Carlsstenen
Der Dolmen Carlsstenen (auch Grønnæssegård Karlsstenen) liegt in Hundested, westlich von Frederiksværk im Norden der dänischen Insel Seeland. Er wurde Mitte des 20. Jahrhunderts bekannt, als er Motiv auf der damals neuen 5-Kronen-Note wurde, die der Künstler Gerhard Heilmann (1859–1946) entworfen hat. Das Großsteingrab liegt im Grønneseskov unweit des Strandes im Grønnesseskov (Wald).
Das erste Mal, dass Archäologen den massiven Dysse (dänisch für „Dolmen“) aus der Jungsteinzeit in Augenschein nahmen, der bereits 1860 unter Schutz gestellt wurde, war im Jahre 1862, als sich auch der Künstler Jacob Kornerup mit der Anlage beschäftigte.
Der Carlstenen ist im archäologischen Sinne keine Besonderheit. Er steht auf den Resten eines Rundhügels (dän. Runddysse) von etwa 5,0 m Durchmesser. Die Nordwest-Südost orientierte Kammer besteht aus fünf Tragsteinen und dem allseitig überstehenden Deckstein. Die Kammergrundfläche bildet ein Hexagon. Die Kammer ist etwa 2,1 m lang 1,8 m breit und 0,9 m hoch. Der Zugang ist offen, die Steine des Ganges wurden entfernt. Es handelt sich um einen Polygonaldolmen mit dem den Typ kennzeichnenden übergroßen Deckstein. Erhalten sind weder der Hügel noch die Steine der Einfassung. Die Anlage der Trichterbecherkultur (TBK) entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr.
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Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Ingrid Falktoft Anderson: Vejviser til Danmarks oldtid. 2. Auflage. Gads Forlag, Århus 1994, ISBN 87-89531-10-8.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Koordinaten: 55° 57′ 7″ N, 11° 55′ 41″ O