Caught in the Act

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Band Caught in the Act. für den gleichnamigen US-amerikanischen Film aus dem Jahr 1993 siehe unter Caught in the Act (Film)
Caught in the Act
Caught in the Act beim Cologne Pride (2016)(v.l.n.r.: Lee Baxter, Bastiaan Ragas, Eloy de Jong)
Caught in the Act beim Cologne Pride (2016)
(v.l.n.r.: Lee Baxter, Bastiaan Ragas, Eloy de Jong)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop
Gründung 1992
Auflösung 1998
Neugründung 2015
Aktuelle Besetzung
Lee Baxter
Gesang
Eloy de Jong
Gesang
Bastiaan Ragas
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Benjamin Boyce (1992–1998)

Caught in the Act (CITA) ist eine englisch-niederländische Boygroup, die 1992 von Cees van Leeuwen gegründet wurde und bis 1998 bestand. Ihr Durchbruch erfolgte 1994 nach Gastauftritten in der deutschen Seifenoper Gute Zeiten – Schlechte Zeiten. Bis zu ihrer Auflösung verkaufte die Band weltweit mehr als 20 Millionen Tonträger und wurden von 1995 bis 1997 23 Mal auf dem Cover der Jugendzeitschrift Bravo abgebildet. Im Dezember 2015 starteten drei Bandmitglieder ein Comeback.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992–1995: Gründung und erstes Debüt-Album Caught in the Act of Love[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lee Baxter und Benjamin Boyce sind Engländer, Eloy de Jong und Bastiaan Ragas Niederländer. Die vier Bandmitglieder konnten sich 1992 gegen 750 Bewerber, die bei Caught in the Act dabei sein wollten, durchsetzen.[1] Anschließend entschied man sich es geheim zu halten, dass die Band durch ein Casting entstand.[2] Laut offizieller Version wurde die Band von den Schulfreunden Benjamin Boyce, Eloy de Jong und Bastiaan Ragas gegründet, die sich zufällig in Amsterdam wieder begegneten und beschlossen zusammen eine Boyband zu gründen. Später holten sie Lee Baxter hinzu, mit dem Boyce eine Schauspielschule besucht haben soll. Der Name der Band, der auf deutsch „Auf frischer Tat ertappt“ bedeutet, sei auf eine Zeitungsschlagzeile zurückzuführen, die ein Bild von Madonna mit ihrem damaligen Liebhaber, betitelte.

Ende 1992 erschien die erste Single Gonna Make You Mine und im Frühjahr 1993 folgte Hey You. Aber erst mit der dritten Single Take Me To The Limit, die im April 1994 erschien, konnten Caught in the Act einen ersten Charterfolg in Holland erzielen.

Der Durchbruch im deutschsprachigen Raum gelang nach Gastauftritten im November 1994 in der RTL-Seifenoper Gute Zeiten – Schlechte Zeiten, bei der sie in zehn Folgen mitwirkten und ihre Single Love Is Everywhere präsentierten. Anschließend konnte sich die Single auf Platz 10 in den deutschen Single-Charts platzieren und wurde nach 6 Monaten mit einer Goldenen Schallplatte für 250.000 verkaufte Einheiten ausgezeichnet. Im Spätsommer 1995 folgte das Debüt-Album Caught in the Act of Love, welches in den West Side Studios in London in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Steve Mac aufgenommen wurde und im November 1995 ebenfalls Gold-Status erreichte. Als zweite Single-Auskopplung folgte das Rick Astley-Cover My Arms Keep Missing You und anschließend die Balladen Let This Love Begin und You Know.

Im Dezember 1995 wurden sie während ihrer Christmas Tour von Just Friends und den Backstreet Boys begleitet.

1996: Zweites Album Forever Friends und internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Vorbote zum zweiten Album erschien nach einer fünfmonatiger Veröffentlichungspause die Single Don't Walk Away, die 1996 den 9. Platz erreichte und ebenfalls mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde. Das Album Forever Friends konnte sich erfolgreich auf Platz 2 in den deutschen Album-Charts platzieren und erreichte ebenfalls Gold-Status. Auch in Österreich konnte sich das Album mit Platz 7 und in der Schweiz mit Platz 9 in den Top 10 der Album-Charts platzieren. Im März 1996 veröffentlichten Caught in the Act Love Is Everwhere in Japan und absolvierten dort im April 1996 eine Werbekampagne bevor sie in Deutschland ihre Forever Friends-Tournee starteten. Zudem absolvierte die Band 1996 noch Werbekampagnen in Australien und Südafrika.

1997–1998: Drittes Album Vibe und überraschende Bandauflösung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das dritte Album Vibe wurde im August 1997 veröffentlicht und platzierte sich auf Platz 4 der deutschen Album-Charts. Als Singles wurden Do It For Love und das Styx-Cover Babe veröffentlicht.

Bei der Bravo Super Show 1998 präsentierten Caught in the Act ihren neuen Song Baby Come Back. Im Juli 1998 erschien die Single Hold On. Kurz darauf gab das Management am 1. August 1998 das Ende der Band bekannt. Die Entscheidung über das Bandende wurde vom Management getroffen, da Benjamin Boyce entschied auszusteigen. Boyce war nicht mehr glücklich in der Band, da er seine eigenen Songs schreiben wollte und vom Management gezwungen wurde, seine Beziehung zu der Viva-Moderatorin Aleksandra Bechtel geheim zu halten. Zudem stand für Caught in the Act das Angebot im Raum in Amerika durchzustarten und das Management erwog die Möglichkeit, da die US-Plattenfirma auf vier Bandmitglieder bestand, einen neuen vierten, jungen Mann hinzuzuholen. Obwohl die anderen drei Mitglieder weiter machen wollten, kam es für sie nicht in Frage Boyce nach sechs Jahren zu ersetzten.[3] Aufgrund der Streitigkeiten beschloss das Management die Band aufzulösen.[4] Die Bandmitglieder erfuhren erst mit der Trennungsmeldung vom Aus der Band.

Caught in the Act trennten sich am 16. August 1998 nach einem Abschiedskonzert in Magdeburg. Am 24. August 1998 erschien das Best-Of-Album We Belong Together: 6 Years of Success. Am 23. November 1998 folgte das Album Solo 4 C.I.T.A., welches neben der finalen CITA-Single I Wanna Stay with You Forever jeweils aus drei Solo-Liedern der vier Bandmitgliedern besteht.

ab 2015: Reunion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caught in the Act während ihrer Love is everywhere 2016-Tour in Bremen

Im Januar 2015 erschien parallel zu Benjamin Boyces Teilnahme an der RTL-Reality-Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! eine CD-Box mit sämtlichen veröffentlichten Singles.[5]

Am 1. April 2015 trafen sich die vier Bandmitglieder das erste Mal seit der Trennung wieder.[6] Die Bandmitglieder erwogen eine mögliche Reunion, die Boyce in einem Interview für 2016 in Aussicht stellte.[7] Zum Jahreswechsel 2015/16 traten Caught in the Act in der ZDF-Sendung Willkommen am Brandenburger Tor auf. Der Auftritt bildete den Auftakt zu einer Reunion, die allerdings ohne Boyce stattfindet, der sich zu Gunsten seiner Solo-Karriere gegen ein Comeback mit Caught in the Act entschied.[8] Am 29. Dezember 2015 erschien hierzu die Single Love Is Everywhere 2016. Am 18. November 2016 erschien das neue Lied Back for Love. Das gleichnamige Album folgte am 25. November 2016 und beinhaltet neben Neuauflagen der alten Hits auch zwei neue Lieder und eine Coverversion von Last Christmas. Zudem absolvieren Caught in the Act die Love is everywhere 2016-Tour. Der Tourauftakt fand am 18. November 2016 in Zürich statt und beinhaltet anschließend Konzerte in 16 deutschen Städten.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Caught in the Act of Love
  DE 6 Gold 03.07.1995 (53 Wo.)
  AT 19Gold 30.07.1995 (16 Wo.)
  CH 18 09.07.1995 (20 Wo.)
Forever Friends
  DE 2 Gold 27.05.1996 (21 Wo.)
  AT 5 27.05.1996 (16 Wo.)
  CH 5 27.05.1996 (12 Wo.)
Vibe
  DE 4 14.07.1997 (12 Wo.)
  AT 12 14.07.1997 (10 Wo.)
  CH 14 14.07.1997 (10 Wo.)
We Belong Together
  DE 29 07.09.1998 (5 Wo.)
  AT 38 11.10.1998 (1 Wo.)
Solo 4 C.I.T.A.
  DE 54 07.12.1998 (1 Wo.)
Back for Love
  DE 81 02.12.2016 (1 Wo.)
Singles[9]
Take Me To The Limit
  NL 46 07.05.1994 (2 Wo.)
Love Is Everywhere
  DE 10Gold 09.01.1995 (10 Wo.)
  AT 14 23.04.1995 (8 Wo.)
  CH 8 19.03.1995 (19 Wo.)
My Arms Keep Missing You
  DE 26 08.05.1995 (19 Wo.)
  CH 42 14.05.1995 (6 Wo.)
Let This Love Begin
  DE 24 04.09.1995 (17 Wo.)
  AT 27 17.09.1995 (12 Wo.)
  CH 26 08.10.1995 (18 Wo.)
You Know
  DE 17 27.11.1995 (19 Wo.)
Don’t Walk Away
  DE 9Gold 08.04.1996 (16 Wo.)
  AT 16 21.04.1996 (12 Wo.)
  CH 10 21.04.1996 (14 Wo.)
Ain’t Just Another Story
  DE 35 22.07.1996 (11 Wo.)
Bring Back the Love
  DE 33 04.11.1996 (10 Wo.)
  CH 10 24.11.1996 (6 Wo.)
Do It for Love
  DE 11 05.05.1997 (9 Wo.)
  AT 29 11.05.1997 (7 Wo.)
  CH 24 18.05.1997 (4 Wo.)
Babe
  DE 35 11.08.1997 (10 Wo.)
  AT 26 31.08.1997 (7 Wo.)
  NL 95 06.09.1997 (3 Wo.)
Baby Come Back
  DE 10 06.04.1998 (14 Wo.)
  AT 31 19.04.1998 (5 Wo.)
  CH 29 03.05.1998 (5 Wo.)
Hold On
  DE 33 10.08.1998 (7 Wo.)
I Wanna Stay with You Forever
  DE 50 16.11.1998 (7 Wo.)
  AT 39 20.12.1998 (1 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Caught in the Act of Love
  • 1996: Forever Friends
  • 1997: Vibe
  • 1998: We Belong Together
  • 1998: Solo 4 C.I.T.A.
  • 2016: Back for Love

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1992: Gonna Make U Mine
  • 1993: Hey You
  • 1994: Take Me to the Limit
  • 1994: Love Is Everywhere
  • 1995: My Arms Keep Missing You
  • 1995: Let This Love Begin
  • 1995: You Know
  • 1996: Bring Back the Love
  • 1996: Don’t Walk Away
  • 1996: Ain't Just Another Story
  • 1997: Do It for Love
  • 1997: Babe
  • 1998: Baby Come Back
  • 1998: Hold On
  • 1998: I Wanna Stay with You Forever
  • 1998: Mega-Hit-Mix
  • 2015: Love Is Everywhere 2016
  • 2016: Back for Love

Kompilationen und Boxset[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: We Belong Together: 6 Years of Success
  • 2000: Golden Stars Best Of (war nur im Bertelsmann Club erhältlich)
  • 2015: The Complete Single Collection (Box-Set)

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: Videos, Live & Private (DE: 3-fach-Gold)
  • 1997: Forever Friends Tour Video (DE: Platin)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996
    • Bravo Otto in Bronze in der Kategorie Superband Pop
    • RSH-Gold in der Kategorie Newcomer[10]
  • 1997
    • Bravo Otto in Bronze in der Kategorie Superband Pop
    • Pop/Rocky Hammerschlupf in Silber in der Kategorie Beste Band

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julia Edenhofer: Take me to the limit. Die rasante Karriere von Caught in the Act. Heyne, München 1996, ISBN 3-453-11492-2.
  • Susanne Baumann: Caught in the Act. die Traumboys hautnah. Econ, Düsseldorf 1996, ISBN 3-612-12005-0.
  • Selina Sander: Caught in the Act. Fan Book. Falken, Niedernhausen/Ts. 1997, ISBN 3-635-60364-3.
  • Michael Fuchs-Gamböck, Lea Lieven: Caught in the Act. Freunde für immer. Goldmann, München 1996, ISBN 3-442-43627-3.
  • Rosi & Reni Kieffer: Das große CITA Fanbuch. Heel, Königswinter 1997, ISBN 3-89365-609-X.
  • Kurt Koelsch: Caught in the Act. Poster Book. Bassermann, ISBN 3-8094-0299-0.
  • Rosi & Reni Kieffer: Friends forever. Caught in the Act. vgs, Köln 1996, ISBN 3-8025-2413-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Benjamin Boyce (Caught in the Act): Sein neuer Anlauf auf die Charts mit I'm Free
  2. Ticketcorner.ch: Caught-in-the-Act-Sänger Eloy: «Damals durfte es in Boybands keine Schwule geben»
  3. Interview: Back for Love
  4. Wiedersehen mit "Caught in the Act"
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  6. „Caught in the Act“: Kommt jetzt das Comeback? auf gala.de
  7. Benjamin Boyce (46): Haussuche und „Caught in the Act“-Reunion auf express.de
  8. Boyband „Caught in the Act“ spielt Silvester am Brandenburger Tor auf faz.net
  9. Auszeichnungen: DE AT CH
  10. RSH-Gold Verleihung 1996 auf rsh-history.de