Carlazzo

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Carlazzo
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Carlazzo (Italien)
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Lokale Bezeichnung Carlasc
Koordinaten 46° 3′ N, 9° 9′ OKoordinaten: 46° 3′ 0″ N, 9° 9′ 0″ O
Höhe 481 m s.l.m.
Fläche 12 km²
Einwohner 3.187 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 22010
Vorwahl 0344
ISTAT-Nummer 013047
Volksbezeichnung carlazzini
Schutzpatron Jakobus der Ältere (25. Juli)
Website Carlazzo
Gemeinde Carlazzo in der Provinz Como
Carlazzo von Osten

Carlazzo (Carlasc im Comer Dialekt) ist eine norditalienische Gemeinde in der Provinz Como in der Lombardei in Italien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carlazzo liegt am Fuße des Berges Monte Pidaggia (1528 m) etwa 60 Kilometer nördlich von Mailand und etwa 44 Kilometer nördlich von Como. Sie bedeckt eine Fläche von 12 km² und umfasst die Fraktionen Gottro, Piano Porlezza und San Pietro Sovera. In der Gemeinde befindet sich der Lago di Piano[2].

Carlazzo grenzt an folgende Gemeinden: Bene Lario, Corrido, Cusino, Grandola ed Uniti, Porlezza, San Bartolomeo Val Cavargna, San Nazzaro Val Cavargna, Val Rezzo.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1771 1805 1812 1853 1871 1881 1901 1921 1951 1971 2001 2011 2021
Einwohner 572 670 880 *1.161 1.000 2.083 2.018 1.838 1.867 2.002 2.696 2.972 3.103
  • Fusion mit Gottro und Piano Porlezza 1809 und mit Cusino 1812.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carlazzo war jahrhundertelang eine Gemeinde der Pfarrei Porlezza, die zur Riviera di Lecco des Herzogtums Mailand gehörte.

Seit 1757 erstreckt sich das Gebiet von Carlazzo auf die Gemeinde Castello, die bis dahin eine autonome Gemeinde war.

Die Gemeinde Carlazzo, die immer noch zur gleichen Pfarrei gehört, wurde 1786 zum ersten Mal provisorisch in die Provinz Como eingegliedert[11]. Fünf Jahre später wurde Carlazzo in die Provinz Mailand versetzt und kehrte 1801 mit Napoleon Bonaparte in die Verwaltungsbezirke von Como zurück.

Zwischen 1807 und 1812 genehmigten zwei Dekrete zur administrativen Neuorganisation des napoleonischen Königreichs Italien die Angliederung der Gemeinden Gottro und Piano (1807) sowie von Cusino (1812) an Carlazzo. Später führte die Restauration zur Aufhebung der kommunalen Zusammenschlüsse, wobei die neu gebildete Gemeinde Carlazzo mit dem Schloss unter der Gerichtsbarkeit der Hauptstadt des Comer Sees blieb, zunächst im Bezirk VI von Porlezza und dann, mit der Aktivierung der Provinzen des lombardisch-venezianischen Königreichs, in der Provinz Como.

Der erste Gemeinderat wurde im Jahr 1821 gewählt. Der Gemeinde wurde der Weiler San Pietro Sovera angegliedert, der durch seine separate Pfarrei eine eigene Identität besitzt.

Die Gemeinde änderte 1861 ihren Namen in Carlazzo Valsolda und kehrte 1928 zu ihrem ursprünglichen Namen zurück, als sie Gottro und Piano Porlezza angliederte und damit die ähnliche Maßnahme, die bereits zur Zeit Napoleons erlassen, dann aber von den Österreichern annulliert wurde, wieder aufnahm.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Santi Nazaro e Celso[3]
  • Kirche Santi Giacomo e Fedele[4]
  • Kirche Sant’Antonio da Padova im Ortsteil Maggione[5]
  • Kirche Santi Pietro e Paolo im Ortsteil San Pietro Sovera[6]
  • Pfarrkirche Santo Stefano Protomartire im Ortsteil Gottro[7]
  • Oratorium Sant’Agata[8]
  • Schloss Carlazzo[9]
  • Romanische Kirche San Giorgio im Ortsteil Gottro[10]
  • Museo etnografico del latte (Milchmuseum)
  • Palast Pretura (16. Jahrhundert) im Ortsteil Bilate bei Gottro
  • Riserva Naturale Lago di Piano[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Giacomo Bassi (* 18. März 1886 in Gottro; † 1968), ein italienischer Beamter. Für die Rettung einer fünfköpfigen jüdischen Familie während des Zweiten Weltkriegs wurde er als Gerechter unter den Völkern geehrt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Flavio Conti, Vincenzo Hybsch, Antonello Vincenti: I castelli della Lombardia. Novara 1991, 2. Band, S. 47.
  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d'Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 310.
  • Lombardia - Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Carlazzo Online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Carlazzo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Carlazzo (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it/istituzioni/toponimi
  • Carlazzo (italienisch) auf tuttitalia.it/lombardia
  • Carlazzo (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Carlazzo (italienisch) auf lombardia.indettaglio.it/ita/comuni/co

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Lago di Piano auf ethorama.library.ethz.ch/de/node
  3. Kirche Santi Nazaro und Celso (Foto) auf lombardiabeniculturali.it
  4. Kirche Santi Giacomo e Fedele (Foto)
  5. Kirche Sant’Antonio da Padova (Foto) in der Fraktione Maggione
  6. Kirche Santi Pietro e Paolo (Foto) in der Fraktion Pietro Sovera
  7. Pfarrkirche Santo Stefano Protomartire (Foto) in der Fraktion Gottro
  8. Oratorium Sant’Agata (Foto)
  9. Schloss Carlazzo (Foto)
  10. Romanische Kirche San Giorgio (Foto) in der Fraktion Gottro
  11. Carlazzo: Sehenswürdigkeiten