Carsten Sebastian Henn

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Carsten Sebastian Henn

Carsten Sebastian Henn (* 29. Oktober 1973[1] in Köln) ist ein deutscher Autor und Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henn besuchte das Albert-Schweitzer-Gymnasium (Hürth), machte dort 1993 Abitur und begann dann ein Studium an der Universität zu Köln. Nach dem Magisterabschluss in den Fächern Völkerkunde, Soziologie und Geographie studierte er 1997 in Adelaide/Australien Völkerkunde und Weinbau. Bis 2008 war er in der Verwaltung seiner Heimatstadt Hürth angestellt, seitdem konzentriert er sich auf seine schriftstellerische und journalistische Arbeit. Er wohnt weiterhin in Hürth. Mit Freunden bewirtschaftet er einen Steilstweinberg in der Lage St. Aldegunder Himmelreich (Mosel) und baut dort seinen eigenen Wein, einen Riesling, an. Seit 2013 ist er der Restaurantkritiker des "Kölner Stadt-Anzeigers".

Literarische Vita[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carsten Sebastian Henn schreibt Romane (vor allem Kriminalromane), sowie Sachbücher zu den Themen Wein und Kulinarik. Er veröffentlicht Lyrik und Erzählungen in Zeitschriften (z. B. „Das Gedicht“) und Anthologien (u. a. bei Rowohlt, Wunderlich und dem dtv).

1996 war er der jüngste Dichter in der Anthologie „Junger Westen“, die einen Überblick über Gegenwartsliteratur in NRW vermittelt. 1998 war er der erste Gewinner des „Jack-Gonski-Preises“ für SlamPoetry. 2005 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Hürth, 2014 den des Rhein-Erft-Kreises. Henn ist Mitglied der „Fédération Internationale des Journalistes et Ecrivains des Vins et Spiritueux“ (FIJEV) sowie im Verband Deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di, Bezirk Köln. Seine Bücher wurden von Jürgen von der Lippe, Bernd Stelter und Konrad Beikircher auf CD eingelesen.

Schriftstellerisches Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein erotischer Debüt-Roman „Julia, angeklickt“, 2000, erhielt sofort gute Kritiken. Im Mai 2002 folgte der erste Band eines „kulinarisch-vinophilen“ Krimi-Zyklus um den Ahrtaler Spitzenkoch und Hobbydetektiv Julius Eichendorff, der dort als Nachfahre des berühmten deutschen Dichters Joseph von Eichendorff auftritt, „In vino veritas“. Dieser Zyklus zählte bis 2014 sieben Bände, die zusätzlich als Hörbücher, gelesen von Jürgen von der Lippe, erschienen sind. 2007 erschien der Erzählungsband „Henkerstropfen“ mit 23 kulinarischen Kurzkrimis. Das Vorwort schrieb der Koch Dieter Müller. Ein zweiter Krimi-Zyklus begann 2008 mit „Tod & Trüffel - Ein Hundekrimi aus dem Piemont“, der sich um Niccoló, ein Italienisches Windspiel, und den alten Trüffelhund Giacomo, einen Lagotto Romagnolo, dreht.

Als freier Weinjournalist schreibt Henn für nationale und internationale Magazine und sitzt in den Jurys mehrerer Weinpreise. Seit 2002 ist er beim Gault-Millau WeinGuide tätig, zuerst als Verantwortlicher für das Weinbaugebiet Nahe, seit 2014 als Chefredakteur. Seine Weinführer sind durchaus humoristisch. Zuletzt veröffentlichte er zu diesem Thema das Buch „111 deutsche Weine, die man getrunken haben muss“.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julius-Eichendorff-Zyklus
Kurzkrimi-Sammlungen
Niccolo-&-Giacomo-Zyklus
Professor-Bietigheim-Zyklus
Sachbücher
Romane in Kooperation
Kinderbuch
  • Das größte Butterbrot der Welt. Emons, Köln 2008, ISBN 978-3-89705-575-9 (mit Illustrationen von Heribert Stragholz).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henn bei krimi-couch.de, abgerufen am 21. Januar 2014'.