Lammfell“. In: Laibacher Tagblatt. 1870, Nr. 43 (23. Februar), S. 1 f., und Nr. 44 (24. Februar), S. 1 f.
  11. Hugo Vogt: Das Urbild von Holtei’s „Christian Lammfell“. In: 17. Jahresbericht nebst Mitglieder-Verzeichnis des Glatzer Gebirgs-Vereins (1897/1898). S. 49–52.
  12. Michael Sachs (2016), S. 228 f., 246 und 282.
  13. Ab 1824 hielt er in privaten Kreisen „Vorlesungen“, etwa aus Shakespeares Werken. Vgl. Michael Sachs (2016), S. 281.
  14. Schumann-Portal: Konzertliste Clara Schumann.
  15. Berthold Litzmann: Clara Schumann. Ein Künstlerleben nach Tagebüchern und Briefen. Band 3, S. 51 (Digitalisat).
  16. Michael Sachs (2016), S. 247 und 283.
  17. Michael Sachs (2016), S. 254 und 283.
  18. Christian Andree: Karl von Holtei als Autographensammler. Mit einem Nachdruck des Katalogs der Holteiischen Autographensammlung. In: Christian Andree, Jürgen Hein (Hrsg.): Karl von Holtei (1798–1880). Ein schlesischer Dichter zwischen Biedermeier und Realismus. Würzburg 2005, S. 349–397.
  19. Michael Sachs (2016), S. 223.
  20. Festschrift des Klosterhospitals der Barmherzigen Brüder in Breslau zur Zweihundertjahrfeier. Breslau 1912, S. 94.
  21. Michael Sachs (2016), S. 233 f., 236 und 283.
  22. Karl von Holtei: Vierzig Jahre. 6 Bände. 2. Auflage. E. Trewendt, Breslau 1859, Band 1, S. 200 f. und 241–243.
  23. Karl von Holtei: Schwarzwaldau. 2 Bände, H. Hübner, Prag/Leipzig 1856 (= Album. Bibliothek deutscher Originalromane der beliebtesten Schriftsteller. Jahrgang 11, Band 1–2), Band 1, S. 229 f.
  24. Henk J. Koning: Die Freundesliebe in Holteis Kriminalroman Schwarzwaldau (1856). In: Leszek Dziemianko, Marek Halub (Hrsg.): Karl von Holtei (1798–1880). Leben und Werk. Fragestellungen – Differenzierungen – Auswertungen. Leipzig 2011 (= Schlesische Grenzgänger. Band 3), S. 100–121.
  25. Ulrich Henry Gerlach: Briefe von und an Friedrich Hebbel. Bisher unbekannte Schriftstücke, gesammelt und erläutert. Heidelberg 1978, S. 127–132.
  26. Hans Dietrich Hellbach: Die Freundesliebe in der deutschen Literatur. W. Hellbach, Leipzig 1931 (zugleich Philosophische Dissertation Leipzig 1930), S. 98.
  27. Michael Sachs (2016), S. 230–234, 268 und 287, Anm. 210.
  28. Michael Sachs (2016), S. 268.
  29. Michael Sachs (2016), S. 236.
  30. Michael Sachs (2016), S. 230 f. und 275.
  31. Vgl. auch Gotthard Münch: Carl von Holtei und Fürstbischof Heinrich Förster. In: Auroroa. Eichendorff Almanach. Band 25, 1965, S. 65–72.
  32. Karl von Holtei: Vierzig Jahre. 6 Bände, 2. Auflage. E. Trewendt, Breslau 1859, Band 5, S. 118–121 (verfasst 1845).
  33. Karl Weinhold (1881), S. 237 und 267.
  34. Michael Sachs (2016), S. 230–233 und 270.
  35. Michael Sachs (2016), S. 223.
  36. Stary cmentarz św. Bernardyna (polnisch)
  37. Wawrzynowe drzewo i żebraczy kij Karla von Holteia (polnisch)
  38. Wrocławską historię można kultywować tylko w ogrodach (polnisch)
  39. Karl von Holtei: Simmelsammelsurium aus Briefen, gedruckten Büchern, aus dem Leben und aus ihm selbst. 2 Bände, Eduard Trewendt, Breslau 1872, Band 2, S. 139–144.
  40. Michael Sachs (2016), S. 231.
  41. Karl von Holtei: Schlesische Gedichte. 22. Auflage, Berlin 1905, S. 5–14.
  42. Schlesisches Museum: Nachrichten.
  43. Karl von Holtei: Leonore. Vaterländisches Schauspiel mit Gesang in drei Abtheilungen. Duncker u. Humblot, Berlin 1829.
  44. Text von Holtei nach dem 1819 entstandenen Lied Mon habit von Pierre-Jean de Béranger. Die Musik wurde nach der älteren Volksweise von Eberwein Es waren einmal drei Jäger komponiert. Vgl. Michael Sachs (2016), S. 287.
  45. J.A. Massard: Aus den frühen Tagen der Echternacher Fastnacht: I. Von den Tanzochsen zum Hämelmaushüpfen. II. Auf den Spuren des Hämelmausliedes. Lëtzebuerger Journal 2010, (I) Nr. 29 (11. Febr.): 21; Nr. 30 (12. Febr.): 20; (II) Nr. 32 (16. Febr.): 17; Nr. 33 (17. Febr.): 18. PDF Zeitung Text mit Referenzen, siehe S. 20f. (PDF; 2,1 MB)
  46. Propertia di Rossi. Von C. Holtei. In: F. W. Gubitz (Hrsg.): Gaben der Milde. Zweites Bändchen. Berlin 1817, S. 204–212 (Sammelband mit Beiträgen unter anderem auch von Goethe, Clemens Brentano und K. L. Methusalem Müller).
  47. S. 677–690: Canon von G. Meyerbeer nach Des Dichters Wahlspruchs von Holtei.
  48. Historisch-kritische Ausgabe in: Michael Sachs (2016), S. 235–272.