Cascina

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Cascina
Wappen
Cascina (Italien)
Cascina
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Pisa (PI)
Koordinaten 43° 41′ N, 10° 30′ OKoordinaten: 43° 40′ 48″ N, 10° 30′ 1″ O
Höhe m s.l.m.
Fläche 79,23 km²
Einwohner 45.257 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 571 Einw./km²
Postleitzahl 56021
Vorwahl 050
ISTAT-Nummer 050008
Volksbezeichnung Cascinesi
Schutzpatron Heilige Innocenzo und Fiorentino (Erster Dienstag nach dem letzten Montag im Mai)
Website Gemeinde Cascina
Panorama von Cascina (Innenstadt)
Panorama von Cascina (Innenstadt)

Cascina ist eine Gemeinde in der Provinz Pisa in der italienischen Region Toskana mit 45.257 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015). Die Aussprache ist "Càscina".

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Cascina in der Provinz Pisa

Die Gemeinde ist einer der größten Vororte von Pisa und erstreckt sich über ca. 79 km². Sie liegt ca. 60 km westlich der Regionalhauptstadt Florenz, 13 km südöstlich von Pisa (Provinzhauptstadt) und etwa 20 km vom Mittelmeer entfernt. Der Ort liegt am Arno (13 km)[2] und in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 853 GG.[3]

Zu den Ortsteilen gehören Arnaccio, Casciavola, Laiano, Latignano, Marciana, Montione, Musigliano, Navacchio, Pettori, Ripoli, San Benedetto, San Casciano, San Frediano a Settimo, San Giorgio a Bibbiano, San Lorenzo a Pagnatico, San Lorenzo alle Corti, San Prospero, San Sisto al Pino, Santo Stefano a Macerata, Titignano, Visignano und Zambra.

Die Nachbarorte sind Calcinaia, Collesalvetti (LI), Crespina Lorenzana, Pisa, Pontedera und Vicopisano.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wird der Ort im 8. Jahrhundert in Dokumenten des Bischofs von Pisa. Ein Pergament vom 26. Juni 750 erwähnt die Kirche Santa Maria di Cassina.[4] Am 29. Juli 1364 fand in der Nähe der Stadt die Schlacht von Cascina zwischen den Truppen Pisas und Florenz' statt, die mit einem Sieg der Florentiner endete. Die Pisaner hatten 1000 Tote und 2000 Gefangene zu verzeichnen. Cascina selbst verblieb zunächst im Einflussbereich von Pisa. Die Regierung aus Pisa verstärkte die Stadtmauern 1385[4] mit 14 Wehrtürmen[5]. Zu Florenz kam der Ort erstmals 1407[5], blieb dann aber fast das ganze 15. Jahrhundert unter der Regierung von Pisa. Nach der Schlacht vom 26. Juni 1499 gehörte der Ort dann zur Republik von Florenz.[4] 1504 wurde Michelangelo Buonarotti beauftragt, für den Saal des 14. Jahrhunderts im Palazzo Vecchio in Florenz ein Wandgemälde mit Szenen aus der Schlacht anzufertigen. Michelangelo kam jedoch nicht über die Anfertigung einiger Skizzen hinaus, bevor er sich nach Rom begab. Einige der Skizzen sind noch heute (2011) im Besitz der Grafen von Leicester in Holkham Hall in Norfolk in England.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche San Giovanni e Santa Maria Assunta im Ortskern von Cascina
San Giorgio a Bibbiano
San Lorenzo a Pagnatico
  • Pieve di San Giovanni e Santa Maria Assunta, Pieve im Ortskern aus dem frühen 9. Jahrhundert.
  • Oratorio di Santa Croce, 17. Jahrhundert, rechtsseitig der Pieve San Giovanni e Santa Maria. Wird heute von der Compagnia della Misericordia genutzt.[6]
  • Torre dell’Orologio, auch Torre Civica genannt. Uhrturm an der Stadtmauer.
  • Oratorio di San Giovanni Battista, auch dei Cavalieri genannt, entstand durch die Cavalieri di Rodi (Cavalieri di Malta) am Ende des 14. Jahrhunderts.[5]
  • San Benedetto a Settimo, Kirche im Ortsteil San Benedetto, die im 9. Jahrhundert entstanden ist.[6]
  • San Frediano a Settimo, Kirche im gleichnamigen Ortsteil, wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt.
  • San Giorgio a Bibbiano, Kirche im gleichnamigen Ortsteil, erstmals im 10. Jahrhundert erwähnt.
  • Santi Ippolito e Cassiano, Pieve im Ortsteil San Casciano, die erstmals 970 erwähnt wurde.[5]
  • San Jacopo, Kirche im Ortsteil Zambra, die bis 1168 San Torpè geweiht war.[7]
  • San Lorenzo a Pagnatico, Kirche aus dem 12. Jahrhundert im gleichnamigen Ortsteil.
  • San Lorenzo alle Corti, Pieve im gleichnamigen Ortsteil, 11. Jahrhundert.[8]
  • Santa Maria, Kirche im Ortsteil Zambra.
  • San Miniato in Marcianella, Kirche im Ortsteil Marcianella, entstand im frühen 11. Jahrhundert.[6]
  • Santi Pietro e Paolo, Kirche im Ortsteil Latignano, 13. Jahrhundert.[9]
  • Badia di San Savino, Abtei aus dem frühen 12. Jahrhundert im Ortsteil Montione. Entstand wahrscheinlich schon durch die Langobarden und gelangte im 12. Jahrhundert an die Kamaldulenser.[6]
  • San Sisto, Kirche im Ortsteil San Sisto al Pino.[10]
  • Santuario della Madonna dell’Acqua, entstand zwischen 1614 und 1619 durch Iacopo Maruscelli.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein wichtiger Erwerbszweig ist der Tourismus. Die Hotels der Stadt Pisa sind in der Sommersaison fast immer komplett ausgebucht, deshalb finden viele Touristen in Cascina Hotels und Unterkünfte.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Städten Bruntál in Tschechien, Sebnitz in Sachsen und Montabaur in Rheinland-Pfalz besteht eine Partnerschaft.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cascina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen im Ort Cascina, abgerufen am 19. August 2016 (italienisch)
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 16. November 2016 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. a b c Emanuele Repetti: CASCINA (Cassina) nel Val d’Arno pisano.
  5. a b c d Touring Club Italiano: Toscana.
  6. a b c d e I Luoghi della Fede. Webseite der Region Toskana, abgerufen am 19. August 2016 (italienisch)
  7. Offizielle Webseite der Gemeinde Cascina zu San Jacopo (San Torpè), abgerufen am 16. November 2016 (italienisch)
  8. Offizielle Webseite der Gemeinde Cascina zu San Lorenzo alle Corti, abgerufen am 16. November 2016 (italienisch)
  9. Offizielle Webseite der Gemeinde Cascina zur Kirche Pietro e Paolo a Latignano, abgerufen am 16. November 2016 (italienisch)
  10. Offizielle Webseite der Gemeinde Cascina zur Kirche San Sisto al Pino, abgerufen am 16. November 2016 (italienisch)