Catherine Samba-Panza

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Catherine Samba-Panza (2014)

Catherine Samba-Panza (* 26. Juni 1954 in Fort-Lamy, Tschad[1][2]) ist eine zentralafrikanische Politikerin. Sie war vom 20. Januar 2014 bis zum 30. März 2016 Interimspräsidentin der Zentralafrikanischen Republik.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samba wuchs im Tschad auf. Ihr Vater stammt aus Kamerun und ihre Mutter aus der Zentralafrikanischen Republik. Sie studierte in Frankreich Jura[2] und war vor ihrem Wechsel in die Politik eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Firmenanwältin.[1]

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samba-Panza war im März 2013 vom damaligen De-facto-Präsidenten Michel Djotodia als Bürgermeisterin von Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, eingesetzt worden.

Djotodia, der sich im März 2013 nach einem Putsch selbst zum Präsidenten erklärt hatte, trat am 10. Januar 2014 auf Druck der CEEAC von seinem Amt zurück.[3] Am 20. Januar 2014 wählte das Übergangsparlament Samba-Panza zur Übergangspräsidentin. Angetreten waren sieben weitere Kandidaten, darunter auch Désiré Kolingba, der Sohn des ehemaligen Präsidenten André Kolingba (1981–1993), und Sylvain Patassé, Sohn des ehemaligen Präsidenten Ange-Félix Patassé (1993–2003). Voraussetzung des Parlaments an die Bewerber war, dass sie weder Verbindungen zur Séléka, mit deren Hilfe Djotodia an die Macht gekommen war, noch zu einer anderen Rebellenorganisation haben durften.[4] Ferner waren alle Kandidaten ausgeschlossen, die unter Djotodia ein politisches Amt innegehabt hatten oder dem Militär angehören. Samba-Panza soll die Regierung bis zu den geplanten Neuwahlen im Februar 2015 führen.[5] Als Wahltermin wurde der 18. Oktober 2015 angesetzt.[6] Die Wahl fand schließlich am 30. Dezember 2015 statt,[7] nach der Stichwahl am 14. Februar 2016[8] wurde sie am 30. März vom ehemaligen Ministerpräsidenten Faustin Archange Touadéra abgelöst.[9] Samba-Panza war es nicht erlaubt zu kandidieren.[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Central African Republic MPs elect Catherine Samba-Panza, BBC News vom 20. Januar 2014 (engl.) Abgerufen am 20. Januar 2014.
  2. a b Samba-Panza - Vom Rathaus in den Präsidentenpalast, Deutsche Welle vom 20. Januar 2014. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  3. Krise in Zentralafrika: Präsident Djotodia tritt zurück, Spiegel Online vom 10. Januar 2014. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  4. Bürgermeisterin von Bangui neue Interimspräsidentin faz.net vom 20. Januar 2014. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  5. Die Zeit für einen Einsatz in Zentralafrika drängt, Welt.de vom 20. Januar 2014. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  6. Archivlink (Memento des Originals vom 3. August 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.africaresearchinstitute.org, Africa Research Institute (englisch). Abgerufen 31. Juli 2015.
  7. Central African Republic. Election For President (President). In: electionguide.org. International Foundation for Electoral Systems, abgerufen am 22. Mai 2016 (englisch).
  8. Central African Republic. Election For President (President). In: electionguide.org. International Foundation for Electoral Systems, abgerufen am 22. Mai 2016 (englisch).
  9. Central African Republic. Oubangui-Chari and Central African Republic. In: worldstatesmen.org. Ben Cahoon, abgerufen am 22. Mai 2016 (englisch).
  10. David Smith: Can Catherine Samba-Panza save the Central African Republic? In: theguardian.com. The Guardian, 2. März 2014, abgerufen am 22. Mai 2016 (englisch): „as interim leader, she is not allowed to run“