Caterina Cornaro (Oper)

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Werkdaten
Titel: Caterina Cornaro
Originaltitel: Caterina Cornaro ossia La Regina di Cipro
Titelblatt des Librettos, Neapel 1844

Titelblatt des Librettos, Neapel 1844

Form: Tragedia lirica in einem Prolog in zwei Akten
Originalsprache: Italienisch
Musik: Gaetano Donizetti
Libretto: Giacomo Saccero
Uraufführung: 1. Fassung: 18. Januar 1844 in Neapel;
2. Fassung: 2. Februar 1845 in Parma
Spieldauer: ca. 2 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Venedig und Zypern, 1472
Personen
  • Caterina Cornaro, venezianische Patriziertochter, (Sopran)
  • Andrea Cornaro, Vater Catarinas, (Bass)
  • Lusignano, König von Zypern, (Bariton)
  • Gerardo, französischer Ritter, (Tenor)
  • Mocenigo, Gesandter des Rats der Zehn (Bass)
  • Strozzi, Spitzel Moncenigox (Tenor)
  • Matilde, Vertrauter Catarinas, (Sopran)
  • Hochzeitsgäste, Schergen, Verschwörer, Volk von Zypern (Chor)
Gentile Bellini: Porträt der Caterina Cornaro, Königin von Zypern, um 1500

Caterina Cornaro ossia La Regina di Cipro (Caterina Cornaro oder Die Königin von Zypern) ist eine Oper („tragedia lirica“) in einem Prolog und zwei Akten von Gaetano Donizetti auf ein Libretto von Giacomo Saccero. Das heute weitgehend vergessene Werk wurde am 12. Januar 1844 im Teatro San Carlo in Neapel erstmals aufgeführt und ist die letzte seiner Opern, deren Uraufführung Donizetti noch erlebte. Von Caterina Cornaro gibt es zwei Fassungen mit unterschiedlichem Schluss.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung der Oper spielt im 15. Jahrhundert vor dem Hintergrund der Unterwerfung des Königreichs Zypern unter die Kolonialherrschaft der Republik Venedig.

Die historische Caterina Cornaro (* 25. November 1454 in Venedig; † 10. Juli 1510 in Asolo) war die älteste von fünf Töchtern des venezianischen Patriziers und Dogen Marco Cornaro und seiner Frau Fiorenza Crispo, einer byzantinischen Prinzessin. 1468 wurde Caterina, die erst vierzehn Jahre alt war, mit dem zyprischen König Jakob II. von Lusignan (1440–1473) verheiratet. Dieser war der uneheliche Sohn von König Johann II., seine Ansprüche auf den Thron waren umstritten, so dass er erst in militärischen Auseinandersetzungen seine Halbschwester Charlotte vertreiben musste, ehe er die Herrschaft antreten konnte.[1]

Caterina kam 1472 im Alter von 18 Jahren nach Zypern und wurde dort zur Königin gekrönt. König Jakob starb bereits wenige Monate später, mutmaßlich von venezianischen Agenten vergiftet. Bei Tod des Königs war Caterina schwanger, ihr Sohn Jakob III. (1473–1474), der formell der letzte König von Zypern war, starb noch ehe er ein Jahr alt war; auch er wurde vermutlich vergiftet.[2]

Caterina Cornaro wurde zunächst Regentin und war ab 1475 Königin von Zypern. Da Venedig im Falle einer Wiederverheiratung Catarinas seine Ansprüche auf Zypern gefährdet sah, wurde sie 1489 von ihrem Bruder im Auftrag der Republik zur Abdankung gezwungen. Die Herrschaft Venedigs über Zypern dauerte schließlich 82 Jahre, von 1489 bis zur Eroberung von Famagusta durch osmanische Truppen 1571.

Caterina erhielt als Ausgleich Stadt und Burg des norditalienischen Asolo, wo sie unter der Oberhoheit Venedigs bis zu ihrem Lebensende 1510 residierte. Ihr Hof in Asolo bildete einen legendären Treffpunkt von Renaissance-Künstlern wie Giovanni Bellini, Bonifazio Veronese oder Giorgione.

Prolog (Venedig)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Bild: Saal im Palast Cornaros

Die venezianische Patriziertochter Caterina Cornaro bereitet sich auf die Hochzeit mit dem französischen Edelmann Gerardo vor. Ein maskierter Gast fordert die Verschiebung der Hochzeit. Caterinas Vater Andrea Cornaro gegenüber gibt sich dieser als Mocenigo, Beauftragter des Rats der Zehn (der venezianischen Regierung), zu erkennen. Er fordert, dass Catarina im Interesse Venedigs der König von Zypern heiraten müsse, sollte sie sich widersetzen, müsse Gerardo sterben. Unter dieser Drohung willigt Andrea Cornaro ein und untersagt die Hochzeit, zum Entsetzen Caterinas und der Hochzeitsgäste.

Zweites Bild: Kabinett Caterinas

Caterina Cornaro hat mit Gerardo verabredet, dass dieser sie entführen solle. Moncenigo sucht sie auf und erklärt auch ihr, dass er Gerardo ermorden lasse, wenn sie sich den Plänen der Republik widersetzen würde; die Mörder hat er schon mitgebracht, sie verbergen sich im Nebenzimmer. Als darauf Gerardo erscheint, um Caterina zu entführen, erklärte ihm diese, dass sie ihn nicht mehr lieben würde. Gerardo ist außer sich und verflucht Caterina.

Erster Akt (Zypern)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Bild: Platz in Nikosia

Moncenigo sieht sich schon als Herrscher Zypern; sein Handlanger Strozzi teilt ihm mit, dass Gerardo, der sich mittlerweile dem Johanniter-Orden angeschlossen hat, in Zypern sei und sich am König rächen wolle. Da dies ihre Pläne gefährden würde, machen sich Mocenigo und Strozzi mit ihren Gefolgsleuten auf, um Gerardo zu ermorden. Gerardo wird jedoch von dem verkleideten König Lusignano vor Moncenigos Schergen gerettet. In einem Wortwechsel erkennen sie sich als Rivalen, aber angesichts des gemeinsamen Gegners Mocenigo versöhnen sie sich und werden beste Freunde.

Zweites Bild: Kabinett der Königin

In ihren Gemächern ist Caterina in trübe Gedanken versunken. Lusignano kündigt ihr einen fremden Besucher an, ohne dessen Namen zu nennen. Als Gerardo die Gemächer der Königin betritt, wird er von Strozzi erkannt, der sogleich Moncenigo alarmiert. Gerardo und Caterina sprechen sich aus und Gerardo bekennt, dass er als Ordensritter ohnehin keine Ambitionen mehr auf Caterina habe. Mocenigo kommt dazu und beschuldigt Catarina angesichts des fremden Ritters im Zimmer des Ehebruchs, niemand würde ihr Glauben schenken. Doch da tritt Lusignano selbst hervor, er hat die Intrige längst durchschaut und will Mocenigo verhaften lassen. Dieser flüchtet auf den Balkon und gibt den wartenden Venezianern das Zeichen zum Angriff.

Zweiter Akt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atrium im Palast Lusignanos

Gerardo sammelt die Zyprioten zum Kampf gegen die venezianischen Angreifer. Der Hofstaat verfolgt vom Fenster aus den Kampf, Caterina betet für den Sieg Lusignanos. Der Siegesruf ertönt, doch da trägt man den tödlich verwundeten Lusignano herein, sterbend fordert er die Zyprioten auf, Caterina als Königin anzuerkennen. Gerardo verabschiedet sich von Caterina. (In der zweiten Fassung tritt Gerardo in der Schlussszene nicht mehr auf; hier ist auch er im Kampf gefallen.)

Werkgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte von Caterina Cornaro, der legendären Königin von Zypern und späteren Renaissance-Fürstin, haben nahezu gleichzeitig mit Donizetti auch andere Komponisten vertont: Jacques Fromental Halévy und Franz Lachner (jeweils 1842), Michael William Balfe (1844), sowie Giovanni Pacini (1846).

Donizetti schrieb seine Caterina Cornaro während einer „unbegreiflich arbeitsamen“[3] Lebensphase. Nach dem großen Erfolg, den er mit Linda di Chamounix in Wien erzielt hatte, arbeitete er zwischen 1842 und 1845 teilweise gleichzeitig an vier Opern: an Caterina Cornaro, Maria di Rohan, Dom Sébastien und an Don Pasquale. Ursprünglich hatte Donizetti geplant, für Neapel eine Oper unter dem Titel Ruy Blas (nach einem Stoff von Victor Hugo) zu schreiben, und für Wien Caterina Cornaro, während Dom Sebastien und ein zu dieser Zeit noch nicht näher bezeichneter Stoff (später Don Pasquale) für unterschiedliche Theater in Paris geplant waren.[4]

Donizetti begann die Komposition von Caterina Cornaro im Mai 1842 in Paris (1. Phase), musste aber während der Arbeit erfahren, dass in Wien eine Oper von Franz Lachner mit demselben Stoff herausgekommen war. Dabei war Lachners Oper vom Publikum nicht gut aufgenommen worden, so dass Donizetti nicht riskieren wollte, dem dortigen Publikum kurze Zeit später denselben Stoff erneut vorzusetzen. Er unterbrach die Arbeit zunächst, um Don Pasquale zu schreiben und disponierte dann um: Caterina Cornaro sollte in Neapel statt Ruy Blas herausgebracht werden (Ruy Blas kann nie mehr zustande); Wien bekam dafür die Oper Maria di Rohan, die dort am 5. Juni 1843 mit sehr großem Erfolg uraufgeführt wurde. Noch während der Vorbereitung von Maria di Rohan nahm Donizetti im Mai 1843 in Wien die Arbeit an Caterina Cornaro wieder auf (2. Phase).

Diese Oper wurde am 18. Januar 1844 in Neapel in Abwesenheit Donizettis, der sich weiter in Wien aufhielt, uraufgeführt. Das Bühnenbild erstellten Antonio Niccolini und Angelo Belloni, die Maschinen Fortunato Queriau und Domenico Pappalardo und die Kostüme Carlo Guillaume und Filippo Buono. Die Sänger waren Fanny Goldberg (Caterina Cornaro), Marco Arati (Andrea Cornaro), Gaetano Fraschini (Gerardo), Filippo Coletti (Lusignano), Anafesto Rossi (Strozzi), Nicola Benevento (Mocenigo), Domenico Ceci (un cavaliere del re) und Anna Salvetti (Matilde).[5]

Caterina Cornaro war jedoch kein Erfolg in Neapel und wurde nach nur sechs Aufführungen wieder abgesetzt. Die Presse warf Donizetti vor, er habe seinen Auftrag für Neapel nicht recht ernst genommen bzw. dem dortigen Publikum und der Direktion des San Carlo absichtlich ein schwaches Stück vorgesetzt. Donizetti verwahrte sich heftig gegen diese Vorwürfe, gestand aber zu, dass die Oper wohl „kein Meisterwerk“ geworden sei.[6] Die Umarbeitungen, die er dann für Parma vornahm, teilweise in großer Eile in der letzten Woche vor der Uraufführung,[7] betrafen vor allem den stark kritisierten Schluss der Oper. Trotz einer Starbesetzung mit Marianna Barbieri-Nini in der Titelrolle, Nicola Ivanoff als Andrea Cornaro und Felice Varesi als Lusignano (Verdis erstem Macbeth und Rigoletto) hatte die Oper auch in Parma keinen Erfolg. Die musikalische Leitung hatte Nicola De Giovanni. Die weiteren Sänger waren Cesare Castelli (Gerardo), Stefano Luciano Bouché (Mocenigo), Vincenzo Gobetti (Strozzi) und Luigia Zay (Matilde).[8]

Zu weiteren Bearbeitungen, die vor allem den Schluss der Oper in eine publikumswirksamere Form hätten bringen können, kam es jedoch nicht mehr. Donizetti erkrankte und starb 1848, so dass Caterina Cornaro die letzte seiner Opern war, deren Uraufführung noch zu seinen Lebzeiten stattfand.

Während die meisten Opern Donizettis im Lauf der folgenden Jahrzehnte vorerst aus dem Repertoire verschwanden, war Caterina Cornaro dort gar nicht erst angekommen. Auch als im Zuge der „Belcanto-Renaissance“ in den 1950er-Jahren zahlreiche Donizetti-Opern wieder ausgegraben wurden, blieb Caterina Cornaro – immerhin die „Seria-Schwester“[9] des überaus beliebten Don Pasquale – vergessen. Erst in den 1970er-Jahren, rund 130 Jahre nach den beiden Uraufführungen, erfolgten die nächsten Inszenierungen. Wiederentdeckt wurde Caterina Cornaro trotzdem nicht, es gab seither nur noch zwei Aufführungen.[10]

Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Libretto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sacceros Libretto geht auf den Text zurück, den Jules Henri Vernoy Marquis de Saint-Georges für Halévys Oper La Reine de Chypre (1841) geschrieben hatte. Das Libretto ist zwar insgesamt einigermaßen stringent und weitaus weniger verworren als etliche andere von Donizetti vertonte Libretti. Dennoch sind auch in Caterina Cornaro dramaturgische Schwächen unübersehbar: So werden die im Prolog vorbereiteten Konflikte im ersten Akt schnell und ohne nähere Begründung aus der Welt geschafft.[11] Auch ist die Entwicklung einiger Personen nicht schlüssig: Strozzi taucht zuerst als Handlanger Mocenigos auf und kurze Zeit später als Angestellter des Königs; Mocenigo wiederum verschwindet im zweiten Akt ohne weiteres ganz aus dem Stück. Der zentrale Kritikpunkt aber war schon bei der Uraufführung das Ende der Oper: Gerardo, der zu Beginn des Aktes die Zyprer ganz allein zum Kampf aufruft, verabschiedet sich in der ersten Fassung mit einigen dürren Worten von Caterina und aus dem Stück. Donizetti hat diese Kritik in der zweiten Fassung aufgegriffen: Hier geht das Drama aber noch schneller zu Ende, Gerardo tritt in der Schlussszene nun gar nicht mehr auf.[3]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Caterina Cornaro zeigt sich, wie schon in deren „Buffo-Zwilling“ Don Pasquale, die beiläufige Meisterschaft, die Donizetti in der Charakterisierung der Figuren aber auch in der Orchestrierung erreicht hatte. Insbesondere der Prolog und der erste Akt gehören daher zu den „bedeutendsten Schöpfungen aus Donizettis Spätzeit“.[12] Mehr noch: „In mancher Hinsicht ist Donizetti nirgends so weit zu neuen Ufern vorgestoßen wie bei diesem in sich uneinheitlichen, nicht wirklich abgeschlossenen Werk.“ Die musikalischen Formen, wie Arien und Duette sind recht ungewöhnlich gehandhabt und scheinen sich nur locker an die gängigen Muster anzulehnen. Auch für die Orchesterfarben findet Donizetti neue Ausdrucksweisen, so in der Barkarole am Beginn des zweiten Bildes des Prologs, im kurzen Vorspiel des ersten Akts, im der Chor der Mörder im ersten Akt oder in der Schilderung des Kampfs im Frauenchor des zweiten Akts.[12]

Der Schluss der Oper im kurzen zweiten Akt fällt dagegen auch musikalisch ab. Zehn Jahre früher hätte Donizetti seine Protagonistin hier in den bühnenwirksamen Wahnsinn getrieben; Caterinas Schlussarie in der ersten Fassung mag zwar noch „ein eindrucksvolles Beispiel dieses Finaltypus“ sein,[12] hält aber einem Vergleich mit früheren Werken kaum stand und bleibt am Ende unbefriedigend.[12]

Instrumentation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:[3]

Musiknummern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Preludio

Prolog

  • Introduktion
  • Chor: Salve, O beati, al giubilo (Chor)
  • Szene und Duett: Tu l'amor mio, tu l'iride (Cateria, Matilde, Gerardo, Andrea, Chor)
  • Szene: Fermatevi (Cateria, Matilde, Gerardo, Andrea, Moncenigo)
  • Duett: Dell'empia Cipro il popolo (Andrea, Mocenigo)
  • Szene: Parti? (Cateria, Matilde, Gerardo, Andrea, Chor)
  • Chor: Or che l'astro in mar si cela (Chor)
  • Rezitativ: Torna all'ospite tetto
  • Romanze: Vieni o tu, che ognora io chiamo (Cateria, Matilde)
  • Szene und Duett: Ahi – Qui ancor, padre mio? (Cateria, Andrea)
  • Duett: Signore (Cateria, Mocenigo)
  • Duett: Dolce amor mio! … Spera in me, della tua vita (Cateria, Gerardo)

Erster Akt

  • Arie: Sei bella, O Cipro!
  • Rezitativ und Duett: Credi che dorma, o incauto (Mocenigo, Strozzi)
  • Rezitativ: Lasciami, O cavalier (Lusignano)
  • Arie: Da che a sposa Caterina (Lusignano)
  • Chor: Core, e pugnale! (Chor)
  • Szene: Mano a' pugnali! (Strozzi, Gerardo, Lusignano, Chor)
  • Duett: Parla, ardisci: I son quel desso '… Vedi, io piango! (Gerardo, Lusignano)
  • Finale I: Gemmata il serto … Ah! Non turbarti a questi accenti (Caterina, Lusignano, Chor)
  • Rezitativ: O Re! Strozzi? (Caterina, Lusignano, Strozzi)
  • Rezitativ: T avanza (Strozzi, Gerardo, Caterina)
  • Duett: Da quel dì che lacerato (Strozzi, Gerardo, Caterina)
  • Finale: Troppo tardi … Indietro! io, vil carnefice (Caterina, Lusignano, Gerardo, Mocenigo)

Zweiter Akt

  • Chor: Misera patria! (Ritterchor)
  • Arie: Io trar non voglio campi ed onori (Gerardo)
  • Szene: Guerra! Guerra! (Gerardo, Ritter)
  • Chor: Oh ciel! Che tumulto! (Chor der Hofdamen)
  • Szene: Dolorosa incertezza! (Chor, Caterina)
  • Finale II: Vittoria! Vittoria! (Chor)
  • Szene: Esulta, Regina (Chor, Lusiganao, Gerardo)
  • Arie: Non più affanni (Caterina, Chor, Gerardo)

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ein „vergessenes“ Werk ist die Diskografie von Caterina Cornaro mit insgesamt acht Einspielungen vergleichsweise umfangreich, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die Oper seit der Uraufführungsserie überhaupt nur 16 Mal (14 Mal seit 1972) aufgeführt wurde.[10] Dabei waren die Live-Aufnahmen der 1970er-Jahre mit Leyla Gencer, Montserrat Caballé, Renato Bruson, Giuseppe Taddei, Giacomo Aragall, José Carreras, und Samuel Ramey sehr prominent besetzt. Seit 2013 liegt auch eine Studio-Aufnahme unter der Leitung von David Parry vor; in dieser Einspielung sind beide Fassungen des Schlusses der Oper berücksichtigt.

(Jahr; Dirigent; Rollen: Caterina Cornaro, Gerardo, Lusignano, Andrea Cornaro, Mocenigo, Strozzi, Matilde; Orchester, Label, Datum der Aufführung)

  • 1972; Carlo Felice Cillario; Leyla Gencer, Giacomo Aragall, Renato Bruson, Luigi Risani, Plinio Clabassi, Ferdinando Jacopucci, Eva Ruta; Orchestra e Coro del Teatro San Carlo; Myto, Live 28. Mai 1972
  • 1972; Carlo Felice Cillario; Montserrat Caballé, José Carreras, Lorenzo Saccomani, Enrique Serra, Maurizio Mazzieri, Neville Williams, Anne Edwards; Orchestra e Coro London Symphony; Opera d'Oro, Live 10. Juli 1972
  • 1973; Alfredo Silipigni,; Leyla Gencer, Giuseppe Campora, Giuseppe Taddei, Samuel Ramey, James Morris, John Sandor, Maria Di Giglio; Orchestra e Coro dell'Opera del New Jersey; On Stage, Live 15. April 1973
  • 1995; Gianandrea Gavazzeni; Denia Mazzola Gavazzeni, Pietro Ballo, Stefano Antonucci, Marzio Giossi, Giorgio Giuseppini, Renzo Casellato, Giuseppina Cortesi; Orchestra „I Pomeriggi Musicali“ di Milano; Agorà Musica, Live 21. September 1995
  • 2013; David Parry; Carmen Giannattasio, Colin Lee, Troy Cook, Graeme Broadbent, Vuyani Mlinde, Loïc Félix, Sophie Bevan; BBC Symphony Orchestra; Opera Rara, Studio

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William Ashbrook: Donizetti and his Operas, Cambridge 1982.
  • Jeremy Commons: Caterina Cornaro, in: Caterina Cornaro, Beiheft zur CD von Opera Rara, S. 10–45.
  • Norbert Miller: Caterina Cornaro. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Band 2: Werke. Donizetti – Henze. Piper, München / Zürich 1987, ISBN 3-492-02412-2, S. 51–54.
  • Robert Steiner-Isenmann: Gaetano Donizetti. Sein Leben und seine Opern, Bern 1982.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Caterina Cornaro (opera) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jeremy Commons: Caterina Cornaro, in: Caterina Cornaro, Beiheft zur CD von Opera Rara, S. 10.
  2. Jeremy Commons: Caterina Cornaro, in: Caterina Cornaro, Beiheft zur CD von Opera Rara, S. 11.
  3. a b c Norbert Miller: Caterina Cornaro. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Band 2: Werke. Donizetti – Henze. Piper, München / Zürich 1987, ISBN 3-492-02412-2, S. 52.
  4. Robert Steiner-Isenmann: Gaetano Donizetti. Sein Leben und seine Opern. Bern 1982, S. 294 ff.
  5. Datensatz der Aufführung am 18. Januar 1844 in Neapel im Corago-Informationssystem der Universität Bologna.
  6. Jeremy Commons: Caterina Cornaro, in: Caterina Cornaro, Beiheft zur CD von Opera Rara, S. 36 f.
  7. Robert Steiner-Isenmann: Gaetano Donizetti. Sein Leben und seine Opern. Bern 1982, S. 326.
  8. 2. Februar 1845: „Caterina Cornaro“ im Almanacco von Gherardo Casaglia, abgerufen am 1. August 2019.
  9. Robert Steiner-Isenmann: Gaetano Donizetti. Sein Leben und seine Opern. Bern 1982, S. 294.
  10. a b Dan Foley: Caterina Cornaro – Chronology of Performances; in: Caterina Cornaro, Beiheft zur CD von Opera Rara, S. 46.
  11. Jeremy Commons: Caterina Cornaro, in: Caterina Cornaro, Beiheft zur CD von Opera Rara, S. 31 f.
  12. a b c d Norbert Miller: Caterina Cornaro. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Band 2: Werke. Donizetti – Henze. Piper, München / Zürich 1987, ISBN 3-492-02412-2, S. 54.