Castaneda GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Castanedaf zu vermeiden.
Castaneda
Wappen von Castaneda
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton GraubündenKanton Graubünden Graubünden (GR)
Region: Moesa
BFS-Nr.: 3805i1f3f4
Postleitzahl: 6540
Koordinaten: 731179 / 124374Koordinaten: 46° 15′ 29″ N, 9° 8′ 24″ O; CH1903: 731179 / 124374
Höhe: 750 m ü. M.
Höhenbereich: 388–1781 m ü. M.[1]
Fläche: 3,96 km²[2]
Einwohner: 274 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 69 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
15,3 % (31. Dezember 2019)[4]
Website: www.castaneda.ch
Castaneda GR

Castaneda GR

Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
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Castaneda ist eine politische Gemeinde in der Region Moesa des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castaneda liegt auf einer Terrasse im südlichen Calancatal 500 Meter über der Einmündung der Calancasca in die Moësa. Vom gesamten Gemeindegebiet von 394 ha sind 302 ha von Wald und Gehölz bedeckt. Weitere 61 ha sind unproduktive Fläche, meist Gebirge. Nur 15 ha sind landwirtschaftliche Nutzfläche und 16 ha Siedlungsfläche.

Castaneda grenzt an Buseno, Grono, Roveredo GR, Santa Maria in Calanca und Verdabbio.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name ist ein Flurname und leitet sich von lateinisch *castanetum ‚bei den Kastanienbäumen‘ ab. Das erklärt das Wappen.

Das Dorf ist die erste Gemeinde am Eingang des Calancatales. Ihr Gebiet war schon zur Zeit der ersten Eisenzeit besiedelt. Die Funde sind im Rätischen Museum in Chur, im Landesmuseum Zürich und im Britischen Museum in London.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindepräsident ist Savioni Attilio (Stand 2018).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschule Castaneda

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Giovanni Pietro Giovanelli (* um 1540 in Castaneda; † nach 1583 ebenda), Podestà von Bormio (1581–1583)[9]
  • Giovanni Antonio Gioiero (* um 1570 in Castaneda; † 16. September 1624 in Castione), Gerichtsvorsteher im Calancatal und Podestà von Morbegno[10]
  • Giovanni Battista Giovanelli (* um 1620 in Castaneda; † nach 1681 ebenda), öffentlicher Notar, Podestà im Piuro (1667–1669) (1679–1681)[11]
  • Emilio Cerroti (* 31. Oktober 1859 Castaneda; † 23. März 1909 Genf), Kunstmaler[12]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1808 1850 1860 1900 1950 1960 2000[13] 2004 2010 2011 2012 2013 2014 2019
Einwohner 129 188 232 178 182 151 221 230 233 226 236 240 265 274

Von den Ende 2004 230 Bewohnern waren 211 (=91,74 %) Schweizer Bürger.

Castaneda und St. Maria in Calanca, historisches Luftbild von Werner Friedli (1954)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Castaneda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Schulhaus Castaneda
  6. 19 — Scuola elementare della Valle Calanca, Castaneda : 52 Beste Bauten Graubünden. Abgerufen am 8. April 2021.
  7. Aldo Crivelli: La necropoli di Castaneda. In: Rivista Storica Ticinese, Anno 9, N. 1-6, Gennaio-Dicembre 1946, Istituto Editoriale Ticinese, Bellinzona 1946, S. 1230.
  8. Franco Binda, Locarno 2013, S. 132.
  9. Giovanni Pietro Giovanelli auf e-periodica.ch (abgerufen am 9. Januar 2017).
  10. Cesare Santi: Giovanni Antonio Gioiero. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2. August 2004, abgerufen am 6. April 2020.
  11. Giovanni Battista Giovanelli auf e-periodica.ch (abgerufen am 9. Januar 2017).
  12. Emilio Cerroti. In: Sikart
  13. Patrick Nagy, Cesare Santi: Castaneda. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 20. April 2005.