CeMAS – Center für Monitoring, Analyse und Strategie

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Die CeMAS – Center für Monitoring, Analyse und Strategie gGmbH ist eine gemeinnützige Organisation, die Informationen und Expertise zu den Themen Antisemitismus, Verschwörungsideologien, Desinformationen (Fake News) und Rechtsextremismus im Internet sammelt und Zivilgesellschaft, Medien und Politik berät. Der Thinktank wurde 2021 unter anderem von der Sozialpsychologin Pia Lamberty gegründet und wird von der Alfred Landecker Foundation gefördert.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CeMAS verfolgt das Ziel durch das Monitoring digitaler Plattformen ein Frühwarnsystem gegen digitale Verschwörungsideologien, Desinformationen und Rechtsextremismus zu entwickeln. So wird zum Beispiel das bei Rechten und Verschwörungsideologen beliebte Netzwerk Telegram mit einem Tool in Echtzeit beobachtet.[1] Aus den digital erhobenen Daten sollen Rückschlüsse für das analoge Leben gezogen werden können.[2][3] Politik- und Sprachwissenschaftler analysieren die Datensätze und leiten Handlungsempfehlungen ab. CeMAS arbeitet interdisziplinär und untersucht die Radikalisierungserscheinungen aus psychologischer, kognitionslinguistischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive. Im Jahr 2021 befasste sich das CeMAS intensiv mit den Telegram-Netzwerken verschwörungsideologischer Corona-Leugner rund um die „Querdenken“-Bewegung.[4][5] Das Projekt strebt Konzepte zwischen Zivilgesellschaft und Plattformbetreibern an, um Radikalisierung entgegenzuwirken.[6]

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Thinktank wird von 2021 bis 2024 von der Alfred Landecker Foundation mit 2,8 Millionen Euro unterstützt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datenauswertung zu Telegram: Im Tunnel der Verschwörer. In: ZDF. Abgerufen am 14. Mai 2021.
  2. Katharina Kutsche: CeMAS: mit digitalen Mitteln gegen Radikalisierung im Netz. In: Süddeutsche Zeitung. 30. März 2021, abgerufen am 14. Mai 2021.
  3. Gegen die digitale Eskalation in der Corona-Pandemie. In: ZDF. Abgerufen am 14. Mai 2021.
  4. Gefährliche Mythen: Die Verschwörungserzählung vom „Great Reset“. In: Redaktionsnetzwerk Deutschland. Abgerufen am 14. Mai 2021 (deutsch).
  5. Attila Hildmann: Vom Fernsehkoch zum Volksverhetzer | DW | 30.03.2021. In: Deutsche Welle. Abgerufen am 14. Mai 2021 (deutsch).
  6. Ali Vahid Roodsari: "Leider gibt es keine Impfung gegen Verschwörungsideologien". In: T-online. 4. Mai 2021, abgerufen am 14. Mai 2021.