Castellavazzo

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Castellavazzo

Castellavazzo (bis Ende 2011 noch Castello Lavazzo; venetisch: Castèl) ist ein Ort in der Gemeinde Longarone und war bis 2014 eine selbständige nordostitalienische Gemeinde (comune) mit 1597 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) und einer Fläche von 18,8 km² in der Provinz Belluno in Venetien. Castellavazzo liegt etwa 18 Kilometer nördlich von Belluno am Piave auf einer Höhe von 498 m. s. l. m. Die Gemeinde gehörte zur Comunità Montana Cadore Longaronese Zoldo und grenzte unmittelbar an die Region Friaul-Julisch Venetien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Oktober 1963 ereignete sich in der Ortschaft Vajont im Ortsteil Codissago eine Katastrophe als der Damm des Stausees brach und etwa 2000 Menschen starben. Der Gemeinderat von Castellavazzo hat als erste Gemeinde des Veneto offiziell die Abhaltung eines Referendum über die Unabhängigkeit des Veneto in Anlehnung an Schottland, Katalonien und den Kosovo gefordert.[1]

Am 21. Februar 2014 wurde Castellavazzo mit der Gemeinde Longarone zusammengeschlossen. Die neue Gemeinde behielt den Namen Longarone. Zu Castellavazzo gehörten die Fraktionen Codissago, Olantreghe und Podenzol.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das ehemalige Gemeindegebiet führt die Strada Statale 51 di Alemagna von San Vendemiano nach Toblach. Der Bahnhof von Castellavazzo an der Bahnstrecke Belluno–Calalzo wird nicht mehr bedient.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Castellavazzo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henry, „Castellavazzo plädiert für ein unabhängiges Veneto“, Corriere Alpi, 6. April 2013.

Koordinaten: 46° 17′ N, 12° 19′ O