Castelpetroso

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Castelpetroso
Wappen
Castelpetroso (Italien)
Castelpetroso
Staat Italien
Region Molise
Provinz Isernia (IS)
Koordinaten 41° 34′ N, 14° 21′ OKoordinaten: 41° 33′ 35″ N, 14° 20′ 47″ O
Höhe 872 m s.l.m.
Fläche 22,6 km²
Einwohner 1.620 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte 72 Einw./km²
Postleitzahl 86090
Vorwahl 0865
ISTAT-Nummer 094010
Volksbezeichnung Castelpretosini
Website Castelpetroso

Castelpetroso ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 1620 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in der Provinz Isernia in der Molise. Die Gemeinde liegt etwa 10,5 Kilometer ostsüdöstlich von Isernia.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde führt die Strada Statale 17 dell’Appennino Abruzzese e Appulo Sannitica von Antrodoco nach Foggia.

Wallfahrtskirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Santuario della Madonna Addolorata in Castelpetroso

Bei Castelpetroso (Cesa tra Santi) befindet sich die Wallfahrtskirche Santuario dell’Addolorata di Castelpetroso. Im Jahr 1888 soll an diesem Ort den beiden Frauen Fabiana Cicchino und Serafina Valentino zwei Mal die Heilige Maria als kniende Mater Dolorosa erschienen sein, mit einem von sieben Schwertern durchstoßenem Herz und ihrem toten Sohn Jesus Christus vor sich. Der Bischof von Boiano konnte die Marienerscheinung kurz darauf persönlich bestätigen. In der Folge wurde der Ort Ziel von Wallfahrten. Der Chefredakteur der Zeitschrift Il Servo di Maria Carlo Acquaderni brachte seinen schwer kranken Sohn Augusto zu diesem Ort; der Sohn wurde kurz darauf geheilt. Acquaderni regte daraufhin den Bau der Wallfahrtskirche an, der durch Spendengelder finanziert wurde. Entworfen wurde die Kirche von dem Ingenieur Francesco Gualandi aus Bologna im neogotischen Stil. Markant ist die sternförmige Zusammensetzung aus sieben Kapellen mit einer 54 Meter hohen Kuppel in der Mitte. Die Grundsteinlegung erfolgte am 28. September 1890, die Weihung und Eröffnung jedoch erst am 21. September 1975 durch den Erzbischof von Campobasso.[2]

Am 6. Dezember 1973 proklamierte Papst Paul VI. Maria Santissima Addolorata di Castelpetroso zur Schutzpatronin der Region Molise. Am 19. März 1995 besuchte Papst Johannes Paul II. die Wallfahrtskirche, am 5. Juli 2014 auch Papst Franziskus.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Castelpetroso – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Beata Vergine Addolorata di Castelpetroso auf santiebeati.it
  3. Offizieller Internetauftritt der Wallfahrtskirche