Carrie Fisher

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Carrie Fisher, 2013

Carrie Frances Fisher (* 21. Oktober 1956 in Beverly Hills; † 27. Dezember 2016 in Los Angeles)[1] war eine US-amerikanische Schauspielerin, Komikerin und Autorin. Weltbekannt wurde sie als Prinzessin Leia in den Star-Wars-Filmen.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carrie Fisher 2007 bei der Star Wars Celebration IV

Fisher war die Tochter des Sängers Eddie Fisher und der Schauspielerin Debbie Reynolds. Als sie zwei Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden und ihr Vater heiratete kurz danach Elizabeth Taylor. Ihr Bruder ist Todd Fisher, ihre Halbschwestern sind die Schauspielerinnen Joely Fisher und Tricia Leigh Fisher, deren Mutter die Schauspielerin Connie Stevens ist. Carrie Fisher besuchte die Beverly Hills High School und später die Central School of Speech and Drama in London.

Ihren ersten Filmauftritt hatte sie 1975 in Shampoo. 1977 spielte sie erstmals Prinzessin Leia in der Star-Wars-Trilogie. 1980 wirkte sie in der Rolle der Attentäterin im Film Blues Brothers mit. 1987 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Postcards From the Edge (dt. Titel Grüße aus Hollywood), der autobiografische Elemente enthält; die Hauptperson des Romans durchlebt mit ihrer Drogenabhängigkeit und mit ihrer Mutter ähnliche Probleme wie Fisher selbst. 1989 wurde der Roman mit Meryl Streep, Shirley MacLaine und Dennis Quaid unter dem Buchtitel verfilmt. 1995 hatte Fisher einen Gastauftritt in der Fernsehserie Ellen, in der ihre Halbschwester Joely Fisher ab der zweiten Staffel eine Hauptrolle spielte. Aus ihrer Lebensgeschichte machte Fisher die One-Woman-Show Wishful Drinking, die erfolgreich am Broadway lief. Die Show war die Grundlage für ihr gleichnamiges und von ihr auch als Hörbuch eingelesenes Buch, das 2008 erschien. Darin beschrieb Fisher auch ihre bipolare Störung.

Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin arbeitete Fisher auch viele Jahre als Script Doctor und überarbeitete Dialogzeilen in Drehbüchern, wobei ihr Name im Abspann der jeweiligen Filme nicht genannt wurde. Unter anderem war sie an den Drehbüchern zu den Filmen Sister Act – Eine himmlische Karriere, Hook und Lethal Weapon 3 beteiligt.[2]

Carrie Fisher und der Musiker Paul Simon heirateten am 16. August 1983. Sie trennten sich elf Monate später und die Ehe wurde 1985 geschieden. Am 17. Juli 1992 kam ihre Tochter Billie Lourd zur Welt; der Vater des Kindes ist Bryan Lourd, von dem sich Fisher 1995 nach zwei Jahren Ehe trennte.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fisher starb am 27. Dezember 2016 im Alter von 60 Jahren. Sie hatte vier Tage zuvor gegen Ende eines Fluges von London nach Los Angeles einen Herzstillstand.[3][4][5] Erste Ermittlungen zur genauen Todesursache brachten kein Ergebnis. Mitte Juni 2017 veröffentlichte der Coroner in Los Angeles ein Gutachten zur Todesursache, in dem er eine Atemstörung im Schlaf in Verbindung mit anderen Faktoren als Todesursache feststellte. Zu auffälligen Fettablagerungen in ihren Arterien und einer Herzerkrankung wurden die Einnahme verschiedener Wirkstoffe und Spuren von Kokain, Heroin, anderen Opiaten und Ecstasy festgestellt. Wie genau all diese Faktoren zum Tod führten, konnte in der Untersuchung nicht mit Sicherheit geklärt werden.[6] Fisher nahm vermutlich drei Tage zuvor letztmals Kokain zu sich.[7] Fishers Mutter starb einen Tag nach ihr an den Folgen eines Schlaganfalls.[8] Fishers Beerdigung fand am 6. Januar 2017 im Forest Lawn Memorial Park in Los Angeles statt. Ihre Urne hat die Form einer Prozac-Pille. Fisher nahm zeitweise dieses Antidepressivum, da sie jahrelang an manisch-depressiven Erkrankungen litt.[9]

Synchronsprecherin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da Carrie Fisher meist Nebenrollen spielte, wurde sie in den deutschen Filmversionen von fast 23 verschiedenen Synchronsprechern gesprochen. Am häufigsten lieh ihr Susanna Bonaséwicz ihre Stimme.[10]

Filmografie (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carrie Fisher und Wim Wenders, 1978
Carrie Fisher mit Mark Hamill und Harrison Ford auf der San Diego Comic-Con, 2015

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carrie Fisher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kendall Fisher: Carrie Fisher dead at 60. EOnline, 27. Dezember 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016 (englisch).
  2. Verstorbene Star Wars-Ikone: Warum es ohne Carrie Fisher "Sister Act"und "Hook" nie gegeben hätte. Abgerufen am 15. Juli 2017.
  3. Schauspielerin Carrie Fisher ist tot. Zeit Online, 27. Dezember 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016.
  4. Carrie Fisher: „Star Wars“-Star mit 60 Jahren gestorben. Welt Online, 27. Dezember 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016.
  5. Carrie Fisher, Star Wars actress, dies aged 60. BBC, 27. Dezember 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016 (englisch).
  6. Carrie Fisher died from sleep apnea and other factors, coroner says. The Guardian, 17. Juni 2017, abgerufen am 17. Juni 2017 (englisch).
  7. Kokain, Heroin und Ecstasy: Carrie Fisher hatte bei Tod Drogen im Blut n-tv.de , 19.Juni 2017
  8. Debbie Reynolds: Hollywood-Ikone und Mutter von Carrie Fisher ist tot. Abgerufen am 15. Juli 2017.
  9. Carrie Fisher in riesiger Prozac-Urne beigesetzt. In: Spiegel, Online-Ausgabe vom 7. Januar 2017, abgerufen am 7. Januar 2017.
  10. Carrie Fisher. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 23. April 2017.