Castellanos de Villiquera (Salamanca)

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Gemeinde Castellanos de Villiquera
Castellanos de Villiquera – Kirche San Juan Bautista
Castellanos de Villiquera – Kirche San Juan Bautista
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Castellanos de Villiquera
Castellanos de Villiquera (Salamanca) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Salamanca
Comarca: La Armuña
Koordinaten 41° 3′ N, 5° 38′ WKoordinaten: 41° 3′ N, 5° 38′ W
Höhe: 825 msnm
Fläche: 32,81 km²
Einwohner: 633 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 19,29 Einw./km²
Postleitzahl: 37797
Gemeindenummer (INE): 37185 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Castellanos de Villiquera

Castellanos de Villiquera ist ein westspanischer Ort und eine aus dem Hauptort sowie mehreren Weilern (pedanías) bestehende Gemeinde (municipio) mit 633 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Salamanca in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Bis zum Jahr 1985 hieß der Ort La Mata de Armuña.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Castellanos de Villiquera liegt in der kastilischen Hochebene nur etwa 13 km (Fahrtstrecke) nördlich der Provinzhauptstadt Salamanca in einer Höhe von ca. 825 m. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 400 mm/Jahr) fällt hauptsächlich im Winterhalbjahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 664 392 275 587 670[3]

Der leichte Bevölkerungsanstieg seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist auf die Planung und Schaffung von Neubauvierteln in der Nähe zur Großstadt Salamanca zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde lebte jahrhundertelang als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch die Viehzucht gehörte; überschüssige Erträge konnten in Salamanca verkauft werden. Im Ort selbst haben sich Handwerker und Kleinhändler niedergelassen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man nimmt an, dass der keltische Volksstamm der Vettonen hier siedelte, doch von ihnen wie auch von den Römern, Westgoten und selbst von den im 8. Jahrhundert nach Norden vorgedrungenen Mauren fehlen jedwede Spuren. Nach der um das Jahr 1200 erfolgten endgültigen christlichen Rückeroberung (reconquista) gab König Alfons IX. von León das Gebiet von Castellanos zur Wiederbesiedlung (repoblación) frei – an diese Zeit erinnert auch der Ortsname, dessen erste urkundliche Erwähnungen aus dem 13. Jahrhundert stammen.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castellanos de Villiquera

Die Iglesia de San Juan Bautista entstand in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts an der Stelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus; als Architekt wird zuweilen Rodrigo Gil de Hontañón genannt. Der Eingang befindet sich – von einer kleinen Vorhalle (portico) geschützt – auf der Südseite. Das etwa 10 m breite und ebenso hohe Innere der Kirche ist einschiffig und gewölbt. Der Chorbereich mitsamt Querhaus wurde im 17. Jahrhundert erneuert. Der barocke Retabel des Hochaltars enthält einige Bildtafeln des 16. Jahrhunderts.

Umgebung

Die Kirche im Weiler Carbajosa de Armuña beherbergt einen sehenswerten spätbarocken Altarretabel (retablo) im Stil des Churriguerismus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Castellanos de Villiquera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Castellanos de Villiquera – Klimatabellen
  3. Castellanos de Moriscos – Bevölkerungsentwicklung
  4. Castellanos de Moriscos – Geschichte