Ceintrey

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Ceintrey
Wappen von Ceintrey
Ceintrey (Frankreich)
Ceintrey
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Nancy
Kanton Meine au Saintois
Gemeindeverband Pays du Saintois
Koordinaten 48° 32′ N, 6° 10′ OKoordinaten: 48° 32′ N, 6° 10′ O
Höhe 229–376 m
Fläche 11,00 km2
Einwohner 919 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 84 Einw./km2
Postleitzahl 54134
INSEE-Code

Blick durch die Rue de Nancy zur Kirche Saint-Remy

Ceintrey ist eine französische Gemeinde mit 919 Einwohnern (1. Januar 2014) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Nancy und zum Kanton Meine au Saintois (bis 2015 Kanton Haroué).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ceintrey im Saintois liegt am unteren Madon, einem linken Nebenfluss der Mosel, 17 Kilometer südlich von Nancy.

Das 11 km² umfassende Gemeindegebiet erstreckt sich auf einer Länge von sechs Kilometern in Südwest-Nordost-Richtung beiderseits des Madon. Durch den Bereich des Ortskerns fließt der Ruisseau de Corps Fontaine zum Madon, dessen Seitental die bis zu 70 Meter hohen Uferhänge am Madon unterbrechen. Der Ruisseau de Ceval, der ebenfalls in den Madon mündet, bildet die nordwestliche Gemeindegrenze Ceintreys. Im äußersten Süden hat Ceintrey einen Anteil an der markanten, zwei Kilometer nach Osten ausbuchtenden Flussschlinge des Madon, die einer Lanzenspitze ähnelt. Zum Gemeindegebiet von Ceintrey zählt auch ein Teil des ca. 700 ha großen Forêt de Benney, der bis an die Mosel reicht.

Zu Ceintrey gehört der nordöstlich des Dorfkerns liegende Ortsteil Le Point du Jour.

Nachbargemeinden von Ceintrey sind Pulligny im Norden, Flavigny-sur-Moselle und Benney im Nordosten, Voinémont im Südosten, Lemainville und Gerbécourt-et-Haplemont im Süden, Clérey-sur-Brenon im Südwesten sowie Autrey im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ceintrey wurde erstmals 1183 in einer Schenkungsurkunde des Touler Bischofs Pierre de Brixey an das Kloster Clairlieu im Zusammenhang mit einem Stephanus de Synterei genannt. [1]

Die Kirche Saint-Remy wurde im 18. Jahrhundert errichtet.

Eine Besonderheit ist die Agglomeration der Gemeinden Ceintrey und Voinémont, die geografisch zusammengewachsen und lediglich administrativ getrennt sind. Die Grenze zwischen beiden Gemeinden führt mitten durch bebautes Gebiet. Über die 1998 gegründete Gemeindegemeinschaft Communauté de communes du Saintois, der beide Gemeinden angehören, werden Fragen der Regionalplanung, der Wirtschaftsentwicklung und nicht zuletzt der Unterhalt der Grundschulen gemeinsam geregelt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 454 489 552 630 698 741 775

Seit 1962 konnte Ceintrey einen konstanten Bevölkerungszuwachs verzeichnen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Teil der Einwohner von Ceintrey ist in der örtlichen Agrargenossenschaft beschäftigt. Im Ort sind darüber hinaus kleine Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe (unter anderem eine Poststation) sowie eine Natursteinfirma (Pierre Lembo) ansässig. Viele Einwohner aus Ceintrey und Umgebung pendeln in die nahen Industriegebiete in und um Nancy.

Ceintrey ist Grundschulstandort (l’école primaire) auch für den Nachbarort Voinémont (le syndicat Interscolaire Ceintrey-Voinémont)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde Ceintrey führt die Départementsstraße 913 von Metz über Nancy nach Mirecourt. Die Départementsstraße 5 zweigt in Ceintrey nach Vézelise ab. Im Nordosten des Gemeindeareals verläuft die autobahnähnliche Nationalstraße 57 (Metz–Nancy–Épinal). Der Bahnhof Ceintrey am westlichen Madonufer liegt an der Bahnlinie Nancy–MirecourtMerrey, die vom TER Lorraine betrieben wird.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. cistels.free.fr/Abbayes/Clairlieu

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ceintrey – Sammlung von Bildern