Carmageddon

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Carmageddon
Carmageddon Logo.png
Logo des ersten Carmageddon-Teils
Studio Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Stainless Software
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Torus Games
Publisher Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich SCi Games
Leitende Entwickler Patrick Buckland
Neil Barnden
Plattform DOS, Windows, Mac OS, Nintendo 64, Game Boy Color, Gizmondo, iOS, Android
Genre Rennspiel
Spiele
Carmageddon (erster Teil 1997)
Carmageddon: Max Damage (letzter Teil 2016)

Carmageddon ist eine Rennspielserie, deren Teile für MS-DOS bzw. dazu kompatibles DOS, Windows, Mac OS, Nintendo 64, Game Boy Color, Gizmondo, iOS und Android erschienen sind. Entworfen, konzipiert und entwickelt wurden die ersten beiden Carmageddon-Teile von Stainless Software (heute Stainless Games). Den dritten Teil entwickelte Torus Games. Vertrieben wurden alle drei Teile von SCi Entertainment.

Geistige Väter der Serie sind Patrick Buckland und Neil Barnden, welche ebenfalls die Gründer von Stainless Games sind.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie in einem traditionellen Rennspiel gibt es in Carmageddon zwar die Möglichkeit, das Rennen durch Abfahren von Checkpoints bzw. Runden zu gewinnen, bevor die Zeit abläuft. Allerdings gibt es dazu noch Alternativen: Einerseits kann das Spiel durch das Kaputtfahren gegnerischer Autos gewonnen werden und andererseits durch das Überfahren aller im Spiel befindlichen Lebewesen. Dazu zählen größtenteils Menschen, teilweise aber auch Tiere wie Hunde und Hirsche. Das Spielprinzip sieht dabei vor, dass der Spieler andere Fahrer rammt bzw. Lebewesen überfährt, um sein ablaufendes Zeitkonto aufzustocken. Belohnt werden dabei zusätzlich besonders spektakuläre Fahrmanöver oder Kollisionen. Weiterhin kann der Spieler durch Überfahren von Kisten bzw. Tonnen Extras einsammeln, die die Umgebung, das Fahrzeug, die Lebewesen oder die Gegner positiv oder auch negativ beeinflussen.

Spielmodi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler lernt das Spiel in erster Linie über einen Karrieremodus kennen. Er beginnt auf Rang 99 und muss sich auf Rang 1 vorarbeiten. Dabei schaltet er Strecken frei und verdient Spielgeld. Von dem Geld kann der Spieler sein Auto aufrüsten und anstehende Reparaturen bezahlen.

Der zweite Teil des Spiels enthielt so genannte Challenges, welche eine wesentliche Neuerung bedeuteten. Der Spieler absolvierte nicht mehr Rennen um Rennen, sondern musste sich hin und wieder durch besondere Aufgaben (alle Checkpoints in einer vorgegebenen Zeit abfahren, bestimmte Gegenstände finden oder zerstören etc.) seine Qualifikation für eine höhere Rennklasse erwerben.

Strecken und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecken sind innerhalb einer frei befahrbaren Umgebung durch Checkpoints markiert. Die Thematiken der Landschaften umfassen alle Bereiche menschlicher Zivilisation, dazu zählen Städte, Industrie- und Bergbaugebiete, ländliche Gebiete, Urlaubsregionen sowie Schnee- und Wüstenlandschaften. Im ersten Teil war das Szenario des Spiels noch in der Zukunft angesiedelt und bot daher auch äußerst futuristisch gestaltete Fabrikanlagen und Innenstädte. Ab dem zweiten Teil wurden die Szenerien jedoch bedeutend realistischer gestaltet.

Protagonisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptrolle des Spieles übernimmt in allen drei Carmageddon-Teilen der Fahrer Max Damage mit seinem Fahrzeug, dem berüchtigten Red Eagle. In den Teilen 1 und 2 gibt es außerdem eine wählbare zweite Protagonistin und Rivalin von Damage, Die Anna (sprich: Diana), Fahrerin des Yellow Hawk. Im ersten Teil und Add-on kommt die Pratcam zum Einsatz. Hierbei ist in der oberen linken Bildecke ein Fenster eingeblendet, das die jeweiligen Konterfeis von Max bzw. Anna und deren Reaktionen auf den Spielablauf wiedergibt. Zum Einsatz kommen dabei gefilmte und nachbearbeitete Animationen echter Personen, vermutlich handelt es sich dabei um Mitarbeiter des Entwicklungsstudios.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typisch für die Carmageddon-Reihe ist die Unterteilung des Soundtracks in zwei Teile, zum einen Metal-Stücke von Bands wie Fear Factory oder Iron Maiden, zum anderen Dance-Tracks von Utah Saints oder Sentience.

Teile der Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metawertungen
Titel GameRankings Metacritic
Carmageddon 90 %[1] k. A.
Carmageddon II: Carpocalypse Now 80 %[2] k. A.
Carmageddon 3: TDR 2000 62 %[3] 48/100[4]
Carmageddon: Reincarnation k. A. 54/100[5]

Die Serie umfasst zurzeit fünf Spiele:

und vier Spiele für Konsolen:

Metawertungen
Titel GameRankings Metacritic
Carmageddon64 29 %[6] k. A.
Carmageddon (GBC) 44 %[7] k. A.
Carmageddon (PSX) 34 %[8] k. A.
Carmageddon: Max Damage k. A. 51/100[9]
  • Carmageddon64 (1999), eine dem N64 angepasste und leicht veränderte Version von Carmageddon II
  • Carmageddon (PSX) (1999), eine leicht veränderte Version für die PlayStation
  • Carmageddon (GBC) (1999), Version für den Game Boy Color.
  • Carmageddon: Max Damage (Xbox One, PS4) (2016)

Kontroverse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die englischen Originalversionen der Teile 1 und 2 stehen auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.[10] In Deutschland erschienen entschärften Fassungen des Spiels, die Passanten und Kühe gegen Roboter ersetzten.[11] In Brasilien wurde das Spiel komplett verboten.[12] Der dritte Teil kam nur geschnitten auf den deutschen Markt, die Originalfassung wurde jedoch nicht indiziert. Carmageddon: Max Damage fiel durch die USK-Prüfung und wurde von der BPjM indiziert.[13] Der Titel wurde als strafrechtlich bedenklich eingestuft.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carmageddon for PC. (Nicht mehr online verfügbar.) In: GameRankings. Archiviert vom Original am 19. Januar 2012; abgerufen am 6. März 2022.
  2. Carmageddon 2: Carpocalypse Now for PC. (Nicht mehr online verfügbar.) In: GameRankings. Archiviert vom Original am 18. März 2009; abgerufen am 6. März 2022.
  3. Carmageddon 3: TDR 2000 for PC. (Nicht mehr online verfügbar.) In: GameRankings. Archiviert vom Original am 9. Dezember 2019; abgerufen am 6. März 2022.
  4. Carmageddon 3: TDR 2000. In: Metacritic. CBS Interactive, abgerufen am 6. März 2022 (englisch).
  5. Carmageddon: Reincarnation. In: Metacritic. CBS Interactive, abgerufen am 6. März 2022 (englisch).
  6. Carmageddon 64 for Nintendo 64. (Nicht mehr online verfügbar.) In: GameRankings. Archiviert vom Original am 16. März 2009; abgerufen am 6. März 2022.
  7. Carmageddon for Game Boy Color. (Nicht mehr online verfügbar.) In: GameRankings. Archiviert vom Original am 8. April 2019; abgerufen am 6. März 2022.
  8. Carmageddon for PlayStation. (Nicht mehr online verfügbar.) In: GameRankings. Archiviert vom Original am 1. Mai 2019; abgerufen am 6. März 2022.
  9. Carmageddon: Max Damage. In: Metacritic. CBS Interactive, abgerufen am 6. März 2022 (englisch).
  10. Tobias Ritter: GOG.com jetzt auch mit Geo-Lock - 31 Spiele weniger für Deutschland. In: GameStar. 2016 (gamestar.de).
  11. Gerald Wurm: Carmageddon - Fahr zur Hölle! - Schnittbericht: USK 12. In: Schnittberichte.com. Abgerufen am 6. März 2022.
  12. Annika Simon: Death Race - Punkte sammeln mit Verkehrsopfern. In: pixeldiskurs.de. 20. Dezember 2014, abgerufen am 6. März 2022 (deutsch).
  13. Gerald Wurm: Carmageddon: Max Damage landet auf Liste B. In: Schnittberichte.com. Abgerufen am 6. März 2022.
  14. Thomas Ruch: BPjM: Indizierungen und Listenstreichungen im April 2017. In: PLAY3.DE. 28. April 2017, abgerufen am 6. März 2022.