Carolina Panthers

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Carolina Panthers
Gegründet 1993
Spielen in Charlotte, North Carolina
Helm der Carolina Panthers
Logo der Carolina Panthers
Helm Logo
Liga

National Football League (1995–heute)

Aktuelle Uniformen
NFCS-Uniform-CAR.PNG
Teamfarben schwarz, Panther-blau, silber, weiß
Maskottchen Sir Purr
Personal
Besitzer Jerry Richardson
General-Manager Dave Gettleman
Head Coach Ron Rivera
Teamgeschichte
  • Carolina Panthers (1995–heute)
Spitznamen
The Cardiac Cats
Erfolge
NFL-Gewinner (0)


Conference-Sieger (2)
  • NFC 2003, 2015
Division-Sieger (6)
  • NFC West: 1996
  • NFC South: 2003, 2008, 2013, 2014, 2015
Play-off-Teilnahmen (7)
  • NFL: 1996, 2003, 2005, 2008, 2013, 2014, 2015
Stadien


Die Carolina Panthers [ˌkæɹəˈlaɪnə ˈpænθɚz] sind eine American-Football-Mannschaft aus Charlotte, North Carolina. Sie spielen gemeinsam mit den Atlanta Falcons, den New Orleans Saints und den Tampa Bay Buccaneers in der NFC South der amerikanischen National Football League (NFL). Gegründet wurde das Franchise von Jerry Richardson, der bis heute auch der Besitzer ist. Der Gesamtwert des Vereins beträgt laut Forbes etwa 1 Milliarde US-Dollar und wird von Richardson und seiner Familie verwaltet, die 48 % der Anteile besitzen.[1] Über den Rest verfügen 14 Limited Partners. Aktuell ist Ron Rivera Head Coach des Teams, das seine Heimspiele seit 1996 im Bank of America Stadium austrägt.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 15. Dezember 1987 ließ der Unternehmer Jerry Richardson verlauten, dass er sich um ein NFL-Team in North- oder South Carolina bemüht.[2] Richardson, der in North Carolina aufgewachsen war, ist ein ehemaliger Wide Receiver der Baltimore Colts und Mitgründer der Schnellrestaurantkette Hardee’s. Er gründete Richardson Sports, eine Interessengemeinschaft bestehend aus ihm, seiner Familie und einigen Geschäftsleuten aus North- und South Carolina, welche als limited Partner rekrutiert wurden. Es wurden einige mögliche Standorte für ein Footballstadion diskutiert, bis die Wahl schließlich auf Charlotte fiel. Um die Ernsthaftigkeit ihres Vorhabens zu unterstreichen, ließ Richardson Sports 1989 bis 1991 Preseason-Spiele zwischen bestehenden NFL-Teams, in dieser Region durchführen. Das erste fand im Carter-Finley Stadium in Raleigh, North Carolina statt, die anderen im Kenan Memorial Stadium von Chapel Hill und Williams-Brice Stadium in Columbia, South Carolina. 1991 bewarb sich die Gruppe offiziell bei der NFL und bekam schließlich am 23. Oktober 1993 den Zuschlag, ein „Expansion-Team“ („Erweiterungs-Mannschaft“) zu gründen.[2]

Den Spielbetrieb nahmen die Panthers zur Saison 1995, zusammen mit den ebenfalls neu gegründeten Jacksonville Jaguars, auf.[3] Die Panthers wurden zunächst der NFC West zugeteilt, wodurch die Division nun aus fünf Teams bestand. Dom Capers, der ehemalige Defensive Coordinator der Pittsburgh Steelers, wurde zum ersten Head Coach ernannt, und die Mannschaft beendete die erste Saison mit einer Bilanz von sieben Siegen und neun Niederlagen. Gleich in ihrer zweiten Saison schafften sie es in das NFC Championship Game, unterlagen dort jedoch den Green Bay Packers. Nachdem das Team zwei Jahre später nur noch vier Spiele gewinnen konnte, wurde Capers gefeuert und George Seifert, der ehemaligen Head Coach der San Francisco 49ers, verpflichtet. Nach zwei ausgeglichenen Spielzeiten mit acht bzw. sieben Siegen folgte 2001 jedoch der Tiefpunkt, als sie zwar das erste Saisonspiel gewinnen konnten, dann jedoch die restlichen 15 Spiele in Folge verloren, was zur Entlassung Seiferts führte.

2002 wurde die NFL auf 32 Teams erweitert und die Panthers spielten ab sofort in der neu gegründeten NFC South. Die Rivalität mit den Atlanta Falcons und New Orleans Saints, welche zuvor ebenfalls in der NFC West spielten, blieb erhalten und neu hinzu kamen die Tampa Bay Buccaneers aus der ehemaligen NFC Central (jetzt NFC North). John Fox wurde von den New York Giants als neuer Head Coach geholt und führte die Panthers in seiner ersten Spielzeit zu einer Bilanz von sieben Siegen bei neun Niederlagen. In der Spielzeit 2003 spielten die Panther das erste Mal im Super Bowl, nachdem sie in den Play-offs die Dallas Cowboys, die St. Louis Rams und die Philadelphia Eagles besiegt hatten. Im Super Bowl XXXVIII spielten sie gegen die New England Patriots, und verloren in einem der besten Super Bowls aller Zeiten mit 29:32.[4] 2005 gelang nach einer erfolgreichen Saison mit elf Siegen bei fünf Niederlagen ein 23:0-Sieg in der Wildcard-Runde der Play-offs gegen die New York Giants. Nachdem die Chicago Bears 29:21 geschlagen wurden, folgte jedoch eine 14:34-Niederlage bei den Seattle Seahawks im NFC Championship Game. 2008 konnten sie mit einer 12:4 Bilanz ihre Division gewinnen, verloren aber in den Play-offs mit 13:33 gegen die Arizona Cardinals, nachdem Quarterback Jake Delhomme sechs Turnover produzierte. In der Saison 2010 waren die Panthers das schlechteste Team der NFL mit einer Bilanz von zwei Siegen und 14 Niederlagen und einer der schlechtesten Offenses der Liga. John Fox’ Vertrag wurde daraufhin nicht verlängert, und mit Ron Rivera wurde ein neuer Head Coach eingestellt. Zudem wurde Delhomme entlassen und Quarterback Cam Newton, von der Auburn University, als erster Spieler im NFL Draft 2011 ausgewählt.[5] Newton begann seine Profikarriere stark und wurde am Ende der Spielzeit 2011, in der er die Panthers zu sechs Siegen führte, zum NFL Rookie of the Year gewählt. Nach einer weiteren Saison mit einer negativen Bilanz (7:9 2012) gelangen drei Teilnahmen an den Play-offs in Folge. 2013 schieden sie nach 12 Siegen in der Regular Season gegen die San Francisco 49ers in der Divisional Round aus, ein Jahr später gelang die Teilnahme an der Postseason gar mit einer negativen Bilanz von sieben Siegen, bei acht Niederlagen und einem Unentschieden.[6] Die Panthers schlugen daraufhin die Arizona Cardinals mit 27–16, verloren aber in der nächsten Runde bei den Seattle Seahawks mit 17–31.

In der Saison 2015 gelang unter Head Coach Ron Rivera ein Rekord in der NFC. Sein Team konnte eine 15-1 Bilanz einfahren und den alten Rekord egalisieren. In den NFC Play-offs konnten die Panthers die Seattle Seahawks mit 31:24 und die Arizona Cardinals mit 49:15 bezwingen. In ihrem zweiten Super Bowl der Vereinsgeschichte trafen die Panthers im Levi's Stadium auf die Denver Broncos, wo sie mit 10:24 verloren.

Trainer (Head Coaches)[Bearbeiten]

# Name Zeitraum Regular Season Play-offs Erfolge/Auszeichnungen Referenz
Spiele S N UE Gewonnen% Spiele S N
Carolina Panthers
1 Dom Capers 1995–1998 64 30 34 0 .469 2 1 1 AP NFL Trainer des Jahres (1996)
Pro Football Weekly NFL Trainer des Jahres (1996)
Sporting News NFL Trainer des Jahres (1996)
UPI AFL Trainer des Jahres (1996)
[7][8]
2 George Seifert 1999–2001 48 16 32 0 .333 [7][9]
3 John Fox 2002–2010 144 73 71 0 .507 8 5 3 [7][10]
4 Ron Rivera* 2011– 80 47 32 1 .594 6 3 3 AP NFL Trainer des Jahres (2013, 2015) [7][11]
# Reihenfolge der Trainer
Spiele Spiele als Trainer
S Siege
N Niederlagen
UE Unentschieden
Gewonnen% Siegquote
* Ausschließlich bei den Panthers als Head Coach aktiv

Spieler[Bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader der Carolina Panthers

Quarterbacks

Runningbacks

Wide Receiver

Tight Ends

Offensive Linemen

Defensive Linemen

Linebacker

Defensive Backs

Special Teams

Reserve/Verletzt

Practice Squad

Rookies in kursiver Schrift
Roster Stand: 3. Oktober 2015
Depth ChartTransaktionen

53 Aktive, 8 Inaktive, 9 Practice Squad

Panthers in der Hall of Fame[Bearbeiten]

Trikotnummer Name Position Für Carolina Aktiv Jahr der Aufnahme
81 Reggie White DE 2000 2006
Bill Polian GM 1995–1997 2015

Stand: 30. Oktober 2015

Nicht mehr vergebene Nummern[Bearbeiten]

Nr. Spieler Position Zeitraum
511 Sam Mills LB 1995–97
1 Die Nummer wurde zum Beginn der Saison 2005 zurückgezogen.

Alle Saisons seit 1995[Bearbeiten]

Saison Siege Niederlagen Unentschieden Platzierung Play-off-Ergebnis
1995 7 9 0 4. NFC-West
1996 12 4 0 1. NFC-West 26:17-Sieg gegen Dallas Cowboys Divisional
13:30-Niederlage gegen Green Bay Packers NFC-Titel
1997 7 9 0 2. NFC-West
1998 4 12 0 4. NFC-West
1999 8 8 0 2. NFC-West
2000 7 9 0 3. NFC-West
2001 1 15 0 5. NFC-West
2002 7 9 0 4. NFC-South
2003 11 5 0 1. NFC-South 29:10-Sieg gegen Dallas Cowboys Wildcard
29:23-OTSieg gegen St. Louis Rams Divisional
14:3-Sieg gegen Philadelphia Eagles NFC-Titel
29:32-Niederlage gegen New England Patriots Super Bowl
2004 7 9 0 3. NFC-South
2005 11 5 0 2. NFC-South 23:0-Sieg gegen New York Giants Wildcard
29:21-Sieg gegen Chicago Bears Divisional
14:34-Niederlage gegen Seattle Seahawks NFC-Titel
2006 8 8 0 2. NFC-South
2007 7 9 0 2. NFC-South
2008 12 4 0 1. NFC-South 13:33-Niederlage gegen Arizona Cardinals Divisional
2009 8 8 0 3. NFC-South
2010 2 14 0 4. NFC-South
2011 6 10 0 3. NFC-South
2012 7 9 0 2. NFC-South
2013 12 4 0 1. NFC-South 10:23-Niederlage gegen San Francisco 49ers Wildcard
2014 7 8 1 1. NFC-South 27:16-Sieg gegen Arizona Cardinals Wildcard
17:31-Niederlage gegen Seattle Seahawks Divisional
2015 15 1 0 1. NFC-South 31:24-Sieg gegen Seattle Seahawks Divisional
49:15-Sieg gegen Arizona Cardinals NFC-Titel
10:24-Niederlage gegen Denver Broncos Super Bowl

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carolina Panthers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Forbes: Carolina Panthers (englisch) forbes.com, Abgerufen am 14. Oktober 2015
  2. a b Panthers Chronology (englisch) panthers.com, Abgerufen am 14. Oktober 2015
  3. Carolina Panthers – Chronology. In: panthers.com. Abgerufen am 21. November 2013 (englisch): „At the league meeting in Chicago, NFL owners unanimously select the Carolinas as the 29th NFL franchise and the first expansion team since 1976.“
  4. Top Ten Super Bowls (englisch) nfl.com, Abgerufen am 14. Oktober 2015
  5. panthers select cam newton with no 1 pick (englisch) usatoday.com, Abgerufen am 14. Oktober 2015
  6. panthers lock up nfc south (englisch) nfl.com, Abgerufen am 14. Oktober 2015
  7. a b c d panthers.com History: Head Coaches (englisch). Zugriff am 1. Juni 2015.
  8. Statistiken von Dom Capers. Abgerufen am 18. September 2015.
  9. Statistiken von George Seifert. Abgerufen am 18. September 2015.
  10. Statistiken von John Fox. Abgerufen am 18. September 2015.
  11. Statistiken von Ron Rivera. Abgerufen am 18. September 2015.