Carolin Golubytskyi

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Carolin Golubytskyi
Medaillenspiegel
Carolin Golubytskyi bei den Fechtweltmeisterschaften 2013 in Budapest
Carolin Golubytskyi bei den Fechtweltmeisterschaften 2013 in Budapest

Fechten

DeutschlandDeutschland Deutschland
Fechten Weltmeisterschaften
0Bronze0 TurkeiTürkei 2009 Antalya Florett-Mannschaft
0Silber0 UngarnUngarn 2013 Budapest Florett
Fechten Europameisterschaften
0Bronze0 UkraineUkraine 2008 Kiew Florett
0Silber0 DeutschlandDeutschland 2010 Leipzig Florett-Mannschaft
0Bronze0 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 2011 Sheffield Florett-Mannschaft
0Bronze0 KroatienKroatien 2013 Zagreb Florett
0Bronze0 PolenPolen 2016 Toruń Florett
Fechten Deutsche Meisterschaften
0Gold0 2006 Florett-Mannschaft
0Bronze0 2006 Florett
0Gold0 2007 Florett-Mannschaft
0Silber0 2007 Florett
0Gold0 2008 Florett-Mannschaft
0Silber0 2008 Florett
0Gold0 2009 Florett-Mannschaft
0Bronze0 2009 Florett
0Gold0 2010 Florett
0Gold0 2010 Florett-Mannschaft
0Gold0 2011 Florett
0Gold0 2011 Florett-Mannschaft
0Gold0 2012 Florett
0Gold0 2012 Florett-Mannschaft
0Gold0 2013 Florett
0Gold0 2013 Florett-Mannschaft
0Gold0 2014 Florett-Mannschaft
0Silber0 2014 Florett
0Silber0 2015 Florett
0Gold0 2016 Florett
0Gold0 2016 Florett-Mannschaft

Carolin Elisabeth Golubytskyi, geb. Wutz (* 19. Dezember 1985 in Bad Mergentheim) ist eine deutsche Florettfechterin. Sie ist vierzehnfache deutsche Meisterin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carolin Golubytskyi wuchs in Königheim auf. Ab 1997 besuchte sie die Riemenschneider-Realschule Tauberbischofsheim und beendete diese 2002 mit der Mittleren Reife. Daraufhin machte sie bis 2005 an der Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim eine Lehre zur Bankkauffrau.[1] Derzeit ist sie Sportsoldatin im Dienstgrad Stabsunteroffizier in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Mainz.[2] 1990 begann sie mit dem Fechtsport. Ihre erste Trainerin war bis 2005 Rosalia Gombos. Seit 2007 wird die Sportlerin vom FC Tauberbischofsheim von ihrem Mann, dem ukrainischen Weltklassefechter Sergei Golubytskyi betreut.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000 gewann Golubytskyi die Bronzemedaille bei den Kadetten-Weltmeisterschaften in South Bend. In der Saison 2003/04 gewann Golubytski die Gesamt-Weltcupwertung der Junioren und holte zudem Einzelgold bei den Junioreneuropameisterschaften in Poreč, den EM-Titel konnte sie im darauffolgenden Jahr in Espinho erneut gewinnen. Bei den Aktiven tritt sie nach einjähriger Krankheit ab 2006 an. Bei den Europameisterschaften in Izmir erreichte Golubytskyi Platz 17 im Einzel und fünf mit der Mannschaft. Im Jahr darauf wurde sie in Gent erneut Mannschaftsfünfte und Neunte im Einzel. Ebenfalls 2006 startete sie erstmals in Turin bei einer Weltmeisterschaft und wurde 20. im Einzel sowie 13. mit der Mannschaft. 2007 wurde sie in St. Petersburg 17. im Einzel. Zudem gewann sie in der Saison 2006/07 in Kairo, Salzburg und Buenos Aires ihre ersten Weltcups. Im Juli 2008 wurde sie Dritte bei den Europameisterschaften in Kiew, schon vorher war die Tauberbischofsheimerin für die Olympischen Spiele von Peking qualifiziert. Ihre Weltranglistenposition für die Olympischen Spiele war Platz 4. Sie wurde vorab als Medaillenhoffnung gehandelt, erreichte jedoch das Viertelfinale nicht.

Auf nationaler Ebene führt Golubytskyi seit 2006 die Rangliste bei den Aktiven an. 2001/2002 gewann sie mit Bronze ihre erste Medaille bei einer Deutschen Junioren-Einzelmeisterschaft. 2003 und 2004 gewann sie die Titel, 2004 zudem den mit der Mannschaft. Bei den Aktiven gewann sie 2006 Einzelbronze, 2007 und 2008 wurde sie Vizemeisterin und Mannschaftsmeisterin. 2010, 2011 und 2012 gewann sie drei Mal hintereinander im Einzel und mit der Mannschaft die Aktiven Deutschen Meisterschaften. 2009 gewann sie auf der Fecht-Weltmeisterschaft in Antalya mit der Mannschaft Bronze. Zudem kam sie 2010 bei den Europameisterschaften in Leipzig mit der Mannschaft auf Platz zwei.

Weltmeisterschaftsfinale 2013 gegen Arianna Errigo.

Für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizierte Golubytskyi sich vorab im Einzel, die Mannschaft hat dieses Ziel nicht erreicht. Als zu der Zeit Weltranglistendreizehnte erreichte sie das Achtelfinale bei den Spielen. Beim Stand von 8:6 traf die spätere Goldmedaillengewinnerin Elisa Di Francisca sie mit der Glocke ihres Floretts am Kinn. Trotz einer mehrminütigen Unterbrechung des Gefechts war Golubytskyi körperlich beeinträchtigt und erzielte im weiteren Verlauf nur einen weiteren Punkt, so dass sie aus dem Wettbewerb ausschied[3].

2013 gewann sie erneut bei den Deutschen Fechtmeisterschaften im Einzel und mit der Mannschaft. Bei den Europameisterschaften 2013 in Zagreb wurde sie von Diana Jakowlewa gestoppt und holte Bronze.[4] Bei den Weltmeisterschaften in Budapest focht sie im Halbfinale gegen Elisa Di Francisca, beim Stand von 9:7 wurde Golubytskyi wie bei den Olympischen Spielen von der gegnerischen Glocke unter der Maske getroffen und das Gefecht musste für eine medizinische Versorgung unterbrochen werden. Sie konnte jedoch danach weiterfechten und siegt nach Ablauf der regulären Zeit mit 13:12 im Sudden Death. Im Finale verlor sie gegen Arianna Errigo mit 8:15 und gewann Silber.

2014 gewann sie bei den Deutschen Fechtmeisterschaften mit der Mannschaft und errang die Silbermedaille im Einzel. Dei den Deutsche Fechtmeisterschaften 2015 erreichte sie ebenfalls Silber im Einzel. 2016 konnte Golubytskyi bei den Deutschen Fechtmeisterschaften zwei Goldmedaillen, im Einzel und mit der Mannschaft, erreichen. Bei den Europameisterschaften 2016 in Toruń holte sie die Bronzemedaille.[5]

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro schied Golubytskyi mit einer Außenbandverletzung im Sechzehntelfinale gegen die Polin Hanna Lyczbinska aus. Bereits beim Stand von 0:2 stießen die beiden Fechterinnen zusammen. Nach einer kurzen Behandlungspause nahm Golubytskyi, entgegen dem Rat ihres Physiotherapeuten, noch einmal das Gefecht auf, konnte jedoch in der Folge nur noch Ergebniskosmetik betreiben und wurde nach dem 9:14 zur genaueren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carolin Golubytskyi – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Athleten-Biographie Carolin Golubytskyi. Deutscher Fechter-Bund, abgerufen am 14. Mai 2015.
  2. Übersicht Spitzensportler Bw Oktober 2013. Bundeswehr, 21. Oktober 2013, archiviert vom Original am 2. Januar 2014, abgerufen am 11. Mai 2014 (PDF; 192 kB).
  3. Kinnhaken gegen Deutsche, nie war Fechten gemeiner. Zeitung Die Welt, 28. Juli 2012, abgerufen am 7. Dezember 2012.
  4. Gold und Bronze zum EM-Auftakt. Deutscher Fechter-Bund e.V., 18. Juni 2013, abgerufen am 26. Januar 2015.
  5. Fecht-EM: Golubytskyi holt Bronze bei Olympia-Generalprobe. Zeit, 21. Juni 2016, abgerufen am 24. Juni 2016.
  6. t-online.de: Schon wieder Pech bei Olympia. Fechterin Golubytskyi: Krankenhaus statt Achtelfinale. 11. August 2016. Online auf www.t-online.de. Abgerufen am 17. August 2016.