Catherine Grandison

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Lady Catherine Grandison (* um 1304 in Ashford, Kent; † 23. April 1349 in Cassington, Oxfordshire) war eine englische Adlige. Sie war die Mätresse des englischen Königs Eduard III. sowie durch Heirat Countess of Salisbury.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Catherine stammte aus der ursprünglich burgundischen Adelsfamilie Grandson. Sie war die Tochter des Sir William de Grandison, 1. Baron Grandison, und seiner ebenfalls aus dem Burgund stammenden Frau Sibylle de Thoire-Villars. Ihr Vater und ihr Onkel Otton de Grandson hatten in England Karriere gemacht und waren dort jeweils in den Baronsrang aufgestiegen.

Sie wurde 1327 mit Sir William Montagu, 1. Earl of Salisbury (1301–1344), dem ältesten Sohn von William Montagu, 2. Baron Montagu, und Lady Elizabeth Montfort verheiratet. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor:

  • Elizabeth (1327–1359)
  1. ∞ 1327 Giles de Badlesmere, 2. Baron Badlesmere (1314–1338)
  2. ∞ 1341 Hugh le Despenser, 1. Baron le Despenser (1308–1349)
  3. ∞ 1350 Guy Brian, 1. Baron Brian (um 1309–1390)
  • John (1329–1396) ∞ Lady Margaret Monthermer
  • William (1329–1397), 2. Earl of Salisbury
  1. ∞ 1340 Lady Joan of Kent, genannt Fair Maid of Kent; die Ehe wurde durch Papst Benedikt XII. als illegitim erklärt, da sie heimlich eine Ehe mit Thomas Holland, 1. Earl of Kent, eingegangen war.
  2. ∞ 1341 Lady Elizabeth de Mohun

Die Strumpfband-Affäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard de Beauchamp, 13. Earl of Warwick (1382-1439) wurde 1403 der Hosenbandorden durch König Heinrich IV. verliehen

König Eduard III., aus dem Haus Plantagenet, versuchte mit dem Hosenbandorden (1348), die wichtigsten Ritter des Königreichs fester an sich zu binden. Die englische Bezeichnung des Hosenbandordens ist Order of the Garter. Der Legende zufolge kam der Name so zu Stande: Beim Tanz des Königs mit seiner Geliebten, der Countess of Salisbury, verlor diese ihr blaues Strumpfband. Der König entkrampfte die peinliche Situation dadurch, dass er das Band aufhob und sich an das eigene Bein band. Dabei soll er laut ausgerufen haben: Honi soit qui mal y pense (altes Französisch; wörtlich: „Schande über den, der schlecht darüber denkt“). Diese Worte wurden zum Motto des Ordens. [1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • George Edward Cokayne, Vicary Gibbs, H.A. Doubleday, Geoffrey H. White, Duncan Warrand and Lord Howard de Walden, editors, The Complete Peerage of England, Scotland, Ireland, Great Britain and the United Kingdom, Extant, Extinct or Dormant, new ed., 13 volumes in 14 (1910-1959; reprint in 6 volumes, Gloucester, U.K.: Alan Sutton Publishing, 2000), volume I, page 373.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A. M. Perrot: Vom Hosenbandorden zur Ehrenlegion. Die historischen Ritter- und Verdienstorden Europas, Dortmund (1980)