Castellabate

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Castellabate
Wappen
Castellabate (Italien)
Castellabate
Staat Italien
Region Kampanien
Provinz Salerno (SA)
Koordinaten 40° 17′ N, 14° 57′ OKoordinaten: 40° 17′ 0″ N, 14° 57′ 0″ O
Höhe 289 m s.l.m.
Fläche 36 km²
Einwohner 9.188 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 255 Einw./km²
Stadtviertel Alano, Licosa, Ogliastro Marina, Santa Maria, San Marco
Angrenzende Gemeinden Agropoli, Laureana Cilento, Montecorice, Perdifumo
Postleitzahl 84048
Vorwahl 0974
ISTAT-Nummer 065031
Schutzpatron St. Costabile
Website Castellabate
Panorama von Castellabate
Panorama von Castellabate

Castellabate ist eine italienische Gemeinde mit 9188 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Salerno in der Region Kampanien. Der Ort ist mit seinem Stadtkern Mitglied in der Vereinigung I borghi più belli d’Italia[2] (Die schönsten Orte Italiens).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castellabate liegt am Tyrrhenischen Meer und bildet mit dem Ortsteil Licosa die Südspitze des Golfes von Salerno. Er wird von den Gemeinden Agropoli, Laureana Cilento, Montecorice und Perdifumo umschlossen. Die Ortsteile Santa Maria di Castellabate, San Marco (Castellabate), Ogliastro Marina, Licosa und Lago liegen am Meer, Alano und der Ortskern selbst liegen hinter den Ortsteilen. Des Weiteren bestehen noch weitere lose Bauernschaften, wie Annunziata.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kastell des Abtes hat dem Ort seinen Namen gegeben, aus il castello dell´Abate wurde Castellabate. Gebaut wurde es 1123 im Auftrag des Abtes von Cava de`Tirreni, und der Reichtum der Stadt geht auf den jahrhundertelangen sozialen und wirtschaftlichen Einfluss der Benediktinermönche zurück. Auch die Struktur des historischen Stadtkerns, den zusammenhängenden Häusern und den engen Gassen ist nicht zufällig: Sie wurde von den Mönchen im Kastell und in der Basilica Romanica die Santa Maria de Gulia mit ihrem noch gut erhaltenen Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert geplant - ebenso wie der sich bald entwickelnde Handel, der den Mönchen und ferneren Gegenden Wein, Öl und Getreide bringen sollte.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist vor allem an der Küste stark vom Fremdenverkehr geprägt. Die Saison ist auf die Sommermonate beschränkt. Dabei sind es vorwiegend die inländischen Touristen, die die Strände und Straßen des Ortes füllen. Es finden sich neben Hotels und Pensionen auch mehrere Zeltplätze als Übernachtungsmöglichkeit. Im Hinterland wird Agrotourismus angeboten.

Weinrebe

Agrarwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten landwirtschaftlich genutzten Flächen werden von Kleinbauern betrieben. Dabei steht aufgrund der klimatischen Verhältnisse der Olivenbaum im Vordergrund. Des Weiteren werden auch Feigenbäume angebaut. Vereinzelt wird auch Weinbau betrieben.

Sonstige Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größere Industriebetriebe sucht man in Castellabate vergebens. In Santa Maria[4] und San Marco gibt es kleinere Werften. Vom Hafen von San Marco aus wird noch Fischerei betrieben.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das alte Zentrum wird durch fünf Stadttore erschlossen: „Porta cavalieri“ und „Porta di mare“ von der Meeresseite; „Porta la chiazza“ und „Porta S.Eustachio“ vom Land; „Porta de li Bovi“ vom Hinterland. (Belvedere). Der bekannteste Zugang ist vom Belvedere di San Costabile aus, der sich an den Mauern des Kastells entlangzieht; des Weiteren gibt es noch die „Porta S.Eustachio“, wo sich ein kommunaler Parkplatz befindet, sowie die „Porta la chiazza“.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Francesco Matarazzo (1854–1937) - Der Gründer des größten ökonomischen Imperiums in Südamerika ist das Symbol der Emigration nach Brasilien. Er wurde in Castellabate geboren und lebte hier bis zu seinem 26. Lebensjahr.
  • Ruggero Leoncavallo (1857–1919) - Musiker und Komponist, Autor von „I Pagliacci“, verbrachte in Castellabate in der Nähe des „Porta Cavalieri“ seine Kindheit.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. I borghi più belli d’Italia (offizielle Webseite), abgerufen am 18. März 2017 (italienisch)
  3. Gabriella Vitiello - Frank Helbert: Neapel - Amalfiküste - Cilento. 2001, S. 185.
  4. Werft Navali Cilentani in Santa Maria di Castellabate
  5. Homepage der Stadt Castellabate - Touristische Information (d): !! http://www.comune.castellabate.sa.it

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Castellabate – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien