Carlo Rubbia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Carlo Rubbia (2005)
Carlo Rubbia

Carlo Rubbia (* 31. März 1934 in Gorizia) ist ein italienischer Physiker und Senator auf Lebenszeit.

1975 wurde Rubbia in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Er erhielt 1984 zusammen mit Simon van der Meer den Physik-Nobelpreis „für ihre maßgeblichen Beiträge bei dem großen Projekt, das zur Entdeckung der Feldteilchen W und Z, Vermittler schwacher Wechselwirkung, geführt hat“. 1976 hatte er die damals kühne Idee, den Protonenbeschleuniger SPS am CERN in einen Proton-Antiproton-Collider umzubauen, was die nötigen Schwerpunktenergien für den direkten Nachweis schwerer Vektorbosonen (W, Z Boson) liefern sollte. Unter seiner Leitung wurde dafür der UA1-Detektor am CERN errichtet mit dem 1983 der Nachweis des W-Bosons gelang. Von 1989 bis 1993 war er Generaldirektor der European Organization for Nuclear Research (CERN) und ist Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei (Rome). Außerdem basiert das Rubbiatron, ein Konzept für einen beschleunigergetriebenen Kernreaktor, auf seinen Ideen.

Während seiner Zeit als Präsident der „Italian National Agency for New Technologies, Energy and the Environment“, ENEA, von 1999 bis 2005 arbeitete Rubbia am Archimedes-Projekt zur Verbesserung solarthermischer Kraftwerke[1].

Von 2006 bis 2009 war Rubbia wissenschaftlicher Chefberater[2] am spanischen Forschungszentrum für Energie, Umwelt und Technologie, CIEMAT[3].

2009 wurde er zum Spezialberater für Energie des Generalsekretärs der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik, ECLAC[4].

Seit Juni 2010 ist Rubbia wissenschaftlicher Direktor am Institute for Advanced Sustainability Studies[1] (IASS e. V.) in Potsdam.

Am 30. August 2013 wurde Carlo Rubbia vom Staatspräsidenten Giorgio Napolitano zum Senator auf Lebenszeit ernannt.[5] Er ist Mitglied der Accademia Nazionale delle Scienze. 2004 wurde er Ehrendoktor der RWTH Aachen.

Dokumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carlo Rubbia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Carlo Rubbia auf der Webseite des IASS
  2. CIEMATs VÉRTICES-Magazin, Nr. 1, Nov. 2006, S. 4 (PDF, 3.493 kB)
  3. CIEMAT Homepage
  4. ECLAC Pressemitteilung (englisch), abgerufen am 24. März 2012
  5. Napolitano nomina quattro senatori a vita. La Repubblica, 30. August 2013, abgerufen am 30. August 2013.