Caroline Pichler

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Porträt aus: Anthologie aus den sämmtlichen Werken von C. Pichler (1830)

Caroline Pichler (auch: Karoline; * 7. September 1769 in Wien; † 9. Juli 1843 in Wien) war eine österreichische Schriftstellerin, Lyrikerin, Kritikerin und Salonière.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caroline Pichler war die Tochter des Hofrates Franz Sales von Greiner (1732–1798) und der Charlotte (Karoline) Hieronymus (1740–1816), Kammerzofe und Vorleserin der Kaiserin Maria Theresia. Ihr Schwager war Anton Pichler (1770–1823), ein bekannter Buchhändler und Verleger bei dem auch einige ihrer Bücher erschienen. Im Elternhaus erhielt sie eine gründliche Ausbildung, lernte mehrere Sprachen und erhielt Gesangs- und Klavierunterricht von Mozart und Haydn.

Sie heiratete im Jahre 1796 den Beamten Andreas Pichler (1764–1837). Das Paar hatte eine Tochter: Karoline (* 1797), diese heiratete Joseph Edlen von Pelzeln. Unter den Enkelkindern waren der Ornithologe August von Pelzeln sowie die Schriftstellerinnen Marie von Pelzeln (pseud. Emma Franz) und Fanny von Pelzeln (pseud. Henriette Franz).

Caroline Pichler Grabstätte

Caroline Pichler schrieb Romane, Erzählungen, Dramen und Gedichte. Bereits ihr Erstlingswerk „Gleichnisse“ von 1799 war erfolgreich. Berühmt wurde sie hauptsächlich durch ihre historischen Romane. Neben ihren literarischen Aktivitäten führte sie auch den literarischen Salon ihrer Eltern fort. Solche Salons galten zu dieser Zeit als die wichtigsten Veranstaltungen ihrer Art in Wien. Hier verkehrten u. a. Franz Grillparzer, Franz Schubert, Friedrich von Schlegel, Theodor Körner und Anton Prokesch von Osten.

Sie ruht gemeinsam mit ihrem Gatten (dessen Name auf dem Grab fehlt) in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 27). Im Jahr 1883 wurde in Wien Alsergrund (9. Bezirk) die Pichlergasse nach ihr benannt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Idyllen, 1803, Digitalisat
  • Ruth, 1805
  • Agathocles, 1808
  • Germanicus: ein Trauerspiel in fünf Aufzügen, 1813, Digitalisat
  • Mathilde, Libretto für die Oper von August Mayer, 1818
  • Frauenwürde. Von Caroline Pichler, gebornen von Greiner. Erster Theil / Zweiter Theil. Reutlingen: Fleischhauer und Spohn 1820. Teil 4
  • Olivier, 1821, Digitalisat
  • Ferdinand der Zweite, 1822
  • Amalie von Mannsfeld, 1822
  • Die Belagerung Wiens von 1683, 1824, Digitalisat
  • Die Schweden in Prag, 1827, Digitalisat
  • Die Wiedereroberung von Ofen, 1829, Digitalisat
  • Friedrich der Streitbare, 1831, Teil 1-2, Teil 3-4
  • Henriette von England, 1832
  • Zeitbilder, 1840, Band 1
  • Denkwürdigkeiten aus meinem Leben, postum 1844 (Autobiografie in 4 Bände) Band 1
  • Prosaische Aufsätze vermischten Inhalts, darin "Angelo Soliman"[1]

Die Ausgabe von Caroline Pichlers Sämtlichen Werken (1820/1845) umfasste 60 Bände. Im Jahre 1894 erschien in vier Bänden die Zusammenstellung Ausgewählte Erzählungen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Caroline Pichler: Saemmtliche Werke. 1814, S. 222 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).