Carloft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen:
Es fehlen technische Details zu Tragelast, Funktionsweise, Bauweise, ... Der Artikel besteht fast nur aus Kritik und behandelt ausschließlich Berlin.
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.
Carloft-Prinzip
Erstes Carloft in Berlin-Kreuzberg

Ein Carloft ist ein Wohnkonzept des Architekten Manfred Dick, bei dem Autos mit einem Aufzug auf die Ebene der Wohnungen gehoben werden und dort einen Stellplatz haben. Entgegen der Bezeichnung handelt es sich bei einem Carloft in der Regel nicht um eine Loftwohnung im klassischen Sinne.

Das Carloft erhielt ein Europäisches Patent.[1]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farbbeutel-Anschläge auf das Gebäude

Das Carloft-Konzept ist gerade wegen des integrierten Stellplatzes umstritten. Kritiker bemängeln insbesondere den Platzbedarf des Autoliftes und des Stellplatzes innerhalb der Wohnung sowie die damit verbundene Ikonisierung des Autos. Befürworter halten dagegen, dass mit dem Konzept CarLoft der Parkplatznot in Innenstädten sowie dem Bau von (meist teuren und manchmal auch nicht zu realisierenden) Tiefgaragen entgegengewirkt werden kann.

Allerdings basiert der 2009 in Berlin-Kreuzberg (52° 29′ 34,6″ N, 13° 26′ 5,2″ O) fertiggestellte Prototyp auf einem Entwurf für Großraumappartements, die sich nur eine Käuferschicht mit hohem Einkommen leisten können. Diese erste Realisierung des Konzeptes mit insgesamt elf Carlofts befindet sich an der Kreuzung Reichenberger/Liegnitzer Straße und wurde als Teil der Wohn- und Gewerbeanlage „Paul-Lincke-Höfe“ konzipiert.[2]

Die Ansiedlung des Carlofts in Berlin-Kreuzberg wird von der als alternativ geltenden Nachbarschaft negativ aufgenommen. Während die Vermarktung des Carlofts mit der Sicherheit vor den in Kreuzberg häufiger vorkommenden Brandstiftungen an Fahrzeugen wirbt, kam es zu Demonstrationen und Sachbeschädigungen gegen das Gebäude. Eine Demonstration lief unter dem Motto: „Carlofts zur Ruine machen!“ Auch Farbbeutel- und Steinwürfe auf das Gebäude kamen vor.[3] Das Carloft wird als Symbol für die Gentrifizierung des Kiezes gesehen, durch die Mieten und Lebenshaltungskosten steigen und ansässige Bevölkerungsschichten vertrieben werden.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carloft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Patentnummer 1419302
  2. Elke Hartmann-Wolff: WG mit PKW in Focus 40/2008, S. 96
  3. Mit Farbbeutel- und Steinwürfen kämpfen militante Aktivisten gegen Gentrifizierung. Das senkt den Wert der Immobilie – und ärgert die Bewohner
  4. Julian Heissler: Gated Communities – Todsicher in der Isolation, Spiegel Online, 22. Oktober 2009